Archiv für den Monat: September 2007

Der Himmel stürzt ein

So heißt der Film, der am 29.9. um 17.30 Uhr im Kommunalen Kino zu sehen sein wird.
Es ist ein norwegischer Film, der als Tragikomödie über Freaks angekündigt wird.
Aber sind skandinavische Filme nicht fast immer tragikomische Filme über Freaks – heiter-ernst-besinnliche Filme über komische Käuze?
Oder kommt uns das nur so vor, weil eben nur solche Filme aus Skandinavien in Deutschland einen Verleih finden?
So wie man aus Frankreich ja immer nur die Dialogfilme importiert und das vielleicht wirklich Interassente links liegen läßt.
Zeigen sich in der Verleih-Politik Vorurteile gegenüber anderen Völkern?
Müssen die Skandinavier immer nordisch-schwermütig sein, diese ihre Schwermut aber leichtnehmen, weil das Klima es nach Ansicht der Deutschen so will?

„Das sind so Fragen.“

Robert Gernhardt in einem anderen Zusammenhang.
Der Film mag ja dennoch nicht ganz übel sein, aber wer Death Proof noch nicht gesehen hat und nur 5 € übrig hat, der entscheide sich bitte für Tarantino.

Schmetterlingsmosh

Die Schaubude präsentiert am 29.9. ab 22.00 Uhr
„Schmetterlingsmosh“.
Tja, wer kennt das nicht?
Ich zum Beispiel.
Zugegeben, das Wort ist wunderschön. Mein liebstes deutsch-englisches Kompositum.
Aber was soll es bedeuten.
Leider gibt auch die Site der Schaubude nicht Auskunft darüber.
So, hab gerda (von wegen „gerda“ – „gerade“ mein ich!) mal per Mail nachgefragt und werde Euch vom Ergebnis in Kenntnis setzen. Das könntet Ihr zwar auch selbst tun, aber so habt Ihr es bequemer.

Peter Paul Klukowski – der Busfahrer unseres Vertrauens

Die Rede war hier bereits von einem Busfahrer der Autokraft, der im Kielius für Unterhaltung sorgt:

http://kiel-blog.de/27.02.2007/peter-paul-glukowski-ein-busfahrer-von-gottes-gnaden/

Nun hat er den Artikel offenbar gelesen.
Und das Ergebnis:
Seine Ansage hat sich ein wenig verändert. Er sagt jetzt nicht mehr „Glukowski“, sondern „KLUkowski“.
Die erste Silbe hebt er offenbar hervor, um noch klarer zu machen, daß der erste Laut kein g, sondern ein k ist.
Nun ja, wenn es dadurch auch nicht klarer wird: Klar macht es Peter Paul uns dadurch, daß er das k nicht mehr norddeutsch aufweicht, was schließlich zu dem Mißverständnis unsererseits führte, sondern richtig knallen läßt.
Tja, liebe Leute, das Kiel-Blog zeigt Wirkung.

Elbtonal Percussion

Am 27.9. um 20.00 Uhr ist im Kulturforum wieder Jazz-Zeit.
Vier Männer sind es, die die Band Elbtonal Percussion bilden, und dem Namen entsprechend sind sie ausgestattet. Das Quartett arbeitete bereits für ein Album mit dem renommierten Vibraphonisten Christopher Dell zusammen.

Kramer selbstkritisch?

In der Ausgabe der Kieler Nachrichten vom 19. September überschreibt Klaus Kramer (wenn er es denn selbst war, der die Überschrift wählte) einen Kommentar mit den Worten

„Schlechter Witz“.

Derart vernichtende Kritik an seinem eigenen Kommentar wäre löblich, aber leider hat Kramer das wieder völlig anders gemeint:

„Der Gesetzentwurf der Justizministerin ist ein schlechter Wirtz. Es soll nicht etwa derjenige bestraft werden, der sich zum Terroristen ausbilden lässt, der im Umgang mit Waffen und Sprengstoff geschult wird, der gedrillt wird, wahllos Menschen zu töten. Bestraft werden soll nur, wer nachweislich mit terroristischen Absichten nach Hause kommt.“

Oder ist es vielmehr ein schlechter Witz, daß Kramer von den Obliegenheiten des Rechtsstaates offenkundig kaum eíne Ahnung hat?

