Kategorie-Archiv: Leben und Wohnen

Über den Wolken… (oder zumindest fast)

Seitdem Kiel nunmehr leider nur noch mein Wochenendwohnsitz ist, entdecke ich neue interessante, historische Aspekte dieser Stadt. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass ein Wahrzeichen Kiels ausgerechnet eine Seilbahn war.

Diese überquerte nämlich  in den 70er und 80er Jahren den alten Bootshafen und verband das Gebäude des Kaufhauses Weipert, dem heutigen LEIK, mit einem Parkhaus, etwa dort, wo sich heute das C&A Gebäude befindet. Besonders bei Kindern war die Fahrt mit den beiden Kabinengondeln eine Attraktion. Angeblich sollen sich bis zu 50 Meter lange Schlangen gebildet haben und insgesamt über 3 Millionen Personen damit befördert worden sein, so die Infos mit tollen Bilderm bei cable-car.de. Der Betrieb wurde schließlich aus Kostengründen eingestellt, aber die Bahn hat sich doch erstaunlich lang gehalten.

Das die Idee einer Seilbahn immer noch sehr attraktiv ist, sieht man auch daran, dass im Hochseilgarten am Falkensteiner Strand eine Seilbahn gebaut wurde, mit der man sich von den Bäumen auf einer Art schwebendem Snowboard abseilen kann. Ob wohl dafür extra Schleswig-Holstein sein so genanntes Landesseilbahngesetz erlassen hat…

Tja, im Moment träume ich eher von einem Fahrstuhl in meinem jetzigen Wohnhaus, um meine Bier- und Wasserkästen zu transportieren. An dieser Stelle möchte ich noch eine Seite zur Wohnungssuche empfehlen, mit der ich sehr gute Erfahrungen gemacht hab (abgesehen von der Entscheidung für eine fahrstuhllose Wohnung).

Ärger mit der Stadtbücherei

Neulich habe ich mich in der Stadtbücherei mit zwei Anliegen an einen Auskunftsbibliothekar gewandt.
Mein erstes Anliegen:
Man hat dort den Ulysses nicht in angemessener Form – für Nichtleser: Dieser Roman von James Joyce ist das berühmteste literarische Kunstwerk des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Vorhanden sind lediglich Übersetzungen und Hörbuchausgaben, Das Eigentliche aber, eine Printausgabe im Original, fehlt.
Der Bibliothekar wies mich sogleich auf die Möglichkeit hin, einen Wunschzettel auszufüllen.
Daran, daß dieses hochberühmte Werk in einer so großen Bücherei fehlt, fand er offenbar nicht Bemerkenswertes.
Also, Herrschaften, stellt Euch mal vor, ein Bibliothekar würde zu Euch sagen: „Goethes Faust suchen Sie? Mal gucken. Hm, da haben wir eine französische Übersetzung und eine Comic-Fassung, aber die Tragödie auf Deutsch haben wir leider nicht.“
Das wäre natürlich katastrophal – schlimmer als der eben beschriebene reale Fall wäre es aber nicht.
Nun zu meinem zweiten gegenüber dem Bibliothekar geäußerten Anliegen:
Wer über das Eintreffen vorbestellter Bücher informiert werden möchte, der wird auf althergebrachtem postalischen Wege informiert. Da wäre es doch wesentlich eleganter, wenn man die E-Mail-Adressen der Besucher registrierte und sie auf diesem Wege informierte.
Dazu meinte der Angesprochene, das sei in Arbeit.

In anderen Bibliotheken wird aber schon seit Jahren Mit Mail-Adressen gearbeitet.

Soviel erstmal.
Unsere Serie über Mängel in der Stadtbücherei wird natürlich gnadenlos fortgesetzt.
(Aber wo bleibt das Positive?
Na gut, es soll nicht verschwiegen werden, daß der betreffende Bibliothekar sehr sympathisch und hilfsbereit ist.)

Busfahren in Kiel – immer wieder ein Erlebnis

Es ist tatsächlich so.
Neulich saß ich, nichts Erhellendes oder Unterhaltsames ahnend, in einem Bus der 101, als eine ca. 35jährige Frau einstieg, dem Fahrer Geld hinlegte und sagte:

„Einmal Erwachsener“

Es war weit und breit kein Kind in der Nähe, eine Verwechslung war also ausgeschlossen. Dennoch hielt die Dame es für nötig, darauf hinzuweisen, daß sie nicht mehr 14 ist (oder ab welchem Alter erhält man keine altersbedingte Ermäßigung mehr? In diesem Zusammenhang auch egal.)

Ist das nicht niedlich?
Geht das nicht ans Herz, Herrschaften?
Das erinnert mich an Wilkie Collins´ Roman „Lady in White“ von 1860, in dem jemand sagt, Frauen seien „nothing but children grown up“.
Aber dem wollen wir hier lieber nicht beipflichten.

Gesund in 24217 (Raum Schönberg) Zwei Termine + mehr

die letzten Standspiele für Kids finden am Mittwoch, den 5. September ab 15.45h statt, sofern es das Wetter zulässt. Ansonsten + 1 Woche.
Wieder geht es um den allgemeinen Spaß am gemeinsamen Spiel und um eine optimale Bewegung. Die Eltern von neuen Teilnehmer erhalten selbstverständlich auch diesmal einen Bericht über eventuell vorhandene Auffälligkeiten am Bewegungsaparat, der Motorik und der Fuß- und Beinentwicklung.

