Kategorie-Archiv: Wirtschaft und Arbeit

Vom durch den Kakao Ziehen des Edeka-Personals

Eines der meistbesuchten Lebnsmittelgeschäfte in Kiel dürfte Edeka im Sophienhof sein. Daher wollen wir uns heute mal der zentralen Werbeaktion des Unternehmens widmen, wenn auch diese Aktion wohl leider nicht auf Kiel beschränkt ist.
Ich meine den Slogan, den alle Mitarbeiter auf ihren Hemden zu tragen gezwungen sind:

„Wir lieben Lebensmittel“

Warum tut die betreffende Gewerkschaft nichts dagegen?
Oder tut sie vielleicht was, ohne daß es bislang an die Öffentlichkeit gelangt ist?

Jedenfalls entsteht der Eindruck – vermutlich zu Unrecht -, daß es den Gewerkschaften nur um Kürzung der Arbeitzeiten und Erhöhung der Löhne gehe, nicht aber um das psychische Wohl und die Würde derer, deren Interessen sie zu vertreten haben.
Daher hier nun Klartext:
Mit genanntem Slogan werden die Lohnabhängigen zu einem Bekenntnis gezwungen.
Und es ist nicht irgendein Bekenntnis, sondern eines von höchster Intensität: ein Bekenntnis zur Liebe.
Vollkommen wird die Entwürdigung dadurch, daß dieses Bekenntnis absurd ist.
Lebensmittel heißen ja nicht von ungefähr so. Sie sind eben Mittel zur Aufrechterhaltung/Fortsetzung des Lebens. Es mag zwar sein, daß der Geschmack des einen oder anderen Lebensmittels manchen in den siebten Himmel versetzt, aber dann liebt er es eben als Genußmittel, nicht als Lebensmittel. Klar?

Wir können hier nur aufklären. Das weitere liegt bei anderen.

Jörn Genoux und die Zusammenarbeit der nördlichen IHK

Am 6. Februar erschien in den Kieler Nachrichten ein Kommentar von Jörn Genoux über die „Kooperation der Nord-IHKs“.
Zitat:

„Die drei schleswig-holsteinischen Industrie- und Handelskammern und die Handelskammer Hamburg sind sich näher gekommen. Sie werden sich künftig nicht nur enger abstimmen, sondern in vielen Fällen die Arbeit untereinander aufteilen. Das ist zwar längst noch keine Fusion, aber doch ein Schritt in diese Richtung – auch wenn gestern keiner der Beteiligten davon reden wollte. Verständlich, denn schon für diese Kooperationsvereinbarung mussten einige über ihren Schatten springen.“

Das ist sehr komisch.
Denn es sind in erster Linie die IHK, welche die Bildung eines Nordstaates fordern. Da könnten und sollten sie mit gutem Beispiel vorangehen. Mit anderen Worten: Sie könnten auf wirtschaftlicher Ebene die Struktur vorleben, die sie von der Politik fordern. Aber in dem Fall gäbe es eben nur noch einen IHK-Präsidenten, und der hieße mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Hans-Heinrich Driftmann. Dieser Kieler IHK-Präsident, der sich in fast jeder Ausgabe seiner hauseigenen Postille mehrfach abbilden läßt, wird kaum auf sein Präsidenten-Pöstchen verzichten wollen.
Es kann also noch ein wenig dauern mit der Einigung.

Nicole Seelemann-Wandke – die tut was

Wer hätte sich nicht schon einmal über Gewerkschaften geärgert. Darüber etwa, daß sie allenfalls ein wenig murren, statt auf die Barrikaden zu gehen, wenn CDU-Leute die Falle „Investivlohn“ als Allheilmittel anpreisen.
Aber über das ver.di-Präsidium des Bezirks Kiel-Plön kann man sich nicht beklagen, und das ist noch zu wenig gesagt, wenn man von Präsidiumsmitglied Nicole Seelemann-Wandke spricht: Diese Frau ist nicht nur scharfsinnig und eloquent, sie setzt sich auch mit all ihrem Talent für die Belange der ihr anvertrauten ein. Wenn Gewerkschafter grundsätzlich so wären wie diese Frau, dann wäre diese Welt durchaus eine bessere.

