Archiv für den Monat: Juli 2007

Erstaufführung von Death Proof im Cinemaxx – ein Erlebnis

Und das nicht nur wegen des Films, der ganz wunderbar ist.
Ich meine, liebe Leute, den neuen Film von Quentin Tarantino, aber das wird den meisten wohl klar gewesen sein.
Bei der Erstaufführung am vorvergangenen Mittwoch um 20.00 Uhr fanden sich offenbar fast ausschließlich Fans ein.
Es waren nicht wenige, und dementsprechend war die Stimmung, und es waren danach jede Menge fachkundige Kommentare zu hören. Man konnte tatsächlich seine Gedanken mit völlig Fremden austauschen, und dieser Fall ist doch im Kino sehr selten.
Unter den Zuschauern war auch der Mensch, der für das Filmwesen in der Traum GmbH zuständig ist.
Das freut einen ganz besonders, denn da weiß man doch, daß dort ein echter Cineast am Werk ist.

Führung zum Thema Max Klinger und der Film in der Kunsthalle

Und zwar am 29. Juli ab 11.30 Uhr.
Max Klinger – einer der bekanntesten deutschen Plastiker, Maler und Grafiker „um die Jahrhundertwende“, wie man früher zu sagen pflegte, also um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Wenn Ihr im übrigen nicht wißt, was der mit Film zu tun hat, oder der Film mit ihm, dann geht es Euch wie mir.
Da gilt es, am Ende des Monats eine Wissenslücke zu schließen.

Der Offene Kanal Kiel – da geht was

Der Offene Kanal Kiel hat seinen Sitz bekanntlich in der Nähe der Waldwiese. Und was dort so manchmal geboten wird, kann sich sehen lassen.
Am Mittwoch, 25.7. geht es zum Beispiel um das Drehen von Musik-Clips.
Für Mädels ab einem Alter von 14 Jahren.
Man sieht: Es geht dort mitunter schon recht speziell und erfindungsreich zu.
Nur die Zeiten sind wirklich nicht immer günstig, wie auch das vorliegende Beispiel zeigt.

Quiz in der Schaubude

Günther Jauch sorgte dafür, daß das Quizzen in diesem Lande wesentlich beliebter geworden ist.
Daher bieten längst auch Kneipen, Nightclubs, Bars und ähnliches Ratespiele an, um die Kundschaft anzulocken und bei Laune zu halten.
Beispiel dafür ist das Quiz, das am 23.4. ab 22.00 Uhr in der Schaubude veranstaltet wird.
Auch Leute, die keine humanistische Bildung vorweisen können, sind willkommen – ja selbst Menschen, die keinen Schimmer haben, was so eine humanistische Bildung sein könnte.

Im Blauen Engel wird gequizt

Zugeben, der Name Blauer Engel turnt erheblich ab, weil er an Marlene Dietrich und Heinrich Mann erinnert.
Aber es ist dort doch wirklich nicht so unschön, wie der Name vermuten läßt. Und man läßt sich dort immer mal was Neues einfallen.
Am kommenden Sonntag zum Beispiel wird dort ab 20.30 gequizt, daß die Schwarte kracht.
Also Leute, wenn Ihr wißt, daß Ihr so einiges wißt, oder zumindest glaubt, einiges zu wissen, dann laßt Euch da mal blicken.

Höchster Besuch in Kiel: DGB-Chef Sommer war da!

Gestern gab es in Kiel höchsten Besuch: Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer fand sich live und in Farbe in der Landeshauptstadt ein. Anlaß des Besuches war der hundertste Geburtstag des Kieler Gewerkschaftshauses.
In seiner Rede stellte Sommer die Einheitsgewerkschaft als Erfolgsmodell dar, das längst noch nicht ausgedient habe.
Sein Wort in des Weltgeistes Ohr!

Kieler Nachrichten und Schmetterlinge

In den Gewächshäusern des Botanischen Gartens werden tropische Schmetterlinge gezeigt.
So weit, so gut.
Aber welche Überschrift wählten die Kieler Nachrichten von heute für ihren Artikel darüber?:

„Kunderbunte Schau der tropischen Falter“

Jawohl, da steht „kunderbunt“.
Es ist die norddeutsch weiche Aussprache, die solche Fehler möglich macht.
Manche Menschen in unseren Breiten glauben ja sogar, es heiße „puderrot“, „nicht puterrot“.
Sie finden auch nichts Seltsames daran, da sie nicht bedenken, daß rote Farbe durchaus nicht typisch für Puder ist und daß es auch kein Rot gibt, das ausschließlich in Pudern vorkommt.
Was nun aber die „kunderbunten“ Falter betrifft:
Die KN sollten sich wirklich mal überlegen, ob sie auf Dauer mit Analphabeten in der Redaktion gut fahren.