Am Sonnabend den 8. September gibt es ab 15.00h den Tag der Fußgesundheit am Schönberger Strand. In diesem Jahr wird das Programm ausgeweitet,- die offene Laufschule für alle und zum Abschluss einen Schnack mit Snack, wo die Teilnehmer weitere Fragen stellen und untereinander diskutieren können.
In einem Bildvortrag werden die unterschiedlichen Gangbilder erklärt und der Teilnehmer lernt die Unterscheidung zwischen dem Normalfuß und Senkfuß, Plattfuß, Hohlfuß, Spreiz- und Knickfuß ganz einfach zu deuten. Ferner erfährt man grundsätzliches über den Innengang. Diese psychomotorische Fehlstellung der Füße und Beine während des Gehens ist ganz leicht therapierbar,- man muss nur wissen wie. Und dieses erfahren die Teilnehmer ebenfalls im Vortrag, ferner werden die möglichen Folgeschäden beschrieben.
Zum Programm des Tag der Fußgesundheit geht es nach dem Vortrag weiter mit Bewegungsübungen sowie bewusst gesund barfuß auf Naturböden (am Stand und auf dem Deich) laufen. Das Ende ist in diesem Jahr offen!

In diesem Jahr ist die Veranstaltung nicht nur für Eltern mit Kindern gedacht, sondern für Jedermann.
Bereits angemeldet sind Gäste aus Thüringen und dem Saarland,- die weiteste Reise tritt ein Mann aus der Schweiz an, der in den Internet- Fachforen erfahren konnte, dass man mit der richtigen Therapie sämtliche Fuß- und Kniebeschwerden schnell und einfach abstellen kann.

(In diesem Jahr konnte bei elf Kindern aus sämtlichen Gegenden aus Deutschland und bei einem 10 Jährigen Stakendorfer eine anversierte Fußoperation durch die von mir angebotene Einlagentherapie, die sich stark vom üblichen Weg Arzt > „Kasseneinlagen“ unterscheidet, vermieden werden. Nicht nur wegen der angebotenen Erfolgsgarantie kommen regelmäßig Familien und Sportler aus ganz Deutschland zu mir nach Stakendorf – siehe u.a. den Pressebericht HIER).

Wer an diesem Tag verhindert ist, findet viele einfach ohne fachchinesisch beschriebene Infos unter www.fussgesundheit.info im Internet.

Das Jahr 2007 ist zum Jahr des gesunden Kinderfußes auserkoren,- bis zum 31.12.2007 gibt es in 24217 eine Gangbilderkundung, Fußdiagnose und Tipps zum Schuhkauf für Kinder und Jugendliche völlig kostenlos und unverbindlich- ein Termin und nähere Infos bekommt man unter Tel. 04344- 412 351

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Herr

Weniger Erwerbslose

Der Bundestrend wirkt sich auch in Kiel aus, wie sollte es anders sein: Nach Informationen der Kieler Nachrichten ist die Zahl der Erwerblosen in dieser unserer unfreien Nichthansestadt heuer (wie die Bayern sagen) zum erstenmal seit 2002 unter 23.000 gesunken.
Das muß gefeiert werden.
Am besten in Restaurants und Kneipen. Denn das schafft wiederum Arbeitsplätze.

Steiskal führt die Massen

Steiskal, der Bäcker mit der dümmsten Werbung, hat sich etwas überlegt:
Heute zum Beispiel geschah es frühmorgens, daß interessierte Zivilisten an einer Führung durch den Betrieb teilnehmen durften.
Man hat schließlich nichts zu verbergen, oder?
Aber der Geschmack spricht schließlich doch gar zu deutlich gegen Steiskal.

Gefahrenzulage für Busfahrer

Ich frage mich, ob eine Gefahrenzulage für Busfahrer sinnvoll wäre. Oder eine Ekelzulage.
Neulich fuhr ich mit der 100 in Richtung Laboe. Es war schon nach 20.00 Uhr, also mußte man seinen Fahrschein der Fahrerin präsentieren.
In Gaarden aber humpelte ein junger Mann an Krücken durch die mittlere Tür und meinte offenbar entweder, die Busfahrerin habe ihn übersehen oder werde wegen seiner Krücken ein Auge zudrücken (denn die machen es einem ja nicht gerade leichter, seine Karte herauszukramen).
Aber dem war nicht so. Sie zitierte ihn zu sich, und er zückte sogleich sein Portemonnaie, um ihr zwei Euro hinzulegen.
Darauf sie: „Aha, also eine versuchte Schwarzfahrt.“
Offenbar wollte sie es dabei bewenden lassen, ihn aber auch nicht mitfahren lassen.
Daraufhin spie er sie an und verließ den Bus.
Herrschaften, daß man es hier aber auch mit so primitiven Menschen zu tun hat!
Es ist ja schlimm genug, so etwas mit ansehen zu müssen – um wieviel schlimmer aber muß es sein, derlei selbst, und offenbar wiederholt, erleiden zu müssen.
Die Fahrerin jedenfalls reagierte derart geschäftsmäßig darauf, daß daraus zu schließen ist, daß sie es desöfteren mit solchen Schätzchen zu tun hat.
Also, wie gesagt, das ist irgendeine Zulage vonnöten.