Auch Ralf Abratis soll in diesem Blog nicht unerwähnt bleiben

Der ist nämlich am 20. September in den Kieler Nachrichten mit einem Kommentar vertreten.
Wir zitieren:

„Das hätte man dem United-Internet-Team Germany vor wenigen Wochen wahrlich nicht zugetraut, denn die erste deutsche America´s-Cup-Kampagne war das elegische Pseudonym für Pleiten, Pech und Pannen.“

Und wo er schon gerade davon spricht, kann er es natürlich nicht untrlassen, einen eigenen Doppelschnitzer zu präsentieren: Nicht „Pseudonym“, sondern „Synonym“ meint er, und selbst das könnte unter keinen Umständen elegisch sein. Weiter im Text:

„Doch die Teamführung zog aus dem lange Zeit blassen Auftritt ihre Lehren, überraschte seit dem frühen Ausscheiden beim vergangenen Cup durchweg mit positiven Nachrichten.
Jetzt hob sie das deutsche Segel-Engagement auf ein ganz anderes Niveau. Mit der Verpflichtung von Jochen Schümann als Teamchef, Audi als zweitem Hauptsponsor und Porsche als Technologiepartner scheint der neuen Kampagne alles möglich, was der vorigen verwehrt blieb: Es könnte sich zu einer Sportangelegenheit von nationalem Interesse mausern.“

In der Mauser heißt die Kampagne also „das“ Kampagne. Danach hört sie auf das zauberhafte Wortgefüge „Sportangelegenheit“.

Doch, dieser Abratis erreicht durchaus Kramer-Niveau.

Muschelwoche ab Freitag

Ab dem kommenden Freitag ist wieder Muschelwoche am Bootshafen.
Es wird eine verlängerte Woche sein, denn das übernächste Wochenende gehört auch dazu. An den Wochenenden sowie am Mittwoch stehen die Angebote bereits ab 12 zur Verfügung, an den anderen Tagen ab 17.00 Uhr.
Allerdings spräche auch nichts dagegen, sich auch mal am um Mitternacht ein paar Muscheln zu genehmigen und dazu ein passendes Bier (Stout oder Porter) zu schlürfen.
Aber leider ist 23.00 Uhr an jedem Tage Ende der Veranstaltung.
Na ja, in Kiel gibt es meines Wissens auch sonst kein Restaurant, das durchgehend oder zumindest bis nach Mitternacht geöffnet ist.
Habe ich jetzt eine Marktlücke entdeckt?
Oder irre ich mich vielleicht sogar?
Eben sicherheitshalber ne Google-Suche gemacht. Es scheint da wirklich nichts zu geben.

Sicherheit auf der Gablenzbrücke

Nun sieht man also immer deutlicher, wie die neue Gablenzbrücke neben der alten Gesalt annimmt, und zwar genau die Gestalt der alten.
Inzwischen ist das Gefühl der Mulmigkeit bei mir geschwunden, wenn ich über die Brücke fahre.
Hat es sich bei anderen vielleicht noch verstärkt, als sie von dem fatalen Brückeneinsturz in den USA hörten?
Na ja, wenn man sich an der Gablenzbrücke so umguckt, dann scheint doch dort jede Menge sicherheitstechnische Kompetenz präsent.
Und das schafft Vertrauen.

Telefonzellen in Elmschenhagen

Ein guter alter Titanic-Witz läßt sich läßt sich bestens auf Elmschenhagenerinnen anwenden:

Warum gibt es in Elmschenhagen so viele Telefonzellen?
Weil die Elmschenhagenerinnen von Handys …
Ach nee, so geht der:
Eine Elmschenhagenerin steht in einer besonderen Telefonzelle und spricht folgendes in die Sprechmuschel:

Hartmut?
Hartmut, kannst Du mich verstehen?
Ich rufe aus einer Behindertenzelle an.

Gefällt?
Jedenfalls wird die Reihe von Elmschenhagenerinnen-Witzen gnadenlos fortgesetzt.