Kulturladen Leuchtturm bringt den kleinen Hobbit

Am 8.7. um 15.30 Uhr kann man im Kulturladen Leuchtturm den Kleinen Hobbit sehen. Eine Dramatisierung im Sinne eines Kindertheaters.
Das Stück beruht bekanntlich auf einem Werk Tolkiens, des Herrn der Ringe.
Dieser Mann war erzreaktionär, ja sowas von mittelalterversessen, daß er die Dramen Shakespeares für modernen Unsinn hielt.
Das spricht aber nicht dagegen, seine Kinder so etwas sehen zu lassen. Vielmehr ist es doch zweifellos gut, wenn Kinder Weltdarstellungen aus allen Blickwinkeln kennenlernen.

Schifffahrtsmuseum – das tut was

Und zwar zum Beispiel am 8.7. um 11.30 Uhr etwas für Kinder (es ist ein Sonntag).
Dort scheut man keine Mühen, die Abenteuer Seefahrt und auch Schiffbau durch die Jahrhunderrte den Lütten nahezubringen.
Es gibt ja nicht wenige Kinder, die sich von vornherein für diesen Themenbereich begeistern können – und die werden vielleicht erkennen, um wieviel spannender die Sache noch ist, wenn sie sich Hintergrundwissen, das ja dort die Menge zur Verfügung gestellt wird, aneignen. Andere Kids, die bislang noch kaum Interesse daran hatten, werden vielleicht bei diesem Besuch auf den Geschmack kommen.
Also, redet Euren Kindern mal den Mund wäßrig , und geht mit ihnen dorthin.

Rathausturmbesichtigung

Der Rathausturm ist eines der Wahrzeichen unserer Stadt.
Zugegeben, er steht nicht in der Weise und In dem Maße für Kiel wie das Holstentor für Lübeck, aber er ist schon stattlich.
Nun kann er mal wieder besichtigt werden. Am Sonnabend, dem 7.7., um 12.30 Uhr. Und zwar unter kundiger Führung.
Erstaunlch, daß die Stadt an dem Tag noch Kapazitäten frei hat, denn just das ist doch der Tag, an dem all die albernen Menschen, die auf Schnapszahlen stehen, heiraten wollen: 07.07.07.
(Aber vielleicht sind da ja eh nur kirchliche Trauungen möglich, weil der Samstag für die kommunalen Beamten nun mal kein Arbeitstag ist. Aber das kann sich ja im Zuge der „Deregulierung“ ändern.)

Kramer, Kramer, Kramer

Es ist wirklich schlimm mit diesem notorischen Kommentator der Kieler Nachrichten.
Ich zitiere aus seinem Kommentar vom 4. Juli:

„Die Regierung hält an ihren Klimazielen fest. Das hört sich gut an (wie Kinder sagen. Erwachsene sagen: Das klingt gut. Anmerkung des Verfassers) – jedenfalls so lange die Politik nicht den Nachweis erbringen muss, dass die Ziele realistisch sind. Daran sind allerdings Zweifel erlaubt. Bis 2020 soll die Energieeffizienz verdoppelt werden. Aufs Jahr gerechnet entspricht das einer Steigerung von drei Prozent. In den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung, als die alten DDR-Dreckschleudern durch modernste Kraftwerke ersetzt wurden, lag die Quote immerhin bei 2,5 Prozent, zuletzt unter 0,9 Prozent. Deshalb hält die Wirtschaft dieses Ziel für reine Illusion.“

Die Wirtschaft?
Kramer meint offenbar die Unternehmer in ihrer Gesamtheit.
Und die sollten alle mit einer Stimme sprechen?
Aber Kramer weiß eben nie so recht, was er schreibt.
Daß andere diese dumme (manipulative) Formulierung auch verwenden, macht die Sache nicht besser.

Weniger Erwerbslose

Der Bundestrend wirkt sich auch in Kiel aus, wie sollte es anders sein: Nach Informationen der Kieler Nachrichten ist die Zahl der Erwerblosen in dieser unserer unfreien Nichthansestadt heuer (wie die Bayern sagen) zum erstenmal seit 2002 unter 23.000 gesunken.
Das muß gefeiert werden.
Am besten in Restaurants und Kneipen. Denn das schafft wiederum Arbeitsplätze.

