Kategorie-Archiv: Freizeit und Events

Endlich: Die Hurricanes dürfen zeigen, was sie können

Immer wieder hat der Kieler Football-Bundesliga-Aufsteiger in den letzten Monaten mit sensationellen Neuverpflichtungen auf sich aufmerksam gemacht.
Um so gespannter is man jetzt, wie sich die Mannschaft am kommenden Samstag ab 17.30 Uhr in ihrem Spiel gegen Weinheim präsentieren werden.
Alles andere als ein deutlicher Sieg wäre übrgens eine große Enttäuschung.

Was macht Mario Barth in der Ostseehalle?

Mario Barth ist der Fips Asmussen unserer Zeit.
Gegen diese Aussage werden vermutlich gleich zwei Einwände laut:

1. Fips Asmussen – der lebt doch noch, oder?
Ja, ich fürchte, so ist es. Aber er spielt ja massenmedial keine Rolle mehr.

2. Das was hier so schmeichlerisch klingt – Asmussen unserer Zeit – ist doch eigentlich gar kein Kompliment, sondern ein fürchterlicher Verriß.
So ist es.
Mario Barth ist das Letze. Aber wirklich. Das kann doch nicht ernsthaft bestritten werden.
Dennoch ist nicht auszuschließen, daß er die Ostseehalle heute füllen wird, wenn er dort um 20.00 Uhr auftritt.
Womit mal wieder bewiesen ist, daß es in dieser unserer Stadt nicht nur Leuchten gibt.

Was aber nun uns Leuchten betrifft:
Wir würden uns lieber zum hundertstenmal eine Folge von Monty Python´s Flying Circus ansehen, als auch nur einmal Mario Barth (allein schon der Name hat so´n Bart) live zu sehen.
Is doch wahr, Herrschaften.

Seit dem Wochenende auf Hof Akkerboom: SchulArt

Eine Ausstellung, die sich SchulArt nennt, ist seit dem vergangenen Wochenende auf Hof Akkerboom zu sehen.
Die Ausstellung besteht, wie der Name nahelegt, ausschließlich aus Arbeiten von Schülern.
Es handelt sich um Werke aus dem Thor-Heyerdal-Gymnasium in Mettenhof, daß es ja leider immer noch gibt.
(Leider deshalb, weil das dreigliedrige Schulsystem von Übel ist. Aber man nahm es in Deutschland noch nicht einmal recht ernst, als man deswegen von UN-Seite gerügt wurde. Dabei ergeht eine solche Rüge doch wirklich nur in besonders schweren Fällen.)
Der Hof Akkerboom ist der geeignete Ort für so etwas.
Und ich muß gestehen, daß ich mir lieber derlei ansehe als den prätentösen Quark auf der Documenta.

Lüge und Zensur

Ein Professor Kunczik referiert heute in der Hermann Ehlers Akademie, Gurlittstraße 3. Das Thema formuliert er so: „Notwendigkeit von Lüge und Zensur: Das Problem der Kriegsberichterstattung“

Daß jemand, der an der Hermann Ehlers Akademie referiert, Lügen in der Kriegsberichterstattung zu rechtfertigen versucht, wundert mich nicht.
Lügen sind eben meist notwendig, um einen Krieg zu beginnen. Das gilt für den Krieg in Jugoslawien, vor dem deutsche Medien einen Völkermord an den Kosovo-Albanern erdichteten, und das gilt natürlich auch für den Jugoslawienkrieg.
Für einen integren Journalisten aber gibt es keine grundsätzliche Notwendigkeit zu lügen.

Kriegsberichterstattung dürfte übrigens mit einer Reihe spezifischer Probleme verbunden sein. Auch insofern ist der Titel also Unfug.