Klaus Kramer reitet wieder

Und wir hier im Kiel-Blog schauen zu, wie er vom Pferd fällt. Das ist immer wieder komisch, zumal wir ja wissen, daß er ein Steh-auf-Männchen ist.
Was also schreibt Kamer in seinem Kommentar der Kieler Nachrichten von heute:

„Angela Merkel unternimmt einen neuen Vorstoß für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat.“

Unternimmt einen Stoß für einen Sitz. Denn selbst kann der Sitz ja nicht stoßen, nicht wahr? Weiter im Text:

„Sie könnte damit mehr Erfolg haben als ihr Vorgänger. Denn erstens hat sich unter ihrer Führung das deutsch-amerikanische Verhältnis deutlich verbessert und zweitens tritt sie in der Sache diplomatischer auf als Gerhard Schröder.“

Vor „und zweitens“ müßte ein Komma stehen, da dort ein Hauptsatz beginnt.
Und was ein Auftreten in der Sache im Unterschied etwa zu einem Auftreten in der Form sein soll, das weiß Kramer selbst nicht.
Fast zu schweigen davon, daß ein Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat durchaus nicht wünschenwert ist.
Deutschlands ist als Aggressor beider Weltkriege und mehrfacher Massenmörder das weltgrößte Sicherheitsrisiko.

Siebter Kieler Sprachenmarkt

Der findet zur Zeit immer noch am Holstentörn statt, wenn er nicht schon beendet ist.
Jedenfalls ist diese Veranstaltung heute, und nur heute.
Daß menschliche Beziehungen im Kapitalismus Warencharakter erhalten, behaupten die Marxisten. Geht das so weit, daß es einen „Sprachenmarkt“ geben muß?
Na ja, interessant wäre es schon zu erfahren, wie viele four-letter-words man für ein dreigliedriges deutsches Kompositum erhält.
Aber darüber gibt dieser „Markt“ leider keinen Aufschluß.
Er heißt nämlich, Ihr ahnt es schon, zu Unrecht so.
Worum also geht es wirklich?
Man wird halt einfach von native speakers und anderen Experten geballt über fremde Sprachen informiert.
Auch Esperanto und Gebärdensprache werden präsentiert, und man bietet sogar „Schnupperkurse“ an.
Na denn man tau.

Wenn ich Marion hänsel …

… Verzeihung: Hänsel in diesem Blog erwähne, dann weil ihr Film „Als der Wind den Sand berührte“ zum Beispiel am Mittwoch um 20.30 Uhr im Kommunalen Kino zu sehen sein wird.
Ums Verdursten gehts, und gegen dieses Thema ist nichts einzuwenden. Wohl aber gegen den Titel, zumal Sentimentalitäten dem Thema wohl kaum gemäß sind.
Wer sich daran nicht stört, kann ja mal vorbeisehen.

Sartre in der Hansastraße

Inder Hansastraße 48 wird am 26.9. um 20.00 Uhr ein Stück von Sartre gegeben.
„Eine respektvolle Dirne“ heißt es.
Vielleicht haben wir es hier aber mit einem Übersetzungsfehler zu tun. Dirnen hält man gemeinhin nicht für respektabel. Daher ist vermutlich eben das gemeint: respektabel. Es soll ein Kontrast hergestellt werden.
„Respektvoll“ dagegen hieße, daß sie vor anderen Menschen Respekt hat – und daran ist ja nun wirklich nichts besonderes.
Also gut, ich habe das Stück nicht gelesen und werde es auch nicht sehen. Wenn also mal einer der Kiel-Blog-Leser und Hansastraßenbesucher einen erhellenden Kommentar einstellen würde, wäre ich ihm verbunden.

Gleich der zweite Elmschenhagenerinnen-Witz

Hier ist er:

Warum braucht man drei Elmschenhagenerinnen, um eine Glühbirne einzudrehen?
Weil sie so unheimlich blöd sind.

Wie, das wäre nun aber gar nicht komisch, ja geradezu primitiv?
Dann muß ich diesen Witz über weibliche Bewohner des Stadtteils Elmschenhagen eben analysieren:
Frage-und-Antwort-Witze wie zum Beispiel die meisten Blondinenwitze vermitteln in mehr oder weniger verhüllter Form, daß die zentrale Figur des Witzes dumm sei.
Das ist fast nie komisch.
In diesem Witz nun wird die Verhüllung weggelassen, und darin besteht der Witz. Der einfache Frage-und Antwort-Witz steht in diesem Meta-Witz nackt da, dumm wie Gott ihn schuf, dümmer als das Objekt seines Spotts.

Das soll nun aber nicht heißen, daß Witze über Elmschenhagenerinnen nicht ihre Berechtigung hätten.
Natürlich wird die Reihe fortgesetzt.