Good Bye, Mr. Kramer!

Aber das ist reines Wunschdenken. Klaus Kramer wird auch weiterhin Kommentare für die Kieler Nachrichten schreiben. Wie den vom 28. Juni, der den Titel „Good Luck, Mr. Brown“ trägt.
Daraus wollen wir doch eben mal den Anfang zitieren:

„Mit dem Mann ist nicht gut Kirschen essen, würde man bei uns sagen.“

Bei uns, das heißt: im deutschen Sprachraum. Da die Wendung mit dem Kirschen essen zweifellos deutsch ist, ist das „würde man bei uns sagen“ überflüssig. Weiter im Text:

„Gordon Brown gilt – um es höflich auszudrücken – als schwieriger Charakter. Doch es hilft nichts: Angela Merkel wird mit dem neuen britischen Premier auskommen müssen, so wie sich die Kanzlerin mit Nicolas Sarkozy zu arrangieren hat, dem neuen französischen Staatspräsidenten, den man an der Seine mit Napoleon vergleicht.“

Kramer will damit sagen, mit beiden müsse sie sich arrangieren. Er sagt aber wider Willen, mit beiden müsse sie sich in exakt gleicher Weise arrangieren. Übrigens: Solange man Sarkozy nur an der Seine, aber nicht an der Moskwa oder an der Memel mit Napoleon vergleicht, geht´s ja noch.
Wieder Kramer:

„Was haben wir von dem bisherigen Schatzkanzler zu erwarten, der zehn Jahre lang warten mußte, bis er Tony Blair aus Number 10, Downing Street, vertreiben konnte? Brown ist ein Euroskeptiker; das britische „No“ zum Euro war seine Entscheidung.“

Da zitiert er ihn doch einfach mal auf englisch, denn Briten haben nun mal die seltsame Angewohnheit, in dieser Sprache zu sprechen – es ist zu und zu jämmerlich.

„Als Wirtschaftsfachmann ist Brown zugleich klug genug, um es mit der britische Sonderrolle in Europa nicht zu übertreiben.“

Kramer gibt Entwarnung.
Na, da sind wir aber erleichtert.

Geistliches Konzert in der Bethlehem-Kirche

Am 7. Juli ab 20.00 Uhr setzt es ein geistliches Konzert in der Bethlehem-Kirche.
Geistlich bedeutet dabei: im Dienste der jüdischen Sekte, die sich Christenheit nennt.
Wir bitte?
Sie wenden sich dagegen, daß ich die Christenheit eine jüdische Sekte nenne?
Na, dann denken Sie doch mal ein wenig nach, vielleicht kommen Sie dann ja drauf, daß die Bezeichnung unabweislich ist.
Wenn Sie aber nach längerem scharfen Nchdenken immer noch nicht darauf gekommen sind, dann ist bei Ihnen, wie bei allen Christen das Glauben wesentlich stärker als das Denken, und dann ist dieses Konzert für Sie genau das Richtige.
(Sagensemal, was stört sie denn mehr an der Bezeichnung: „jüdisch“ oder „Sekte“?
– –
Dacht ichs doch – die meisten deutschen Christen waren, sind und bleiben Antisemiten.)

Das Lore und Lay Theater präsentiert: Gatte gegrillt

Wer sich einen Reim auf Geschichte und Vorgeschichte machen kann, der weiß, warum viele Frauen – wenn auch meist uneingestandermaßen – die Penetration als Demütigung empfinden.
Na gut, die meisten Männer empfinden es ebenso, wobei, damit das klar ist, beide Parteien empfnden, das der Mann der Demütigende, die Frau aber die Gedemütigt ist.
Wer sich aber nicht denken kann, woher das kommt, der darf mich gern haben, äh gern fragen, meine ich. Man braucht sich da nicht zu schämen. Man wird in zahlreicher Gesellschaft sein.
Zurück zur Sache: Die Frauen sinnen selbstredend auf Rache. Da sie aber andererseits ihren Männe doch auch irgendwie lieben oder sowas, versuchen sie, diese Rache stellvertretend zu üben.
Das tun sie, in dem sie sich zuhauf Filme / Stücke ansehen, die eben solche Titel wie „Gatte Gegrillt“ anschauen. Und das Lachen, das bei solchen Produkten trotz Komikfreiheit derselben nicht ausbleibt, schafft offenbar Luft.
Damit es nicht zu letalen Taten kommt, bei denen Frauen Männer mit Messern penetrieren.
Siehe dazu auch Kill Bill I.
Am besten STATT des gegrillten Gatten.