KVG reagiert wieder nicht auf besondere Umstände

Das kann doch wohl nicht wahr sein!
Am Samstag um viertel nach eins fuhr ich mit einem Bus der KVG von Heikendorf nach Kiel.
Der Bus war schon ab der Haltestelle Rathaus Heikendorf bis zum Bersten gefüllt, weil die KVG es mal wieder – wahrscheinlich mutwillig – unterlassen hatten, Sonderbusse einzusetzen. Daß an jenem Tage die große Partymeile in Kiel angesagt war, kann der Leitung der KVG wohl kaum entgangen sein.
An den nächsten Haltestellen stieg natürlich kaum jemand aus. Aber eine Menge Leute wollten zusteigen, was wohl nicht verwundern kann.
Die meisten davon mußte der arme Busfahrer einfach stehen lassen.
In dem Moment aber ging es wohl den Abgewiesenen besser als jenen, die im Bus standen: So eine Fahrt kann schon zur Tortur werden. Der Fahrer bremste nämlich ebenso abrupt, wie er anfuhr. Und dann beklagte er sich auch noch, daß er an jeder Haltestelle stoppen müsse, weil immer irgendein Scherzkeks auf den Knopf drücke.
Daran, daß die Leute nicht vorsätzlich drückten, sondern irrtümlich bei dem Versuche, bei des Fahrers rüttelnder Fahrweise nicht den Halt zu verlieren, dachte der Mann offenbar nicht.
Aber vielleicht muß man ihm immerhin zugutehalten, daß so ein Bus nur noch schwer regierbar ist, wenn man ihn so überlädt – daher also möglicherweise sein Geruckel.
Na, es war jedenfalls alles sehr unerquicklich – für mich jedenfalls. Andere schienen sich dort im Bus pudelwohl zu fühlen, und das ist ja auch nicht eben verwunderlich. Schließlich gab das den meisten Fahrgästen einen Vorgeschmack auf das Gedrängel bei der von ihnen ersehnten Veranstaltung.

Die Inkonsequenz der Gelehrtenschule

Das „Turbo-Abitur“ soll in Schleswig-Holstiein ab dem Schuljahr 2008/2009 von den meisten Gymnasien angeboten werden: also ein Abitur nach 12, nicht wie bisher nach 13 Schuljahren.
Bislang gibt es das im Raum Kiel nur in zwei Schulen. Und ausgerechnet die Gelehrtenschule ist eine davon.
Es ist kaum zu fassen.
Ausgerechnet eine Schule, die Wert auf humanistische Bildung legt, fertigt die Schüler nun im Schnelldurchgang ab.
Es ist eben nicht mehr selbständiges Denken gefragt, sondern Funktionstüchtigkieit.

Mechthild Menne-Schönheit stellte aus

Mechthild Menne-Schönheit stellte im Februar ihre Werke im IHK-Gebäude aus.
Zugegeben, das ist schon ein wenig her, und dennoch muß darauf hingewiesen werden.
Ihr habt noch nie von Mechthild Menne-Schönheit gehört?
Nun, auch ich kenne keines ihrer Werke und werde diese auch in Zukunft meiden.
Es geht mit ja nur um den Namen:
Mechthild Menne-Schönheit!
In der IHK-Postille ist ein Foto von ihr.
Da schaut sie recht kindlich-aggressiv in die Kamera.
Bei dem Namen kein Wunder.

Carl-Peters-Straße soll umbennannt werden

Der Ortsbeirat Neumühlen-Dietrichsdorf/Oppendorf machte jüngst von seinem Vorschlagsrecht Gebrauch: Man schlug vor, die Carl-Peters-Straße in Nelson-Mandela-Straße umzubenennen. Darüber zu befinden hat natürlich die Stadtvertretung.
Der Vorschlag wurde übrigens nicht einstimmig gemacht.
Dieter Bartelsen von der CDU: „Es gibt genug Deutsche, zumal Nelson Mandela nicht ganz unumstritten ist.“
Daß Mandela nach Ansicht Brodersens nicht unumstritten ist, ist ein Grund dafür, daß es genug Deutsche gibt? Der Mann weiß nicht , was er sagt (wenn ihn die Kieler Nachrichten korrekt zitieren).
Mich jedenfalls würde es freuen, wenn der Vorschlag des Ortsbeirats angenommen würde.

Kaum Nebelkrähen in Kiel

Die Kieler Nachrichten berichten in ihrer Ausgabe vom 23. März von einem erheblichen Anstieg der Zahl der Rabenvögel in Kiel. In manchen Bereichen, so die KN, seien Krähen gar zur Plage geworden.
Nun, das dürfte die Ausnahme sein. Und bevor man wieder, wie es der betreffende Artikel tut, radikale Maßnahmen nahelegt, sollte man diese liebenswürdigen, verspielten und intelligenten Wesen mal genauer betrachten. Und man wird zu dem Ergebnis kommen, daß diesen Vögeln mit großem Respekt zu begegnen ist.
Die KN berichten im übrigen so:

„Vor allem die Anzahl der Raben-und Nebelkrähen ist stark angestiegen.“

Das ist nun wirklich grober Unfug. Rabenkrähe und Nebelkrähe sind Unterarten der Aaskrähe. Die Nebelkrähe hat ihre Heimat wesentlich weiter im Osten – nach Kiel wird sich kaum mal eine verirren. In Kiel und Umgebung präsent dagegen sind folgende Rabenvögel: Rabenkrähe, Saatkrähe, Dohle, Elster.
Wobei Rabenkrähe und Saatkrähe wesentlich häufiger anzutreffen sind als die anderen beiden Arten.