Die große Welt der Filmmusik

So und damit wirklich intelligent betitelt ist die Veranstaltung, die Ihr am 26.9. um 20.00 Uhr im Schloss besuchen könnt.
Denn Filmmusik scheint tatsächlich immer, oder doch zumindest oft von größten Größen und weitesten Weiten zu sprechen. Denkt doch nur mal an den berühmtesten aller Soundtracks:
Once upon a time in the West („Spiel mir das Lied vom Tod“) von Ennio Morricone.
Aber es wird wohl auch Neues zu entdecken geben im Schloss.

Stadtbücherei auf ein Neues

Je näher man sich mit der Stadtbücherei beschäftigt, desto mehr Respekt vor den Verantwortlichen dieser Institution geht verloren.
Seit einiger Zeit habe ich mich darüber gewundert, daß die aktuelle Ausgabe der Monatszeitschrift epd Film nie an ihrem Platz ist, wenn ich vor Ort bin. Eine OPAC-Recherche meinerseits ergab neulich, daß die aktuelle Ausgabe ausgeliehen war.
„Das kann doch wohl nich wah sein“, dachte ich und ging zum Informationsbibliothekar.
Der bestätigte tatsächlich, daß nunmehr auch aktuelle Ausgaben ausgeliehen würden.
Da kommen nun also die Leute in die Bibliothek in der Hoffnung auf interessante Lektüre und ahnen nicht, daß sie auch bei wiederholten Anläufen keine Chance haben, in den Genuß derselben zu kommen.
Und warum nun diese „Umstellung“, wie der Bibliothekar es nannte?
Darüber gab der Auskunftsmensch keine Auskunft.
Vielleicht hat mal irgend jemand untersucht, daß zuviel aus der Bücherei geklaut wird.
Da ist man dann auf den Trichter gekommen, daß das Entleihen aktueller Ausgaben von Wochen- und Monatszeitschriften die Zahl der Diebstähle in den grünen Bereich bringt. Denn es sind wohl vornehmlich die aktuellen Ausgaben von Zeitschriften, die gestohlen werden, und was nicht da, weil entliehen ist, kann eben nicht entwendet werden.
Tja, am Ende werden sie noch Tageszeitungen entleihen.

Ärger mit der Stadtbücherei

Neulich habe ich mich in der Stadtbücherei mit zwei Anliegen an einen Auskunftsbibliothekar gewandt.
Mein erstes Anliegen:
Man hat dort den Ulysses nicht in angemessener Form – für Nichtleser: Dieser Roman von James Joyce ist das berühmteste literarische Kunstwerk des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Vorhanden sind lediglich Übersetzungen und Hörbuchausgaben, Das Eigentliche aber, eine Printausgabe im Original, fehlt.
Der Bibliothekar wies mich sogleich auf die Möglichkeit hin, einen Wunschzettel auszufüllen.
Daran, daß dieses hochberühmte Werk in einer so großen Bücherei fehlt, fand er offenbar nicht Bemerkenswertes.
Also, Herrschaften, stellt Euch mal vor, ein Bibliothekar würde zu Euch sagen: „Goethes Faust suchen Sie? Mal gucken. Hm, da haben wir eine französische Übersetzung und eine Comic-Fassung, aber die Tragödie auf Deutsch haben wir leider nicht.“
Das wäre natürlich katastrophal – schlimmer als der eben beschriebene reale Fall wäre es aber nicht.
Nun zu meinem zweiten gegenüber dem Bibliothekar geäußerten Anliegen:
Wer über das Eintreffen vorbestellter Bücher informiert werden möchte, der wird auf althergebrachtem postalischen Wege informiert. Da wäre es doch wesentlich eleganter, wenn man die E-Mail-Adressen der Besucher registrierte und sie auf diesem Wege informierte.
Dazu meinte der Angesprochene, das sei in Arbeit.

In anderen Bibliotheken wird aber schon seit Jahren Mit Mail-Adressen gearbeitet.

Soviel erstmal.
Unsere Serie über Mängel in der Stadtbücherei wird natürlich gnadenlos fortgesetzt.
(Aber wo bleibt das Positive?
Na gut, es soll nicht verschwiegen werden, daß der betreffende Bibliothekar sehr sympathisch und hilfsbereit ist.)

Ulita Knaus im Kulturforum

Und zwar am 25.9. um 20.00 Uhr.
Dies ist nicht nur ein Hinweis, sondern eine dringende Empfehlung.
Denn Ulita Knaus ist eine der besten deutschen Jazz-Musikerinnen unserer Zeit.
Diese Gelegenheit sollte man also nicht verpassen.
Geht bitte nicht nach dem Äußeren!
Es ist die Musik, auf die es ankommt.