Wo die Fußballer noch hin wollen, da sind die Kieler Kegler schon

Natürlich hätte Kiel gern einen Fußball-Bundesligisten, aber davon ist man ja im Moment weit entfernt. Die Kegler dagegen sind schon da. Genauer: Die der SG ETV/Phönix Kiel. Dieses Team gehört sogar zum besten, ws die Bundesliga zu bieten hat.
Aber Kegeln ist doch kein Zuschauersport, werden jetzt viele einwenden.
Na gut, mag sein, ich will ja nur mal darauf hingewiesen haben.

Filip Jicha der Richtige

Der Dreijahresvertrag von Filip Jicha mit dem THW ist unter Dach und Fach.
Gültig ist er freilich erst ab der übernächsten Saison. Die Lemgoer wissen noch nicht, ob sie es sich personell leisten können, ihn zur nächsten Saison schon rauszurücken.
Besser wäre es, uns zwar aus zwei Gründes:
1. weil der tschechische Auswahlspieler eine sehr gute Ergänzung des Kieler Rückraums wäre und
2. weil es doch sonst wirklich für den Spieler eine miese Situation ist: die ganze Saison über die Mannschaft als Gegner sehen zu müssen, zu der er eigentlich schon gehört.
Also, hoffen wir, daß es baldestmöglich klappt mit dem guten Mann, der ja – soviel sollte klar sein – einen wesentlichen Beitrag dazu leisten soll und kann, daß der THW mittelfristig die unumstrittenene Nummer 1 in Europa wird.

Referat über Weg in die Kulturgesellschaft

Im Innenhof der Legienstraße 35 kommt es heute um 20.00 Uhr zu einem Referat im Rahmen der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Referenten heißen Goehler, Fromm und Schön, und das Thema lautet:
„Wo bitte geht´s zur Kulturgesellschaft?“

Hier wird also möglicherweise auf den behaupteten Gegensatz von Kultur und Zivilisation rekurriert. Allerdings wunderlich, gerade in unserer Zeit eine solche Frage zu stellen. Einer Zeit eben, in der sich der Humanismusmus und damit die Kultur in general, in der Defensive befindet.
Denn, Schön und Fromm, Sie können doch nicht leugnen, daß der Antihumanismus immer noch marschiet: Bush, Berlusconi und Westewelle im Gleichschritt.
Verstehen wir uns?
Das wäre schön.
Noch schöner wäre an dieser Stelle ein produktives Mißverständnis.

Im Cafe Medusa wird über Finanzen referiert

Und zwar referiert dort heute ab 20.00 Uhr eine Barbara El-Hawari über unser Finanz-System – Alternativen und Ergänzungen“.
So, unser Finanzsystem ist also unvollständig. Da werden noch die meisten zustimmen. Aber es ist auch nicht das beste aller möglichen, legt die Dame nahe. Daher die Verwendung des Wortes „Alternativen“. „Das kann ja nur heißen, daß sie eine andere Republik wollen“, hätte Helmut Kohl zur Zeit seiner Kanzlerschaft gesagt. Na, ganz so schlimm wird es nicht werden.
Und es ist immer hilfreich, wenn sich Menschen grundsätzliche Gedanken machen, statt in dem System, an das man sie gewöhnt hat, befangen zu bleiben.
Aber eines muß doch kritisch angemerkt werden: Warum sollten wir uns für Ergänzungen zum bestehenden Systm interessieren, wenn es darum geht, das bestehende Sytem durch ein anderes zu ersetzen?
Die Veranstaltung findet in der Medusastraße 16 statt.

100 Jahre sind genug

Das Theater Kiel besteht in diesem Jahr hundert Jahre lang, und die Verantwortlichen meinen, das sei ein Grund zum Feiern.
Daher werden sie zur Eröffnung der kommenden Saison den Fidelio geben.
Das Kiel-Blog ist entschieden der Auffasung, daß es keinen Grund zum Feiern gibt. Das Theater, die Oper, das Ballett: Das sind eben tote Künste. Aber immer und immer wieder werden uns die ekligen Leichname als quicklebendig präsentiert. Es ist zum Knochen kotzen.

