In Kiel wird Institut für „Littoral Warfare“ gegründet

Genauer gesagt: in der Wik.
Der genaue Zeitpunkt scheint noch nicht festzustehen.
Aber ansonsten scheint die Sache klar zu sein.
Sonst hätte Vizeadmiral Lutz Feldt das gestern nicht bei einem festlichen Spachteln im Kieler Kaufmann, für dessen Kosten die IHK gerade stand, feierlich verkündet.
Übrigns: Zahlen die Kleinunternehmer, die ja auch in der IHK organisiert sind, derlei Schlemmereien mit ihren Mitgliedsbeiträgen?
Darüber sollte die IHK-Spitze sich mal äußern.
Was ist nun aber „Littoral Warfare“?
So bezeichnet wird der „Einsatz“ (fieser Euphemismus) der Marine in küstennahen Gewässern.
Das Institut, das dazu beitragen soll, dieses Kriegssegment zu perfektionieren, erhält 35 Dienstposten der Bundesmarine.
Außerdem ist ein reger Austausch vorgesehen. Auch Tötungsexperten anderer NATO-Staaten sollen dort wirken, was der Etat, der enorm sein dürfte, hergibt.
Deutschland wird eben demnächst nicht mehr nur in ganz Europa sowie am Hindukusch verteidigt, sondern auch in allen küstennahen Regionen der Erde.
Nun ist zwar die alte Friedensbewegung schon dadurch, daß ihre Partei, die Grünen, bei erster Gelegenheit zum Kriegstreiber-Bund mutierte, hinreichend diskreditiert, aber daraus folgt keineswegs, daß man sich nicht mehr gegen geistig-moralisch-materielle Aufrüstung organisieren und über das, was einst doch gar nicht unzutreffend „militärisch-industrieller Komplex“ hieß, aufklären kann.
Was spricht dagegen, Demonstrationen gegen die Gründung dieses Institutes zu organisieren?
Studenten, wo seid Ihr?
Mittlerweile nur noch mit der eigenen Karriere beschäftigt?
Kaum andere Gadanken mehr als den an die Alterssicherung?
Zeigt Euch mal wieder auf den Straßen, nicht nur, wenn es um Studiengebühren geht, und macht die Wik zu einem heißen Pflaster.
Apropos Pflaster: Pflastersteine werft Ihr aber bitte nicht, denn wer in seiner Jugend Pflastersteine nach Polizistenköpfen wirft, obwohl eine Revolution noch nicht einmal in Sicht ist, wer also randaliert und seinen widerwärtigen Hooliganism als verantwortungsvolles Rebellentum ausgibt, der wird später zum Herrn kollateraler Leichenberge, der mit erfundenen Meldungen über Konzentrationslager in einem Lande einen Krieg zu rechtfertigen versucht und sich mit den Worten „Ich habe zwar NIE WIEDER KRIEG gesagt, aber ich habe auch NIE WIEDER AUSCHWITZ gesagt.“ als tragischer Held inszeniert.
Und wie eben dieser Joseph „Joschka“ Fischer will doch hoffentlich keiner von Euch werden.