Brasilianische Nacht im Trafo

Das Trafo feiert am 6. Juli ab 20.00 Uhr eine brasilianische Nacht.
Derlei kommt hier mehr und mehr in Mode, und das ist auch gut so.
Große Namen der Musikgeschichte sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Zu den bekanntesten gehören Gaetano Veloso und Gilberto Gil.
Dieise Musik in all ihrer Kurvigkeit, Geschmeidigkeit und Laszivität ist allerdings eher weiblich als männlich. Und während im Rock Sängerinnen in der Minderheit gegenüber ihren männlichen Kollegen sind, sind die Sangeskünstlerinnen in Brasilien deutlich in der Mehrheit.
Es wird jdedenfalls ins Ohr und ins Bein gehen am Freitag, soviel kann man jetzt schon sagen.

Sizilien Schnittpunkt der Kulturen

So heißt ein Vortrag, dem man morgen ab 20.00 Uhr in dere Kunsthalle beiwohnen kann.
Und der Titel hat seine Berechtigung. Das verrät schon der eine oder andere Blick in die Geschichte:
Zur Zeit des Hellenismus war die sizilianische Metropole Syrakus eine der Weltstädte.
Später hausten dort die Wandalen, die Normannen und die Mohren, wie man früher sagte. Der eine oder andere wird sich noch an diese Bezeichnung erinnern:
Bevor man die Schwarzen Schwarze nannte, nannt man sie Neger. Und davor wiederum Mohren.
Diese Bezeichnung beruht allerdings auf einer Verwechslung: Denn ursprünglich waren es die Mauren, die Mohren genannt wurden. Und dann wurde das Wort auf alle Moslems ausgedehnt. Und in eben diesem Sinne verwendete ich die Bezeichnung vorhin.
In jüngsten Jahrhunderten nun gehörte und gehört Sizilien zum Mezzogiorno, jenem Teil Italiens, der verglichen mit dem außerordentlich wohlhabenden Norden arm und unentwickelt ist.
Ob in dem Vortrag auch die Mafia als eine besondere Kultur vorgestellt wird, bleibt abzuwarten.

Steiskal führt die Massen

Steiskal, der Bäcker mit der dümmsten Werbung, hat sich etwas überlegt:
Heute zum Beispiel geschah es frühmorgens, daß interessierte Zivilisten an einer Führung durch den Betrieb teilnehmen durften.
Man hat schließlich nichts zu verbergen, oder?
Aber der Geschmack spricht schließlich doch gar zu deutlich gegen Steiskal.

Ulrike Jäger bei Kochfest

Bei Kochfest in der Dänischen Straße (8) gibt es Küchenbedarf für den gehobenen Bedarf.
Wie ungeschickt formuliert aber auch, nicht wahr?
Aber das bleibt jetzt so stehen.
Dort wird jedenfalls so einiges gehandelt, wovon manche Hobby-Köche noch nicht einmal zu träumen wagen, und das von der Inhaberin Ulrike Jäger, einer Frau mit schönen, klugen dunklen Augen, kenntnisreich präsentiert wird.
Es gibt also gleich eine Reihe von Gründen, sich dort mal blicken zu lassen.
Und wenns dann doch ein wenig zu teuer für den einen oder anderen ist, dann wird Frau Jäger dennoch durchaus nie pampig.
Das würde ihre aristokratische Erscheinung ja auch durchaus nicht schmücken.

Kiel spart an der Zeit

Neulich erst, als ich mal so gar keine Uhr dabei hatte, fiel es mir erst auf:
Kiel baut seine Uhren ab!
Und nimmt so offenbar eine Möglichkeit des Sparens wahr.
Ich fuhr aus Heikendorf nach Kiel, und ich erinnerte mich an Stellen, wo immer Uhren gewesen waren: am Ellerbeker Markt zum Beispiel, und an der Franziusallee.
Und nun?
Nichts mehr, rein gar nichts.
Na, von solchen Ausnahmefällen abgesehen, vermißt sie heute vielleicht auch keiner mehr, oder?
Daher ist hier offenbar an der richtigen Stelle gespart worden.