Hochbrückenlauf wieder ein Erfolg

Nicht weniger als 1400 Menschen nahmen am Wochenende am Hochbrückenlauf teil. Es war nunmehr der 20. Er hat sich also in Kiel zu eíner Institution entwickelt. Manche waren aus Spaß an der Freud dabei, andere natürlich aus sportlichem, ja leistungssportlichem Ehrgeiz. Und die glücklichen Gewinner heißen Torben Detlefsen und Anke Tiedemann.

Baltic Hurricanes Deutscher Meister

So kann es kommen (was die Mannschaft betrifft). So aber ist es schon bei den Cheerleadern. Die sind tatsächlich am vergangenen Wochenende Deutscher Meister geworden. Es war in Riesa, und die Cheerleader-Teams wurden so bewertet, wie es eben im Eiskunstlauf, in der Rhythmischen Sportgymnastik und im Turnen üblich ist.
Und da haben die Kieler eben den besten Eindruck gemacht.
Das sollte uns freuen, und wir sollten uns nicht einreden lassen, daß das Cheerleader-Wesen sexistisch sei.

Chanson-Abend im Schauspielhaus

Französische Chansons waren auch hierzulande in den 60er und 70er Jahren recht populär. Das waren eben noch politischere Zeiten, und in den Chansons ging es ja meist recht plitisch zur Sache.
In den letzten Jahrzehnten ist diese Vortragskunst hier fast in Vergessenheit geraten. Um so besser, daß das Schauspielhaus heute um 20.00 Uhr einen Chanson-Abend auf die Beine stellt. Im Mittelpunkt steht das Werk eines der berühmtesten Chansoniers: Georges Brassens.
Es ist unwahrscheinlich, daß es uninteressant wird.

THW mit Niederlage, die einem Sieg gleichkommt

Im Handball, wo die Auswärtmannschaft den Atem der Zuschauer im Nacken spürt, ist der Heimvorteil besonders wichtig. Daher kommt die gestrige Niederlage des THW einem Sieg gleich: 28:30 bei Portland San Antonio, einer der besten Mannschaften der Welt (zu denen zählt natürlich auch der THW).
Da kann man sich natürlich fragen, wie hoch ein Heimsieg sein muß, damit die Chancen im Rückspiel ausgeglichen sind. Nun ja, die Erfahrung zeigt, daß es nach einem Heimsieg mit 5 Toren Differenz vor dem Rückspiel 50:50 steht.
Gute Chancen eben für den THW, der aber weit davon entfernt ist, auf der sicheren Seite zu sein.

Andere Sachen im Ratskeller

Der Ratskeller ist ein gepflegtes Restaurant mit erfreulichem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Menschen des Wortes sind die Betreiber aber offenbar nicht:
Auf einer der Karten, die dort am Eingang aushängt, heißt es unter anderem:
„Holsteiner Spezialitäten und andere Sachen“.
Ist das nicht niedlich?
Na, für den Fall, daß ein Verantwortlicher der Ratskellers dies liest, hier ein Verbesserungsvorschlag:
Holsteiner Spezialitäten und anderes.

Gar nicht so schwierig, oder?

Im CITTI Park gibt es prämiertes Eis – und die Kieler Nachrichten verschlafen es

Kieler Nachrichten vom 20. März, Seite 19:

„Regelmäßig geraten die Kunden bei Giovanni L im CITTI Park vor der Theke mit der bunten Landschaft hübsch dekorierter Eisberge ins Staunen. Doch dass sie nach der Qual der Wahl aus täglich 30 Sorten frisch zubereitetem Speiseeis Weltmeisterliches wegschlecken, wissen nur die Wenigsten.“

Tja, woran könnte das wohl liegen?

„Denn Anfang des Jahres hat der Eiskonditor Giovanni Lasagna, von dessen Geheimrezepten die Eiskreationen stammen, im italienischen Rimini den Titel „Beste Eisherstellung weltweit 2007″ gewonnen. Damit ließ er 234 Teilnehmer aus 50 Nationen hinter sich.“

Das war also Anfang des Jahres. Genauer wollen es uns die Kieler Nachrichten nicht sagen. Es wäre dann doch gar zu peinlich, daß der fällige große Artikel erst Wochen oder Monate später erscheint.