Gehen in Gaarden die Lichter aus?

Man hat es ja bereits im vergangenen Jahr festgestellt, und es wird niemanden überrascht haben:
In keinem anderen Kieler Stadtteil ist Armut so weit verbreitet wie in Gaarden. In keinem auch ist die Arbeitslosenquote so hoch.
Nun will die Verwaltung gegensteuern, unter anderem indem sie Gaarden zu einem familienfreundlicheren Ort macht. Das sieht schwarzgrün ähnlich.
Ob und wie man die Sitation tatsächlich verbessern kann, darüber ist vermutlich noch kaum nachgedacht worden. Ein Blick über den deutschen Tellerrand wäre hilfreich, statt sich aus dem Nähkästchen Ursula von der L.s zu bedienen (ja, laßt mich auch mal Metaphern reihen, die nicht zusammenpassen. Das hat etwas Befreiendes).
Dabei sollte man den Rest des Ostufers nicht vergessen. In Ellerbek zum Beispiel liegt ein Plus-Markt nur einen Steinwurf von einer Lidl-Filiale entfernt. Na, da ist die „mortadellafressende Unterschicht“ (Titanic) dann ja bestens versorgt.
Wenn jetzt jemand sagt, mein letzter Satz sei menschenverachtend oder dergleichen, dann hat er mich durchaus mißverstanden.

KVG – wegen Überfüllung geschlossen

Daß die KVG nur an ihren Profit denkt, das ist bedauerlich, aber nicht verwunderlich.
Schon eher bemerkenswert ist, daß sie ausschließlich an ihre kurzfristigen Gewinne denkt. Weitsicht ist offenbar nicht die Stärke des dortigen Managements, und so riskiert man, daß große Teile der Bevölkerung sich von dem Unternehmen abwenden.

Jüngstes Beispiel (Zitat aus den KN vom 24.7., S. 19):

„Fahrgäste in Friedrichsort haben am Sonnabend Steine gegen einen Bus der Linie 501 geworfen, weil der Fahrer gegen 20.20 Uhr an der Haltestelle an ihnen vorbei gefahren war.“

Das dürfte soweit stimmen, bis auf die Bemerkung, daß die betreffenden Menschen Fahrgäste gewesen seien. Eben das wollten sie sein, konnten es aber nicht werden, weil der Bus überfüllt war. Und daß sich die Frustration dieser Menschen nun in Steinwürfen entlud – hat sich die KVG das nicht selbst zuzuschreiben?
Es war an der Haltestelle Schusterkrug, und es warteten dort noch viele andere Menschen, die nach einem Strandbesuch in Richtung Innenstadt wollten. Ist das etwa eine außergewöhnliche, unvorhersehbare Situation?
Ganz sicher nicht.
Die KVG muß einfach mehr Busse einsetzen.
Ansonsten drohen zwei Konsequenzen:

1. Eskalation der Gewalt (schon in diesem Fall wurde eine Fensterscheibe zerstört. Glücklicherweise kam kein Mensch zu Schaden.)

2. Not macht erfinderisch. Immer mehr Menschen werden sich von der KVG abwenden und ein dichtes Netz von Fahrgemeinschaften schaffen oder ähnliches.

Aber es ist anzunehmen, daß die KVG immer noch keinen Handlungsbedarf sieht.

