SHAKIN in der Pumpe

Das steigt am Samstag, dem 29. April.
Und es verbirgt sich dahinter eine „schwul-lesbische Disco“.
Oder nein, sie verbirgt sich nicht, man hat ja schließlich nicht zu verbergen, gell?
Nun gibt es aber einen Unterschied zwischen einem Bekenntnis zur Homosexualität und einem Zurschaustellen von Homosexualität.
Mag sein, daß dieser Unterschied nicht jedem klar ist, und so tritt ersteres oft in Verbindung mit Letzterem auf.
Heterosexuelle aber, die ihre Heterosexualität zur Schau stellen, wirken und sind obszön.
Warum sollte das bei Homosexuellen anders sein?
Indem manche Homosexuelle also ihre Sexualität aggressiv präsentieren, lassen sie Homosexualität an sich in der gemeinen Bevölkerung (deren Stärke das Differenzieren ja auch nicht ist) als Obszönität erscheinen.
So erweist man der Sache einen Bärendienst.
Darüber mal nachgedacht?
Nein?
Dann aber jetzt!
Einfach nochmal genau lesen und dann in Wut entbrennen oder auch nicht. Aber das soll nun natürlich alles keine Kritik an dieser Veranstaltung sein, nicht wahr.
Aber warum nennt sich das Ganze „schwul-lesbische Disco“, obwohl doch „lesbisch-schwule Disco“ schon rhythmisch eindeutig schöner wäre?
Und obwohl doch bekanntlich doppelt soviele Frauen wie Männer homosexuell sind?
Jawohl, Damen und Herren, denn 10% aller Frauen sind lesbisch, aber nur 5% der Männer sind schwul.
So ist das.
Hat sich denn in homosexuellen Kreisen ein fast patriarchalisch anmutender Sexismus durchgesetzt?
Und warum veranstaltet man sowas für weibliche und männliche Homosexuelle?
Wo die doch recht wenig miteinander zu besprechen haben, wenn´s um Sex geht, und worum sollte es denn da sonst gehen?
Na gut, wahrscheinlich ist es gerade schön, mit ungefähr gleichaltrigen Menschen zusammen sein zu können, ohne daß der eine den anderen jemals als möglichen Sexualpartner oder Konkurrent betrachten muß.
Das haben Homosexuelle Heterosexuellen voraus:
Beziehungen ohne jeden erotischen Hintergrund.
So habt Ihr das noch gar nicht gesehen, gell?
Aber vielleicht ist doch das Schönste an der Veranstaltung, an der ich als verdammte Hete natürlich nicht teilnehmen kann, daß sie eben eine der Pumpe ist, also der Kommune, die ja ihrerseits von der stocksteifen, omapuppenhaften, reaktionären CDU-Bürgermeisterin Angelika Volquartz repräsentiert wird. Ist damit die Volquartz nicht die Schirmherrin einer jeden ja sowas von gottungewollten sexuellen Beziehung, ob kurz, ob lang, die aus der Veranstaltung resultieren wird (und das dürften ja wohl nicht wenige sein)?
(Was wohl Maledikt Ratzinger dazu sagt?)
Aber andererseits auch nicht verwunderlich, denn hatte sich die Volquartz nicht auch schon für die gesellschaftliche Akzeptanz der Prostitution starkgemacht?
Ja doch, so ist es.
Denn wer erinnert sich nicht an die Plakate, auf denen stand?:
„Angelika Volquartz freut sich auf die Baltic Whores Show.“
Wie, da hieß es nicht „whores“ (Huren), sondern horse?
Das geht zu weit.