Holstein haut Asmussen in n Sack

Dirk Asmussen steht für eine Erfolgsgeschichte der KSV Holstein:

Er war es, der die Regionalligamannschaft der A-Jugenüd aus den Tälern des Regionalfußballs in die Bundesliga führte und dort etablierte. Damit schuf er die Basis für einen möglichen Aufstieg der ersten Männermannschaft in die zweite Liga.
Und wie wird ihm das nun gedankt?
Sang- und klanglos wurde er gestern vom Präsidium der KSV entlassen.
Weil sich die A-Jugend Holsteins derzeit auf einem Abstiegsplatz befindet.
Haben denn diese Nadelstreifen-Typen noch nicht gehört, daß es in einer Saison immer gute und schlechte Phasen gibt?
Ein wenig mehr Geduld wäre hier am Platze gewesen. Zumal man ja praktisch keine Alternative präsentieren konnte: Michael Bauer, der doch mit dem Jugendleistungszentrum schon ausgelastet sein sollte, übernimmt nun also daneben auch noch die A-Jugend.
Die Chancen auf den Klassenerhalt kann man mit solch einer Aktion gewiß nicht verbessern.

Ärger im Studio-Kino

Immer wieder. Dieses Kino sollte man meiden, wenn der Film, den man sehen will, auch im Cinemaxx läuft. Eine der drei Leinwände ist erheblich zu klein, in einem anderen Saal ist die Sound-Anlage nicht so gut, wie sie sein sollte.
Mit dem größten Saal ist alles in Ordnung, dachte ich bisher. Vielleicht ist das auch so, aber jedenfalls waren im Film Letters from Iwo Jima, den ich dort sah, Bild und Ton nicht synchron. Tja, das kann natürlich auch an der Kopie liegen, aber dann sollte man sich eben beim Verleih beschweren, den Film nicht zeigen und den Verleih den anzunehmenden Ausfall zahlen lassen, wenn er nicht mit einer Ersatz-KOpie rüberrückt. Nach meinem Rechtsempfinden jedenfalls müßte es so laufen.
Was nun aber die Sache mit der Soundanlage betrifft:
Da könnte man sich ohne weiteres eine neue leisten, wenn man nicht dauernd Energie verpfeffern würde. Bei meinem letzten Besuch z. B. hatte man die Temperatur in der Toilette auf Sauna-Temperatur gebracht (ohne Übertreibung)!
Also, Herrschaften, da liegt einiges im Argen.

Sportsbar in der Schloßstraße

Neulich war ich zum erstenmal in der Sportsbar in der Schloßstraße.
Recht gemütlich ist es dort, und die Bedienenden sind nett.
Und die Bar macht ihrem Namen Ehre: Bildschirme sind da überall, so daß man von jedem Platz aus was sehen kann. In diesem Fall war es das Spiel der Bayern gegen Real Madrid. Wer aber lieber alle Spiele des Tages in Konferenz sehen wollte, der hatte auch dazu Gelegenheit – natürlich ohne Ton, denn das wäre ja sonst ein furchtbares Durcheinander für die Ohren gewesen. Nein, auf die Ohren gabs nur den guten Fritz von Thurn und Taxis, der vom Bayern-Spiel berichtete.
Es war voll in der Bar, und die Leute gingen richtig mit.
Sie jubelten über den Erfolg der Bayern. Das ist doch bemerkenswert.
Es ist also wohl eher ein Vorurteil, daß man hier im Norden Deutschlands die Bayern so haßt, daß man ihnen auch international alles Schlechte wünscht.

So, nun noch zu den Speisen und Getränken dort:
Ein reiches Angebot an Burgern gibt es dort, mit einer fast ebenso breiten Palette von Beilagen. Es schmeckt, und das Preis-Leistungsverhälltnis ist richtig gut.
Auch das Angebot an Bieren und Cocktails kann sich sehen lassen.
Also, schaut mal vorbei, Leute, es liegt ja praktisch noch im Stadtzentrum. Und wenn Ihr Glück habt, dann bedient Euch Susi.