Oldtimertreffen im Holsteiner

„Warum sehen bloß alle Autos heute wie elektrische Rasierapparate aus!“

So lassen Robert Rodriguez und Frank Miller Micky Rourke auf den Punkt bringen, was ein großes Übel unserer Zeit ist.
Es gibt ja sogar schon Filme, die nur deshalb in den 70ern spielen, weil die Autos zu jener Zeit schöner waren.
Unter den gegenwärtigen widerwärtigen Umständen ist jede Oldieparade zu begrüßen, also auch die am 23.9. um 12.00 Uhr im Holsteiner.

Keine absolute Sicherheit vor Kramer

In den Kieler Nachrichten vom 13. September schreibt Klaus Kramer unter der Überschrift „Keine absolute Sicherheit“:

„Die gerade vereitelten Anschläge in Deutschland offenbaren eine neue Qualität des Terrorismus: Die Attentäter sind keine erirrten Einzelgänger wie die Kofferbomber, sondern ferngesteuerte, radikalisierte Glaubenskämpfer.“

Da die Anschläge, wie Sie schon sagen, Kramer, vereitelt wurden, konnten sie das nicht offenbaren. Sie meinen nicht Anschläge, Kramer, sondern Anschlagsvorbereitungen.
Weiter im Text:

„Als Konvertiten sind sie die idealen Rekruten der Terroristen: Sie kennen das Feindesland, können sich anpassen, und bleiben unerkannt. Das macht es für die Sichrerheitsbehörden besonders schwer, die Täter aufzuspüren. Da wäre ein lückenloses Konvertitenregister zweifellos eine große Hilfe.“

Und schon kann man sich den Rest denken.

Helge Schneider im Schloss

Am 22.9. um 20.00 Uhr gibt es hohen Besuch im Schloss.
Helge Schneider wird dort sein und musizieren.
Es gibt wohl immer noch Menschen, die glauben, daß Schneider ein Spinner oder gar ein Schwachkopf sei.
Denen sei gesagt, daß das zum Konzept des Meisters gehört.
Dieses Konzept ist verwandt mit dem des absurden Theaters. Das aber krankte daran, daß es immer noch ein sinnstiftendes Subjekt gab, das höchst Sinnvolles über Sinnleere zu sagen hatte – den Autor eben.
Schneider aber löst eben dieses Subjekt zum Schein auf, und das Ergebenis ist der oben referierte Fehlschluß seitens der Rezipienten.
Da dies, wie gesagt, Bestandteil von Schneiders Konzept ist, hätte ich es hier vielleicht nicht verraten sollen. Also sagt es nicht weiter – ich verlasse mich auf Euch.

Wo platt gesnackt wird, da finde Dich ruhig ein

Zum Beispiel am 22.9. um 18.00 Uhr im Theater Wilhelmplatz. Denn da wird „De plietsche Tüffelhannes“ gegeben.
Es ist doch wirklich traurig, daß viele junge Kieler das Niederdeutsche nicht recht verstehen, selbst wenn sie aus Kieler Familien stammen.
Aber, Leute, man hört sich da schnell rein.
Geht also einfach mal hin, hört, staunt und findet Gefallen an der Sprache.

Night Creatures in der Pumpe

Auch die gibt es ja immer noch und immer wieder:
Die Geschöpfe der Nacht, die Kindergothicrock von the Cure hören, sich schwarz kleiden und die Haare steif, spitz und hoch tragen.
Die werden am 22.9. ab 22.00 Uhr mit einem Cure-Special sowie der Arbeit von DJ Würfel bestens bedient.
Und nicht vergessen, immer schön trübsinnig sein und und daran glauben, daß der Weltuntergang nahe ist!

Gentleman´s Club im MAX

Und zwar am 22.9. ab 22.00 Uhr.
Das wird, wie ich annehme, nur men ansprechen, die besonders zu anderen men gentle sind, lasse mich aber gern eines besseren belehren, denn hier im Kiel-Blog findet man nicht nur Informationen, sondern hin und wieder auch Fragen.
Also, was hat es mit dieser Veranstaltung auf sich?
Die Site des MAX gibt darüber keinen Aufschluß.