In Kürze in Kiel: Murmann School of Global Management

Und das ist eine öffentlich (auch von der EU) wie privat finanzierte Einrichtung.
Daß Volquartz sich begeistert zeigte, versteht sich.
An betreffendem Intitut wird nicht einfach nur Betriebswirtschaft oder Volkswirtschaft gelehrt werden, nein, man strebt an, dort die Industrie-Kapitäne der Zukunft zu züchten.
Wenn das aber aussichtsreich wäre, hätte man doch kein Spenden (der alte Murmann zahlte selbstlos 3,5 Millionen Euro , und nun trägt die Schule seinen Namen) oder öffentliche Mittel benötigt.
Bankkredite hätten ausgereicht.
Warum?
Ganz einfach:
Man könnte es ja für eine Zugangsvoraussetzung erklären, daß jeder Student später lebenslang 1% seines Einkommens an die Schule überweisen muß.
Wer würde denn das nicht unterschreiben?
1% ist doch ein Klacks, selbst wenn es sich auf den Brutto-Betrag bezieht.
Wenn da aber wirklich die Top-Manager von morgen ausgebildet würden, dann erhielte die Schule damit von jedem Absolventen durchschnittlich (nach heutigem Wert) ungefähr 600.000 Euro (aus 30 Jahren Top-Manager-Tätigkeit mit einem Jahressalär von 2 Millionen Euro. Das ist doch wirklich moderat gerechnet.)
Also, wie gesagt, der Erfolg wäre garantiert.
Daher würden die Banken bereitwillig Kredite gewähren, und man könnte auf das Betteln verzichten.
Nun ist es aber möglich, daß diese Schule überhaupt nicht für Studenten gedacht ist, sondern für Leute, die bereits Topmanager sind. Die hiesige Presse läßt beide Möglichkeiten zu, da sie mal wieder schlampig recherchiert und verständnislos berichtet.
Also: Wenn tatsächlich eher eine Schule für die Fortbildung von Führungskräften geplant ist, dann gilt das, was ich sagte, doch um so mehr. Ein wirklicher Topmanager würde sich doch wohl nur einen Monat mit sowas um die Ohren schlagen, wenn er sich etwas davon verspricht.
Und wenn das der Fall ist, dann wird er bzw. der Konzern, für den er tätig ist, bereit sein, tief in die Tasche zu greifen.
Daher hätten die Banken dem Projekt das Geld nachwerfen müssen.
Da das nicht geschehen ist, stehen die Zeichen auf Erfolglosigkeit.
Die EU hat sich, wie gesagt, dennoch an der Finanzierung des Unterfangens beteiligt.
Das ist bemerkenswert, denn den Initiatoren zufolge ist die Schule als Einrichtung für Spitzenkräfte aus aller Welt konzipiert.
Das bedeutet, daß die EU auch die Fortbildung der Konkurrenz finanziert.

Ein Drittel Gottfrieds von Straßburg in der Stadtbücherei (ja, Gottfrieds von Straßburg, nicht Gottfried von Straßburgs; so ist das bei mittelalterlichen Namen)

Die einzig wahre deutsche Klassik ist die mittelhochdeutsche.
Es sollte die Welt immer noch und immer wieder in Staunen setzen, wieviel Großartiges in den Jahrzehnten um 1200 unter schwierigsten Bedingungen entstand.
Das nicht zu Unrecht berühmteste Werk jener Periode ist der höfische Roman Parzival des riesigen Genies Wolfram von Eschenbach.
Wer aber dies aus der Stadtbücherei Kiel entleihen will, wird ein wenig enttäuscht.
Man hat dort nur eine Studienausgabe.
Ich habe nicht nachgezählt, wieviele Ausgaben und Exemplare von Goethes Faust in der Bücherei schimmeln, aber es dürften so einige sein.
So wäre es für eine große Bibliothek selbstverständlich, sowohl eine Studienausgabe, als auch die Reclam-Ausgabe des Parzival anzubieten.

Wir wenden uns dem zweitberühmtesten Werk der mittelhochdeutschen Klassik, dem Tristan Gottfrieds von Straßburg zu.
Da sieht es noch schlechter aus.
Denn da steht zwar ein Band der dreibändigen Reclam-Ausgabe im Regal, mehr ist aber auch tatsächlich nicht im Bestand.
Und ein Band ist schlechter als keiner, denn er macht dem Leser Appetit – die Hauptspeise aber bleibt aus.
Mag ja sein, daß die übrigen Bände einem Leser abhanden gekommen sind. Dann sollte man aber den ersten Band auch aus dem Bestand entfernen.
Und schleunig (man muß ja nicht immer den Superlativ verwenden) für Ersatz sorgen.
Derlei geschieht in dieser Bücherei nicht.