Holstein und die Zweite – kurios

Nun ist Holstein immer noch in Abstiegsnot, und wir werfen mal einen Blck in die Oberliga. Dort finden wir die Zweite von Holstein – und es ist durchaus ungewöhnlich, daß ein Regionalligist eine zweite Mannschaft in der Oberliga hat. Das ist echt luxuriös.
So, und diese Zweite ist auch noch eine überdurchschnittliche Oberligamannschaft. Also, wenn wir nur geringfügig übertreiben, dann kommt dabei heraus, daß die Zweite auf- und die Erste absteigt. Man wechselt einfach die Plätze.
Na gut, so schlimm wird es nicht kommen, aber es ist schon kurios, daß Holstein trotz einer so guten Zweiten im Hintergrund nicht recht auf die Füße kommt.
In der nächsten Saison sollte dann vom Abstieg aber nicht mehr die Rede sein, sondern vom Aufstieg in die Zweite Liga – damit die Zweite von Holstein endlich in die Regionalliga aufsteigen kann.

Altenholz im Mittelfeld

Der TSV befindet sich derzeit im Mittelfeld der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga. Punktemäßig etwas im Plus, toremäßig ein wenig im Minus. Das ist nach über 20 Spieltagen natürlich eine Situation mit sehr geringem Streß-Potential. Aber was die Zuschauerresonanz betrifft, könnte es nichts Ärgerlicheres geben. Der Aufstieg ist eben in dieser Saison nicht mehr drin, mit dem Abstieg hat man natürlich ohnehin nichts zu tun.
Und das schlägt sich in den Zuschauerzahlen nieder, die in Altenholz ja ohnehin zu wünschen übrig lassen.
Dennoch, Altenholzer, und nicht nur Ihr, geht öfter zu diesem Traditionsverein, auf daß er in ein oder zwei Spielzeiten wieder in der Bundesliga spielt. Als DIE Alternative zum THW.

Aus Hamburg nach Kiel: John van Look

American Football ist in Kiel ohnehin schon etabliert. Nun aber, da die Hurricanes in die erste Liga aufgestiegen sind, greifen sie nach den Sternen. Es wird mächtig investiert, und man rechnet offenbar damit, daß sich das nicht nur in sportlichen Erfolgen ausdrücken wird (von Abstieg soll und kann natürlich in dieser Saison keine Rede sein).
Nein, man baut auch darauf, daß die Zuschauerzahlen weiter steigen, ja, der Personalpolitik nach zu urteilen, sich mindestens verdoppeln.
Jüngste Neuerwerbung ist Linebacker John van Look, der bislang für die Hamburger Blue Devils tätig war.
31 Jahre, bullig und so erfahren, daß er manchem in der Kieler Mannschaft so einiges wird zeigen können.
Mittlerweile ist kaum mehr abschätzbar, was diese Mannschaft in der kommenden Saison zu leisten imstande sein wird.

Comet sicherer Sieger

Es war nicht gerade eine der schwächsten Mannschaften der Liga, die neulich bei Comet zu Gast war.: Überdies hatte der TSB Flensburg seine Auswärtsstärke mehrfach unter Beweis gestellt. Dennoch gewann Comet souverän mit 3:1.
Die Manschaftsteile griffen bestens ineinander in diesem Spiel, daß vielleicht das beste Heimspiel der bisherigen Saison war („vielleicht“ sage ich, weil ich zwei verpaßt habe).
Das macht Hoffnung. Comet – zweifellos eine Mannschaft mit Perspektive.