Rock op Platt im Schloss

Das kommt am 21.9. auf Euch zu, und zwar um 20.00 Uhr.
Genau heißt es:

Rock op Platt – Episode twee

Das lehnt sich – Kinogeher werden es gemerkt haben – an die Titel der Star Wars-Filme.
Und Rock auf Niederdeutsch ist nun wirklich etwas, das man sich zu Gemüte führen kann. Ich erinnere an Achim Reichel und seine Rockfassungen von Shanties, die nichts Spekulatives hatten, sondern so wirkten, als seien diese Lieder schon immer so vorgetragen worden.
Daß Rock und Platt so gut zusammenpassen, hat seinen Ursprung natürlich darin, daß das Niederdeutsche und das Englische auf dieselbe Sprache zurückgehen (siehe Völkerwanderung).
Selbst im deutschen Hiphop pflegen Bands aus Stuttgart ein cooles Hamburger (oder gar Kieler) Näseln, weil das dem amerikanischen Original eben wesentlich näher kommt als debiles Schwäbeln.
Dazu Max Goldt:

Das Peinlichste am Schwabenlande – mal von der Landschaft abgesehen –
sind sicherlich die Schwaben.

Rock op Platt – da sollte man mal vorbeischauen.

Busfahren in Kiel – immer wieder ein Erlebnis

Es ist tatsächlich so.
Neulich saß ich, nichts Erhellendes oder Unterhaltsames ahnend, in einem Bus der 101, als eine ca. 35jährige Frau einstieg, dem Fahrer Geld hinlegte und sagte:

„Einmal Erwachsener“

Es war weit und breit kein Kind in der Nähe, eine Verwechslung war also ausgeschlossen. Dennoch hielt die Dame es für nötig, darauf hinzuweisen, daß sie nicht mehr 14 ist (oder ab welchem Alter erhält man keine altersbedingte Ermäßigung mehr? In diesem Zusammenhang auch egal.)

Ist das nicht niedlich?
Geht das nicht ans Herz, Herrschaften?
Das erinnert mich an Wilkie Collins´ Roman „Lady in White“ von 1860, in dem jemand sagt, Frauen seien „nothing but children grown up“.
Aber dem wollen wir hier lieber nicht beipflichten.

Wie man es schafft, Ulrich Tukur nicht zu beleidigen, wenn man von ihm spricht

Ich weiß nicht recht, wie das gelingen kann, aber ich will es jedenfalls versuchen:
Am vergangenen Sonnabend war Tukur in der Buchhandlung Weiland zu Gast, um ein Buch vorzustellen. Tukur sieht sich nun nämlich auch als Erzähler.
So, ich bin richtig stolz auf mich. Es ist mir doch tatsächlich gelungen, in diesem Zusammenhang auf Bezeichnungen „eitler Geck“, „Hohlkopf“ und „blasiertes Arschloch“ zu verzichten.
Letztgenannte Bezeichnung ist übrigens von Helge Schneider (ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken). Er bezog sie freilich nicht auf Tukur.
Ich etwa? Bewahre!

Kramer in die Tonne

Der Kommentar des notorischen Klaus Kramer in den Kieler Nachrichten vom 11. 9. trägt die Überschrift

„In die Tonne, auf die Tonne“

Ist der Kramer vielleicht selbstkritisch geworden und weiß jetzt, wohin seine Artikel gehören? Haben meine Kommentare seiner Kommentare also gewirkt?
Das darf man leider von vornherein ausschließen. Dennoch können wir es wieder nicht lassen, aus genanntem Artikel zu zitieren:

„Die SPD hat zwei Möglichkeiten. Sie kann die Agenda 2010 in die Tonne treten und freimütig einräumen, dass die rot-grüne Regierungszeit ein großer Irrtum war. Damit liefert sie Lafontaines Linkspartei, die das schon immer behauptet hat, eine Steilvorlage.“

Das Treten einer Agenda in eine Tonne ist eine gelieferte Steilvorlage?
Kramer, das ist wirres Zeug!
Weiter im Text:

„Oder die SPD haut auf die Tonne und stellt die postiven Folgen der Schröderschen Reformagenda heraus, mit denen sich im Moment nur die Union schmückt: konjunktureller Aufschwung, sinkende Arbeitslosenzahlen, ausgeglichene Haushalte, zusätzliche Krippenplätze, Bildungsinvestitionen.
Die SPD kann aber nicht gleichzeitig die Erfolge auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft für sich beanspruchen und die Politik verteufeln, die den Grundstock für diese Erfolge geliefert hat.“

Und schon wieder wird geliefert, diesmal ein Grundstock.
Ach, Kramer, es ist schlimm mit Ihnen.