Finanzamt Kiel-Süd: Gnadenlos

Gnade erwarte ich auch nicht, aber hat das Finanzamt in dieser Frage wirklich das Recht auf seiner Seite?

Von Anfang an:

Ich bin Freiberufler, und als solcher stelle ich nicht nur Entgelte für meine Leistungen in Rechnung, sondern auch die Umsatzsteuer, die derzeit noch bei 16% liegt.
Diese Umsatzsteuer muß ich jeweils bis zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt weiterleiten.
Nun kann man natürlich fragen, was das Ganze überhaupt soll – schließlich erhält der Kunde, wenn er Unternehmer ist, den Umsatzsteuerbetrag am Jahresende zurück.
Jedenfalls sollte man sich mit der Abgabe der Umsatzsteuer an das Finanzamt Kiel-Süd nicht verspäten; sonst setzt es Gebühren, wie bei mir neulich:
25,00 € (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) nimmt einem die Behörde dafür ab.
Gebühren sollten etwas sein, das jemandem gebührt (wie das Wort sagt) – davon kann aber in diesem Fall nicht die Rede sein.
Nun frage ich mich und Euch:
Wie kann Wucher ein Straftatbestand sein, wenn der Staat selbst Wucherer ist?

Hartz IV und kein Ende

Wer hat den Beitrag in der Hauspostille der CDU-Kiel (KN) gelesen? Betitelt:
Jeder dritte Hilferuf zu Hartz IV

Ich behaupte: Selbiger ist gnadenlos geschönt. Natürlich ist er in der Sache richtig, aber ich bezweifle entschieden, daß nur 33,33 Prozent der Hartz IV Empfänder betroffen sind.
Ich behaupte mal es sind mehr als 50 Prozent!

Ich kann natürlich nur wiedergeben was ich selbst (alleinerziehend/2 Kinder) erlebe, bzw. was mir zugetragen wird.
Aber angesichts dessen….. siehe oben !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Theoretisch wäre es ja möglich daß nur einzelne Jobcenter, stadtteilbedingt, davon betroffen sind, praktisch aber sieht es ganz anders aus.
Wenn ein Mitarbeiter eines Jobcenters auf unseren schönen Ostufer mal etwas vergisst, übersieht oder gar nicht beachtet, so könnte es mir, auf Grund der Bevölkerungsstruktur und der geballten Masse, sogar erklärlich erscheinen.

Das Amt Mercatorstrasse, ein wirklich ruhige, gepflegte Dienstelle, sehr geringer Anteil ausländischer Mitbürger usw., z.B. aber erweckt den Eindruck als sei es mit kurzfristig angelernten 1-Euro Jobbern, oder aber mit verbeamteten Parasiten besetzt.
Egal wie genau und pünktlich dort etwas abgegeben und/oder erledigt (von „Kundenseite“!) wird. Eine korrekte und sachgemässe Berarbeitung ist dort schlicht unmöglich.
Es geht sogar soweit, daß Hartz IV Empfänger von der Krankenkasse angemahnt und ihnen mit Kündigung gedroht wird, weil Kassenbeiträge nicht gezahlt werden.
Ich selbst bekomme diese Super-Unterstützung nur ergänzend, da ich, im Rahmen des Möglichen, unsere Brötchen selbst verdiene.
Mal abgesehen davon, daß ein alleinerziender Vater anscheinend so etwas ist wie eine dreibrüstige Frau, oder ein zweischwänziger Mann, erweisen sich die Mitarbeiter? vor Ort als indiskutabel unfähig und….
Ja und was?? Mir fällt partout nichts mehr ein.
20 Monate Hartz IV-Bezug über diese Dienststelle füllen mittlerweile 2 Aktenordner, beschäftigen einen Gerichtsvollzieher und das OVG Schleswig.
So wird hier Arbeitsplatzsicherung betrieben.
Meine zuständige „Dame“ heißt seit neuestemFrau Rosa (Name natürlich geändert, Assoziatonen erlaubt).
Wohl die dritte oder vierte bisher!
Man versuche mal diese ehrenwerte Dame persönlich, oder nur telefonisch zu sprechen.
Die Mauern von Jericho wurden leichter zu Fall gebracht.
Hat die werte Dame doch das Vergnügen der „gleitenden“ Arbeitszeiten.
Montag 9.oo-11.00 nicht besetzt; Dienstag leider ausser Haus, Mittwoch über 4 Stunden dauerbesetztes Telefon; Donnerstag: (einziger langer! Tag) Frau Rosa ist am Donnerstag nie im Haus; Freitag siehe Montag, Dienstag oder Mittwoch, oder Donnerstag.
So läuft das Spielchen zwei/drei Wochen bis mensch, entweder kapituliert, oder dem Amtsleiter (noch immer Anonymus), die Wahl zwischen Bearbeitung und Einstweiliger Verfügung lässt.
Dann aber funktioniert es aber im Turbogang. Binnen zwei/drei Tagen wird alles notwendige getan.
Ich könnte mich jetzt noch endlos in Details auslassen, erspare dies aber allen anderen Hartz-Empfängern, da selbige schon gestraft genug sind.