Disco-Fox Workshop in Heikendorf

Es ist schon einige Zeit her, da löste der Heikendorfer SV sang- und klanglos seine Leichtathletik-Abteilung auf. Da war ich dann doch erstmal perplex. Denn Leichtathletik ist eine Institution.
Die Leichtathletik bildet gar das Zentrum der Olymoischen Spiele. Aber man muß sich eben in dieser Sportart schinden, um Erfolg zu haben, gleich in welcher Disziplin. Und die Ausübunbg macht nicht soviel Spaß wie die einer Ballsportart. Daher gilt: Ja saturierter ein Volk ist, desto weniger Interesse hat es an der Ausübung der Leichtathletik.
Statt dieser Sportart nun aber, die man an sich für eine Selbstverständlichkeit hielt, sind andere Sportarten erfolgreich, von denen man es nicht erwarten würde:
Der Heikendorfer SV hat eine Tanzsportabteilung.
Das an sich ist noch nicht bemerkenswert. Tanzsportabteilungen haben schließlich auch andere Vereine, und, wie ich annehme, alle mit chronischem Männermangel.
Was aber an dieser Tanzsportabteilung bemerkenswert ist, das wird man am 25. März ab 10.30 Uhr in der Gymnastikhalle des Sportheims begutachten können.
Es setzt dort einen Disco-Fox Workshop.
Ich stelle mir dazu vor, daß ein älterer Mensch, der auf dem laufenden bleiben will, in einem Englisch-Deutsch-Wörterbuch nachschaut, was das wohl bedeuten könnte, und was ist das Resultat seiner Bemühungen?
Scheibenfuchsarbeitsladen.
Tja, ganz trifft es das nicht, aber es ist schon eine außerordentlich kühne stilistische Verbindung, die die Tanzsportabteilung in diesem Fall eingeht. Manchmal findet man die Avantgarde eben nicht in den Metropolen, sondern auf dem platten Lnde, wenn auch in diesem Fall in unmittelbarer Nachbarschaft einer Großstadt.

Holsteins Niederlage in Dortmund kein Beinbruch

Und schon gar kein Halsbruch.
Holstein hat zwar bei den Talenten von Borussia mit 0:2 verloren und dabei nicht gut ausgesehen.
Aber daß gewisse Medien das nun zum Anlaß nehmen, wieder von Abstieg zu reden, ist durchaus verfehlt. Die Mannschaft hat ein so großes Potential, daß sie mit dem Abstieg nicht zu tun haben wird.
Es sei denn, sie ließe sich vom Geschwätz gewisser Journalisten aus der Bahn werfen.

Kiel-Marathon mit guter Beteiligung

Schwedenkai, Hindenburgufer und Umgebung waren am Samstag für den Kiel-Marathon reserviert.
Der Teilnehmerzuspruch war gut, der Zuschauerzuspruch immer noch akzeptabel, aber es ist doch Etikettenschwindel, wenn nun einige behaupten, 1800 Menschen hätten am Marathon-Lauf teilgenommen. Denn viele liefen ja von vornherein nur Halb- oder Viertelmarathon.
Viertelmarathon: Das sind ja man gerade gut 10 km. Also, das würde vielleicht selbst ich noch hinbekommen, wenn man mir mehr als eine Stunde Zeit dafür gäbe.
Na gut, mehr als anderthalb.

Warum ließ sich der THW in Ungarn bezwingen?

Das Champions-League-Hinspiel des THW in Vezprem wurde bekanntlich mit 36:39 verloren.
Und nun ergibt sich eine komische Situation:
Die Fans HOFFEN nicht auf einen Heimsieg mit höherer Differenz und damit ein Weiterkommen des THW, sondern sie sind fest davon überzeugt, daß es so kommen wird.
Eben weil sie die eigene Mannschaft wesentlich höher einschätzen als die Ungarn.
Wenn das aber so ist, warum hat der THW dann das Hinspiel überhaupt verloren?
Man wird den Gegner ja wohl nicht unterschätzt haben. Der ist schließlich bekannt in Europa. Sollte man sich seitens des THW im Hinspiel vielleicht nicht die allergrößte Mühe gegeben haben?
Um das Rückspiel ein wenig zu würzen?