Die korrekten Informationen findet man eben hier im Kiel-Blog.

Mehr Verkehrsunfälle in Kiel

Die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle hat sich in Kiel im Jahre 2006 gegenüber dem Vorjahr nicht unerheblich erhöht.
5027 waren es 2005, 5092 2006. Das ist eine Erhöhung um weit über 10 Promille.
Das ist besorgniserregend, zumal niemand einen Grund dafür nennen kann. Hier tut Ursachenforschung not. Und es ist nicht hilfreich, den Anstieg – wie an anderer Stelle geschehen – als belanglos abzutun.

Freenet in Kiel

Es ist tatsächlich in trockenen Tüchern:
Freenet mietet sämtliche Büroflächen des schönen Schmidbaus am Germaniahafen. Was aber wäre geschehen, wenn es nicht so gekommen wäre?
Hätte dann der größte Teil des Gebäudes lange Zeit leergestanden?
Aber das nur am Rande.
Freenet verspricht, dort nicht weniger als 1400 Arbeitsplätze einzurichten. Im Laufe noch dieses Jahres.
Na, das freut einen dann doch mächtig.

Reden lernen im Toastmasters Club

Rhetorikkurse kommen ja immer wieder gut an. Heute kommt es ab 19.00 Uhr in der Beselerallee 38 zu einer Veranstaltung des Toastmasters Clubs Kiel mit dem Titel „Reden lernen und Spaß dabei haben“.
Die meisten Menschen können es ja wirklich nicht. Es fehlt ihnen nicht nur an Souveränität, sondern auch an den artikulatorischen Fähigkeiten, um die Aufmerksamkeit anderer Menschen über einen längeren Zeitraum an sich zu binden.
Daher ist so eine Veranstaltung eine Sache für fast alle.

Stegner und das Wurftaubenschießen

Ralf Stegner hat derzeit Sorgen:
Ein Mensch namens Frey kündigte bereits vor Monaten an, gegen ihn für das Amt des Landesvorsitzenden der SPD zu kandidieren. Dann zog dieser Frey zwar seine Kandidatur zurück – aus gesundheitlichen Gründen, wie es hieß. Nun aber hat er einen Rückzieher vom Rückzieher gemacht: Er kandidiert doch, und Stegner, der ja nebenbei oder vielmehr hauptberuflich Landesinnenminister ist, hat es mit einem großen Unbekannten zu tun.
Dieser wird ihm zwar das Amt des Landesvorsitzenden nicht streitig machen können, aber Stegners Sieg könnte wegen dieses Querulanten weniger glänzend ausfallen.
Nun aber ist Stegner noch etwas anderes an die Backe geklebt worden:
Neulich hatte er in seiner Eigenschaft Abgeordneter eine Sprechstunde in Bordesholm (also innerhalb seines Wahlkreises).
Da kamen auf einmal – und das ist für Politiker immer lästig – Vertreter einer Bürgerinitiative auf ihn zu und servierten ihm 400 Unterschriften.
Diese Büregerinitiative nennt sich „Naturpark ohne Schußlärm“, und ihre Aktion hat das Ende der im Naturpark Warder betrieben Wurftaubenschießens zum Ziel.
Es geht ihnen offenbar nicht nur um den störenden Lärm, sondern auch um die abfallenden Paronenhülsen, die ja aufgrund der Materialien, aus denen sie bestehen, eine erhebliche Umweltgefährdung darstellen.
Stegners Reaktion:
Natürlich zeigte er übervolles Verständnis.
Sodann schüttelte er die Angelegenheit ab: Hier sei der Kreis gefordert. Mit anderen Worten: nicht mein Bier.
Das ist vielleicht nicht gar so geschickt vor der Wahl des SPD-Landesvorsitzenden. Gerade in dieser Zeit werden seine Schritte genau beaobachtet, und man registriert und speichert, wieviel resp. wie wenig Initiative er zeigt.
Aber vielleicht will er es bei der Wahl ja nicht auf ein Traumergebnis bringen, sondern es reichen ihm 70 %.
Na dann …

Aus KVG-Chef Wölfel wird ein wesentlich kleineres Licht

Bislang war Bernd Wölfel alleiniger Geschäftsführer der KVG. Nun wird ihm mit Hans-Peter Sienknecht ein weiterer Geschäftsführer zur Seite gestellt.
Und das ist noch nicht deutlich genug.
Nun also Tacheles:
Die KVG, die immer noch mehrheitlich von der Stadt Kiel gehalten wird, hat Wölfel praktisch entmachtet. Sienknecht hat nunmehr in fast allen Bereichen das Sagen.
Wölfel bleibt nur der Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Das tote Baby im Tiefkühlfach

Heute berichten die Kieler Nachrichten von Schrecklichem, das in unserer Stadt geschah:

„Grausiger Fund in einer Wohnung: Die Staatsanwaltschaft Kiel und die Kriminalpolizei ermitteln gegen eine 30-jährige Frau, die verdächtigt wird, ihr neugeborenes Kind getötet zu haben. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hatte die Polizei Anfang vergangener Woche die Wohnung der Frau in der Paul-Fuß-Staße in der Nähe Belvedere durchsucht und den Säugling nach Informationen unserer Zeitung eingefroren in der Tiefkühltruhe gefunden.“

Die Polizei fand demnach den Leichnam, nachdem sie von den KN informiert worden war.
Woher wußten die KN denn davon?
Sehr mysteriös.