Nur frage ich mich, mit welchem Recht wird über die Kosten bei Hartz IV gejammert?
Die wirklichen Parasiten dieser Gesellschaft sitzen doch auf diesen Ämtern.
Ohne ihre „Kunden“ selbst zum Betteln verdammt, verhalten sich diese werten Herrschaften wie human-optische Zecken.

Um über deren Existensgrundlage mehr zu erfahren bemühe der, mehr oder weniger geneigte, Leser doch einschlägige Suchmaschinen!

Fakt ist, wer, angesichts der Zustände auf den Jobcentern, und oben genanntes ist definitiv keine Ausnahme, sondern die Regel, mit Gestalten wie Merkel, Müntefering & Co. übereinstimmt, ist mit dem Hammer gebürstet.

In Kiel wird Institut für „Littoral Warfare“ gegründet

Genauer gesagt: in der Wik.
Der genaue Zeitpunkt scheint noch nicht festzustehen.
Aber ansonsten scheint die Sache klar zu sein.
Sonst hätte Vizeadmiral Lutz Feldt das gestern nicht bei einem festlichen Spachteln im Kieler Kaufmann, für dessen Kosten die IHK gerade stand, feierlich verkündet.
Übrigns: Zahlen die Kleinunternehmer, die ja auch in der IHK organisiert sind, derlei Schlemmereien mit ihren Mitgliedsbeiträgen?
Darüber sollte die IHK-Spitze sich mal äußern.
Was ist nun aber „Littoral Warfare“?
So bezeichnet wird der „Einsatz“ (fieser Euphemismus) der Marine in küstennahen Gewässern.
Das Institut, das dazu beitragen soll, dieses Kriegssegment zu perfektionieren, erhält 35 Dienstposten der Bundesmarine.
Außerdem ist ein reger Austausch vorgesehen. Auch Tötungsexperten anderer NATO-Staaten sollen dort wirken, was der Etat, der enorm sein dürfte, hergibt.
Deutschland wird eben demnächst nicht mehr nur in ganz Europa sowie am Hindukusch verteidigt, sondern auch in allen küstennahen Regionen der Erde.
Nun ist zwar die alte Friedensbewegung schon dadurch, daß ihre Partei, die Grünen, bei erster Gelegenheit zum Kriegstreiber-Bund mutierte, hinreichend diskreditiert, aber daraus folgt keineswegs, daß man sich nicht mehr gegen geistig-moralisch-materielle Aufrüstung organisieren und über das, was einst doch gar nicht unzutreffend „militärisch-industrieller Komplex“ hieß, aufklären kann.
Was spricht dagegen, Demonstrationen gegen die Gründung dieses Institutes zu organisieren?
Studenten, wo seid Ihr?
Mittlerweile nur noch mit der eigenen Karriere beschäftigt?
Kaum andere Gadanken mehr als den an die Alterssicherung?
Zeigt Euch mal wieder auf den Straßen, nicht nur, wenn es um Studiengebühren geht, und macht die Wik zu einem heißen Pflaster.
Apropos Pflaster: Pflastersteine werft Ihr aber bitte nicht, denn wer in seiner Jugend Pflastersteine nach Polizistenköpfen wirft, obwohl eine Revolution noch nicht einmal in Sicht ist, wer also randaliert und seinen widerwärtigen Hooliganism als verantwortungsvolles Rebellentum ausgibt, der wird später zum Herrn kollateraler Leichenberge, der mit erfundenen Meldungen über Konzentrationslager in einem Lande einen Krieg zu rechtfertigen versucht und sich mit den Worten „Ich habe zwar NIE WIEDER KRIEG gesagt, aber ich habe auch NIE WIEDER AUSCHWITZ gesagt.“ als tragischer Held inszeniert.
Und wie eben dieser Joseph „Joschka“ Fischer will doch hoffentlich keiner von Euch werden.

Kiel als Mind Mapping City Mitteleuropas

Die Kreativ- und Denktechnik Mind Mapping® feiert 2006 das 20-jährige Bestehen in Kiel. Aus diesem Grund ist es meine Idee, sehr vielen Kielerinnen und Kielern den Zugang finanziell zu erleichtern. Für eine Teilnahmegebühr von 40 Euro kann man fast jeden Samstag diese faszinierende Arbeits- und Denktechnik erlernen.
Wäre es nicht wunderbar, würden wir hier an der Förde des besonderen Denkens und Erinnerns mächtig sein!!
Mind Mappinng ist gut für Schul-Kinder, Studentinnen und Studenten, Privatmenschen jeden Alters, Geschäftsleuten, Senioren.

Heute schon gemäppt??
mailen: VMM@mindmap.de oder 83317, Maria Beyer, Kleiststr. 62a, 24118 Kiel

Berufswege kreativ entdecken

Unter diesem Titel findet vom 19.4. bis zum 19.5. 2006 ein Berufsorientierungskurs für Frauen in Kiel statt. Veranstalter ist der Verein für Pädgogische Initiativen und Kommunikation e.V. (Pädiko).
Der Kurs umfaßt 90 Unterrichtsstunden sowie ein vierzehntägiges Praktikum.
Die Kosten scheinen dafür erstaunlich gering: 52 €!
Auf Anfrage wird in begründeten Fällen sogar eine Ermäßigung gewährt, und man bietet eine Kinderbetreuung an.
Angesprochen sind Frauen, die nach Unterbrechung ihres Berufslebens in dieses zurückkehren wollen und solche, die umsatteln wollen, also auf der Suche nach grundsätzlich Neuem sind.
Zu den Inhalten des Kurses gehören Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Wünsche, Bewerbungstraining und Informationen zur Situation auf dem Arbeitsmarkt.
Leider sprechen die Veranstalter in ihrer Broschüre nicht die Themen Computer und Internet an, obwohl sich in diesen Bereichen doch gerade Neueinsteigerinnen schwer tun und einer Anleitung bedürfen: Schließlich sind an immer mehr Arbeitsplätzen Fähigkeiten am Computer und informationspraktische Kompetenz unabdingbar.
Die Veranstalter verzichten außerdem darauf, Pädiko näher vorzustellen und die Namen derer zu nennen, die den Kurs leiten.
Außerdem fehlen Informationen über die Praktika, die sich an die Kurse anschließen sollen.
Das alles ist zwar nicht eben vertrauenerweckend, aber wenn interessierte Frauen sich mit den entsprechenden und anderen Fragen an den Verein unter der Telefonnummer 0431/9826390 wenden, dann könnte sich ja herausstellen, daß der Kurs doch so günstig und hilfreich sein kann , wie er auf den ersten Blick scheint.