Aber nein, so war das natürlich nicht gemeint. Die Redakteure wissen halt nicht, was sie schreiben.

Der beste Busfahrer Kiels

Es war von ihm hier schon die Rede:

http://kiel-blog.de/25.02.2007/spricht-die-kvg-die-sprache-der-jugend/

Gestern ist er erneut angenehm aufgefallen:
Er chauffierte uns vom Hauptbahnhof in Richtung Laboe, und zwar um 22.20 Uhr.
(Das ist doch jetzt eine klare Ansage, da ist ja ohne weiteres erschließbar, wer gemeint ist.)
Der Bus war übervoll, so daß die Leute in den Gängen stehen mußten. Warum, weiß ich nicht. Das ist sonst um diese Zeit nicht so.
Der Fahrer aber behielt die Ruhe: Er öffnete auch die mittlere Tür und rief:
„Die Barzahler und diejenigen, die ne Karte haben, steigen bitte vorn ein, die Schwarzfahrer hinten. So hat alles seine Ordnung.“
Solche Ornungsliebe liebe ich.
Hinter Dietrichsdorf war die Situation dann schon nicht mehr dramatisch, und jeder hatte einen Platz.
Als der Fahrer dann auf einen per Stop-Taste geäußerten Haltewunsch hin an der Haltestelle Kitzeberg hielt, kam von hinten der Ruf:
„Tut mir leid, ich hab falsch gedrückt.“
Und der Fahrer rief zurück:
„Nee, falsch nicht, nur zu früh!“
Eine korrekte und feine Unterscheidung. Schlagfertig und schlau isser. Mit dem fährt man halt immer gern.

KVG-Busse nix für große Leute

Zugegeben, ich gehöre nicht zu den Kleinsten im Lande. Und wir Großen haben es nicht nur schwer, wenn es gilt, Kleidung zu kaufen, sondern auch in den Bussen der KVG.
Es gibt einige Plätze, wo es so eng ist, daß man als 2-m-Mensch die Beine so weit spreizen muß, daß man allein einen Doppelplatz einnimmt.
Und wenn man in einem Gliederbus mit dem Gesicht entgegen der Fahrtrichtung sitzt, und zwar direkt an der Drehscheibe, dann kann man sein blaues Wunder erleben:
In der Kurve schlägt einem das Geländer der Drehscheibe schmerzhaft gegen die Kniescheibe, wenn man nicht aufpaßt.
Also: Für große Menschen können Fahrten mit der KVG gefährlich sein, weil die KVG an allen Ecken und Enden spart.

Henning & Co. haut in den Sack

Der Alte Markt sollte normalerweise ein gutes Pflaster sein für den Einzelhandel. Aber Schließungen sind dort leider nicht die Ausnahme.
Jetzt trifft es auch Henning & Co.
„Wir schließen!“
wird da annonciert.
Und weiter heißt es:
„Alles muß raus
-50 % und mehr“

Da fragt man sich doch langsam, ob der Alte Markt vielleicht überschätzt ist und infolgedessen die Mietpreise so hoch sind, daß die Einzelhändler keinen Gewinn erwirtschaften können.
Vielleicht hat man bei der Gestaltung der Mietprese immer noch nicht darauf reagiert, dß sich die Gewichte seit der Einweihung des Sophienhofes verschoben haben. Dieser Sophienhof bietet den meisten Menschen fast alles und ist wohl für viele auch günstiger gelegen. Und was dann noch fehlt, das erwirbt man eben in der Holstenstraße.
Daraus folgt: Mit alltäglichem Angebot hat der Alte Markt schlechte Chancen. Er muß sich zu einem Ort entwickeln, der das Image des Besonderen hat. Gerade so, wie es der Verbund der „Holtenauer“ vorexerziert hat. Die Idee, daß sich die Einzelhändler einer Straße, die ja nicht in Konkurrenz zueinander stehen, gemeinsam präsentieren, war erfolgreich.
Daran kann sich der Alte Markt ein Beispiel nehmen.