Veranstaltungsort: Fleethörn 59

Jahresempfang der IHK Kiel

Nu ja, es ist schon ein wenig her, aber es lohnt sich, darauf zurückzukommen.
1500 Gäste, darunter Peter Harry Carstensen und Christian Wulff, waren im Kieler Schloß zugegen, als IHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann vom Leder zog.
Im Zentrum seiner Rede stand die Frage einer möglichen Zusammenlegung der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein.
Bzw. für Driftmann eben keine Frage: Das, was man „Die Witrschaft“ nennt, forciert das Zusammenpappen dieser doch durchaus disparaten Länder.
Und da man ja, wie es heißt, keine Politik gegen die Wirtschaft machen kann, ist zu befürchten, daß es tatsächlich so kommt.
Eine Zwangsvereinigung also?
Hat das Volk nichts zu sagen?
Was ist in den Landesverfassungen für diesen Fall vorgesehen?
Und wie soll das Land denn heißen?
Schleswig-Holstein-Hamburg?
Hamburg-Schleswig-Hosstein?
Mal abgesehen von der Reihenfolge:
Es ist einfach entschieden zu umständlich.
Wie dann?
Nordelbien?
Das klingt doch gar zu sehr nach Klerus („Nordelbische Kirche“).
Außerdem ist es unzutreffend, da große Teile Hamburgs südlich der Elbe liegen.
Oder sollen die etwa mit Niedersachsen fusionieren?
Außerdem:
Die mit Abstand interessanteste und erfreulichste Partei in Schleswig-Holstein ist der SSW (Südschleswigscher Wählerverband), die Vertretung der dänischen und der friesischen Minderheit.
Dieser politischen Kraft droht durch eine Fusion die Marginalisierung.

Und ist es vielleicht ein Lichtblick, daß der Hamburger Regierungschef von Beust ausgerechnet einer Veranstaltung mit solchem Inhalt fernblieb?
Leider wohl kaum.
Und was helfen Argumente?
Dennoch sei gesagt, daß Schleswig-Holstein und Hamburg nichts als die Nachbarschaft verbindet. Nie bildeten sie eine Einheit.
Anders verhält es sich mit Berlin und Brandenburg. Schließlich war Berlin bis zur Teilung eine brandenburgische Stadt (vom Sonderstatus der Reichshauptstadt in der NS-Zeit abgesehen).
Nach der Einigung hat man ausgerechnet den vorher immer bejammerten Sonderstatus Berlins zementiert, indem man die selbständige staatliche Einheit Westberlin (die sich stets mehr schlecht als recht als Bundesland verkleidet hatte) und Berlin, Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik, zu einem Stadtstaat vereinte, statt das Ganze einfach Brandenburg zuzuschlagen.

Und außerdem: Was wird aus der Hamburger Freiheit?
Lübeck heißt lediglich Hansestadt, denn es gehört zu Schleswig-Holstein. Hamburg aber heißt, vielleicht nicht ganz glücklich formuliert, Freie und Hansestadt, weil es ein selbständiges Land ist.
Tja, das kommt schon ein wenig komisch, wenn man das Wort „frei“ so mir nichts, dir alles aus dem Namen streichen muß.
Oder läßt sich das vermeiden im Falle der Fusion?
Nein, es läßt sich nicht.

Aber genug davon. Driftmann hatte noch anderes zu sagen:
Er warnte vor einer Großen Koalition aus Kombilohn und Mindestlohn.
Ohauahauahauaha, wie wir Kieler sagen.
Müssen diese Handelsverbandsmenschen denn immer wirtschaftsliberale Hardliner sein?
Dumme Frage, zugegeben.
Es sind ja meist wahre Christenmenschen, die ungelernte Arbeitskräfte (und vielleicht nicht nur die) auf dem Niveau eines kreatürlichen Existenzminimums halten wollen (und vielleicht nicht mal auf dem).
Angesichts der Mindestlohn-Diskussion packe viele Unternehmer die „nackte Angst“, so Driftmann.
Muß wohl Existenzangst sein, wobei das unternehmerische Existenzminimum, wie das Wort Existenzgründung zeigt, ein durchaus anderes ist als das gewöhnlicher Menschen.