Peter Paul Glukowski – ein Busfahrer von Gottes Gnaden

Die Kielius-Busse, die stündlich zwischen Kiel und Hamburg verkehren, werden vor allem von Leuten genutzt, die eine Flugreise vor oder hinter sich haben.
Die Busse halten zwischendurch nur in Neumünster und fahren ansonsten nichts als Autobahn. Man ist also schnell unterwegs – wenn alles gut geht, ist man in 80 Minuten von Kiel nach Hamburg gelangt.
In diesen Bussen hat man nicht nur alle Bequemlichkeiten (inklusive dort ausliegender Zeitschriften – und der Kieler Nachrichten, wenn man so früh fährt, daß noch welche übrig sind: Offenbar betrachten die Verantwortlichen der Kieler Nachrichten die Gäste der Kielius-Busse als Multiplikatoren: Menschen, die viel rumkommen und die Postille daher gegebenenfalls weiterempfehlen. Vor allem aber haben sie sich wohl gedacht, daß die Fluktuation in diesen Bussen besonders hoch ist: weil dass ja eine Flughafen-Linie ist, geht man davon aus, daß immer wieder andere diese Busse nutzen und nicht immer wieder dieselben Gestalten, die aufgrund dieses Service das Abo sparen, das sie sonst abschließen würden. Aber genau solche Menschen gibt es dort natürlich auch, und nicht zu knapp:Pendler eben).
Man hat also, wie gesagt, nicht nur alle Bequemlichkeiten, sondern dort sind auch besonnene Fahrer.
Die sind wirklich im Durchschnitt wesentlich besser als die Leute von der KVG, die ja manchmal fahren, wie besengte Säue laufen, und zwar auch dann, wenn Menschen im Bus stehen müssen.
Nein, diese Kielius-Fahrer haben die Ruhe weg, und wenn sie auf der Überholspur sind und in 300 Metern Entfernung einen LKW sehen, den sie auch noch überholen könnten, dann weichen sie trotzdem nach rechts aus, wenn hinter ihnen PKW sind.
So soll es sein.
Hier und heute wollen wir uns mal einen dieser Busfahrer näher ansehen.
Schätzungsweise an die 55 Jahre alt ist er. Recht klein, was er, wie viele kleine Männer, durch Muskelaufbau zu kompensieren sucht.
Den annähernd kugelförmigen Kopf ziert ein grauer Haarkranz im Stoppelschnitt.
Seine Knopfäuglein blinken stets lustig, wenn er die Gäste beim Kassieren mit erdigem niederdeutschem Akzent begrüßt.
Seine eigentliche Show beginnt, kurz nachdem er losgefahren ist. Andere Fahrer machen ihre Mikrophon-Durchsage kurz. Etwa:
„Bitte schalten Sie Ihre Handys aus, und schnallen Sie sich an.“
Anders dieser Fahrer:
Erst begrüßt er die Fahrgäste recht freundlich, als habe man sich zu einem Liederabend versammelt, und dann sagt er:
„Mein Name ist Peter Paul Glukowski, und ich bin Ihr Busfahrer, der Sie heute nach Neumünster und weiter nach Hamburg fährt.“
Seinen Namen spricht er so cool und getragen, daß da kein James Bond mithalten kann.
Nach dieser Einleitung weist er auf alles mögliche hin, unter anderem darauf, was im Notfall zu tun sei. Und er beendet seine Ansprache mit den Worten:
„Dann wünsche ich uns allen eine angenehme Überfahrt.“
Von einer Überfahrt kann eigentlich nur die Rede sein, wenn man sich auf See befindet.
Daher wollte ich an dieser Stelle schon mal nach Torfrock erwidern:
Paß auf, Glukowski, wenn ich Dich antick,
dann kippst Du in n Atlantik.
Aber ich ließ und lasse es doch lieber.
Diejenigen, die regelmäßig diese Linie frequentieren, reagieren amüsiert bis enerviert auf die Glukowski-Show.
Ich muß sagen, daß ich sie immer wieder gern höre, zumal er dabei immer nach einem Bürgermeister klingt, der ein neues Tierheim oder was auch immer einweiht, teils aber auch wie ein Vater, der liebevoll über seine Kinder wacht. Und dann hat sein Ton auch noch deutlich eine erotische Komponente, wobei im Hintergrund die Phantsie mitzuschwingen scheint, daß wir ihm alle ausgeliefert sind.
Wenn in Neumünster ein weiterer Gasrt zusteigt, nutzt Glukowski das zur Wiederholung seiner Durchsage:
„Dann möchte ich mich auch dem neu zugestiegenen Fahrgast vorstellen: Mein Name ist Peter Paul Glukowski …“

Es ist wirklich immer wieder schön.

Eines der schönsten Häuser Kiels am Sophienblatt

Es befindet sich auf der dem Bahnhof gegenüberliegenden Seite des Sophienblatts. Nicht auf Höhe des Bahnhofes, sondern zwischen Bahnhof und Hummelwiese.
Dieses Gebäude sieht aus, als habe es mindestens hundert Jahre hinter sich. Sehr verwinkelt, dass Ganze, mit auffälligen Dachformen. Dieses haus wirkt aufgrund der Farbe seiner Ziegel so, als leide es unter Hepathitis.
Man hat den Eindruck, als würde es in diesem Haus spuken.
Aber es wird offenbar immer noch als Wohnhaus genutzt.

Immer wieder eine respektgebietende, grausig-schöne Erscheinung, wenn man daran vorüberfährt.

Auf dem Lande gehen die Uhren anders

In Kiel ist man, wenn unsere Stadt auch keine Weltstadt ist, auf der Höhe der Zeit.
Man sollte sich allerdings klarmachen, daß man in ein tiefes Loch fällt, wenn man sich aus Kiel herausbegibt.
Dort auf dem Lande gehen die Uhren anders, und so war in Heikendorf tatsächlich am 4.Februar offizieller Neujahrsempfang im Rathaus.
Ohne Zweifel ein passender Einstand für den neuen Bürgermeister Peters.

Spricht die KVG die Sprache der Jugend?

In einer aktuellen Anzeige der KVG ist ein junger Mann zu sehen, der so gestylt ist, wie es Jugendliche in den 80er Jahren waren: vollgesülztes (das heißt gegeltes) Kurzhaar, verspielt geformte Kotletten und dergleichen.
Und was läßt die Anzeige ihn sagen?

„Ich fahre mit der KVG, weil ich im KVG-Partybus so richtig abfeiern kann.“

Was so ein KVG-Partybus ist, wird dort nicht erklärt. Entscheidend ist, daß man den Typen nicht nur 80erjahregemäß gestylt hat, sondern daß man ihm auch noch eine 80erjahresgemäße Ausdrucksweise in den Mund gelegt hat.
Und das nach einem Slogan-Schema, das wohl sogar noch aus den 70ern stammt.
„Ich fahre mit der KVG, weil …“ hat man sich offenbar abgeschaut bei „Ich trinke Jägermeister, weil … (mein Chef schwul ist und Jagd auf mich macht oder was auch immer … ach nein, Homosexualität wurde damals noch nicht so selbstverständlich thematisiert wie heute).
Wenn schon die Werbestrategen, die die KVG engagiert hat, nicht imstande sind, die Jugendlichen adäquat anzusprechen, dann werden die Busfahrer wohl erst recht damit überfordert sein, oder? Nehmen wir hier mal ein Pröbchen:
Eines Abends – es war schon nach 20.00 Uhr, man mußte seinen Fahrschein also beim Busfahrer zeigen, weil um die Zeit keine Kontrolleure mehr unterwegs sind – eines Abends also stieg ein männlicher Jugendlicher vor mir in den Bus und zeigte dem Fahrer seine Karte. Es war keine Sechserpack-Karte, sondern eine offenbar gerade vorher erworbene zeitgebundene, die für die Weiterfahrt noch gültig war. Der Jugendliche fragte:
„Muß ich die jetzt noch abstempeln?“
Dumme Frage, dachte ich: Der Busfahrer hat sie ja nun gersehen, ein Kontrolleur kommt um diese Zeit ohnehin nicht mehr, und später ist sie ungültig.
Und wie reagierte der Fahrer?:
Er strich sich leicht genervt mit der Hand über den Kopf und sagte:
„Das kannst Du halten wie n Dachdecker.“
Sehr schlagfertig war er und groß in Form.
Für jeden hatte er ein, na ja, nicht nettes, aber passendes Wort übrig.
Als ein Kind einstieg – es wird wohl doch schon nach 23.00 Uhr gewesen sein -, erzählte dieses Mädchen erstmal irgend etwas, das ich nicht mitbekam. Der Fahrer aber unterbrach sie so:
„Du sollst mir hier nicht Deine Lebensgeschichte erzählen – Du willst also ne Kinderkarte, ja?“
Das Mädchen aber antwortete dahingehend, daß sie sich mit Ihren Worten eingangs dafür habe rechtfetigen wollen, daß sie um diese Zeit noch draußen war.
Und wieder der Fahrer:
„Das mußt du mit deinen Eltern abmachen. Ich bin ja zum Glück nicht dein Vater.“

Guter Mann.
Er sprach zwar nicht die Sprache der Jugend, aber eben eine, die jeder versteht.
Vielleicht also sollte die KVG mal den einen oder anderen ihrer Fahrer konsultieren, wenn es um Werbung geht.
Statt viel Geld an Werbestrategen auszugeben, mit deren Arbeitsergebnissen man sich lächerlich macht.

Diebstahlsicherung im Lebensmittelgeschäft am Bahnhof

Das Lebensmittelgeschäft am Bahnhof (am Ausgang Richtung ZOB) ist offenbar wesentliche Anlaufstelle für Menschen, die auf Beschaffungskriminalität angewiesen sind. Da mußte man nun offenbar Maßnahmen ergreifen.
Nicht nur, daß das Sicherheitspersonal des Bahnhofs da öfter mal vorbeischaut, nein, auch technische Maßnahmen wurden ergriffen.
Gestern kaufte ich dort eine 0,5-Literflasche Wodka. Über den Verschluß war eine Haube zur elektronischen Überwachung, so jedenfalls stand es auf der Haube, gestülpt, die der Kassierer mittels eines Spezialschlüssels entfernen mußte.
Was für ein Aufwand!
Und das nur, weil die Flasche so klein ist, daß sie in jeden Ärmel paßt. Das Ding sah mir übrigens nicht danach aus, als würde es einen Alarm auslösen. Vielleicht ist es eine Attrappe, eine Art Vogelscheuche.
Klingt das jetzt wie eine Einladung zum Diebstahl?
Ist es durchaus nicht.
Denn erstens sind Kiel-Blog-Leser ehrliche Menschen, und zweitens habe ich ja die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß das Ding doch einen Alarm auslöst.

Praxis für Logopädie am Schöneberger Strand

Anneliese Peters heißt die Logopädin (Promenade 25).
Bemerkenswert an ihrem Angebot ist, daß es viel reichhaltiger ist, als man es von einem Logopäden oder einer Logopädin erwartet:
Behandlung von Sprach- und Sprechstörungen sind noch keine Überraschung, und auch, daß auch an der Stimme selbst gearbeitet wird, ist noch nichts besonderes.
Aber: Auch gegen Schluckstörungen kann dort Abhilfe geschaffen werden. Ebenso gegen Hör- und Hörverarbeitungsstörungen sowie gar Störungen der Schriftsprache.
Also, Herrschaften,die Dame ist sehr vielseitig.

Sculptura in Laboe

In Laboe gibt es ein Unternehmen, daß sich Sculptura nennt und Kosmetik und Massage anbietet.
Allerdings wird Kosmetik dort Cosmetic genannt.
Das wirkt edler.
Dieses Unternehmen bietet eine Anti-Aging-Behandlung an.
Jetzt wollt Ihr sicher alle wissen, warum mich das an den Film „I hired a contract killer“ von A. Kaurismäki erinnert.
Folgendermaßen:
In diesem Film geht es um dass, was der Titel verspricht:
Die Hauptperson ist unglücklich und bezahlt einen Killer, der sie, die Hauptperson, töten soll. Killerseits wird übrigens gefragt:
„Warum erledigen Sie den Job nicht selbst und sparen das Geld?“
So.
Aging bedeutet altern. Und das einzige Mittel gegen das Altern ist eben das, daß die Hauptperson in diesem Film anwandte (bzw. am Ende eben doch nicht).
Gegen aging hilft nur dying.
Gegen Altern hilft nur Sterben.
Sonst nix.
Damit das mal klar ist.

Schönkirchener Jugendliche am Babysimulator

Was es nicht alles gibt!
In Schönkirchen geschah, wovon das Anzeigenblatt Probsteier wie folgt berichtet:

„Kurze Nächte, Windeln wechseln und Babygeschrei – das haben die zehn Schüler der Gustav-Heinemann-Schule in Schönkirchen an drei Tagen erlebt.“
„Die“ zehn Schüler?
Da sollte es nicht mehr geben?
Na ja, zitieren wir erstmal weiter:

„Die JUngen und Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren nahmen an dem Projekt `Eltern auf Probe` der Arbeiterwohlfahrt teil. Paarweise erhielten sie ihr eigenes Baby: eine Puppe, die den realistischen Alltag mit einem Baby simuliert.“
(Gemeint ist offenbar: die den Alltag mit einem Baby realistisch simuliert.)

So ein Babysimulator scheint eine interessante Sache zu sein.
Schon in einem Song des genialen Chuck Berry aus den Fünfzigern kommt es zu folgendem:
Der Weihnachtsmann fragt ein Mädchen, was sie sich wünsche. Das aber antwortet, es wünsche sich eine Puppe, die weinen, trinken, schreien und sich einnässen könne.
Also nicht ganz neu, diese Idee.
Aber immerhin ist so etwas für die Jugendlichen eine ambivalente Erfahrung: Einerseits freuen sie sich über das Kind und die gemeinschaftliche Aufgabe, andererseits aber lernen sie die Mühe und die Kosten kennen.
Und sie lernen vor allem, verantwortlich zu handeln.
Da fehlt dann nur noch eines, nämlich eine grundsätzliche Erwägung, die exklusiv hier im Kiel-Blog nachgetragen wird:
Man kann ja offensichtlich ein Kind nicht vorher fragen, ob es geboren werden will.
Die meisten Menschen sind zwar der Auffassung, daß das Leben dem Nichtleben vorzuziehen sei.
Aber solche Ausagen sind natürlich nicht zu berücksichtigen. Denn wir Menschen sind ja befangen. Im Leben befangen.
Hat das jetzt den einen oder anderen nachdenklich gemacht?

Gesa Stocker macht Hausbesuche

Und wenn daran etwas anrüchig ist, werte Leser, dann sind es Eure Füße.
Was? So kann man doch keinen Artikel beginnen!
Also nochmal von vorn:
In Stein gibt es eine Fußpflege-Praxis, und zwar in der Strandstraße 18.
Die betreffende Fußpflegerin, Gesa Stocker, macht auch Hausbesuche.
So.
Was daran aber wirklich bemerkenswert ist, das ist die Werbung, mit der sie auf sich aufmerksam macht:
Dort sieht man ein Huhn, das große Augen macht, weil ihm die Hühneraugen eines menschlichen Fußes entgegenblicken.
Das ist doch hübsch.
Aber wenn Hühneraugen so schelmisch gucken können wie hier – die am menschlichen Fuß meine ich – wäre es dann nicht Sünde, sie zu entfernen?
Die Fußpflegerin sollte ihre potentielle Kundschaft nicht dazu bringen, ihre Übel liebzugewinnen.

Ab April sinken die Gaspreise

Die Kieler Stadtweke ließen verlauten, daß ab April die Gaspreise gesenkt werden.
Das ist ja wirklich ein Hammer!
Wer hätte damit gerechnet, daß sowas in naher Zukunft geschehen könnte.
Grund für die Preissenkung ist die Reduzierung der Ölpreise. Und weiter Preissenkungen in fernerer Zukunft sind noch nicht einmal ausgeschlossen.
Und da verlangt Ihr Lohnerhöhungen, Kieler?
(War nur ein Scherz, hättet Ihr natürlich verdient.)