Archiv für den Monat: April 2007

Kanonen statt Butter. Ernährung und Propaganda im Dritten Reich

Am Wochenende den Warleberger Hof besucht. Eigentlich um sich die „Schätze“ des Stadtarchivs anzusehen. Naja, aber wenn mensch schon mal da ist dann kann mensch sich auch den „Rest“ ansehen. Selbiger besteht aus erwähnter Ausstellung „Kanonen statt Butter. Ernährung und Propaganda im Dritten Reich“.
Wer sich diese Ausstellung angesehen hat muß sich ganz stark an die gesamte Öko-Bewegung mit all ihren Auswüchsen erinnert fühlen. (Die größte Pestbeule dabei heißt wohl „Bündnis 90/Die Grünen.“).
Nun taucht für mich die Frage auf: Waren die braunen Socken so fortschrittlich, oder sind die Körnerfresser so blind und dämlich??.
Ich vermute ja schon seit langen daß die die Öko-Bewegung die CSU weit rechts überholt hat, aber seit dem Besuch dieser Ausstellung wird mir doch ganz anders wenn ich irgendwo so´ne pseudolinksalternative Ökoscheisse sehe.
Anm.: NEIN! Ich habe nichts gegen Umweltschutz, JA! Ich bin gegen Kernkraft.

MacCafe an der Holstenbrücke

Trotz des irgendwie erweiterten Kaffee-Angebots gibt es natürlich noch immer keinen Grund, zu MacDonalds zu gehen.
Aber nun kommt auch noch Belästigung derer dazu, die nicht daran denken, dieses „Restaurant“ aufzusuchen. Denn abends leuchtet das klotzige Portal aufdringlich pastellfarben und dann auch noch die Farbe wechselnd durch die Gegend.
Wer da spätabends aus dem Billig-Kino kommt, der kriegt doch erstmal n Schock. Und ich wette, es wird nicht gelingen, die fiese Burgerschleuder dafür haftbar zu machen.

THW die Nummer 1 in der Welt

Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören?
Na, das wäre ja noch schöner!
Also bitte, schöner gehts nicht: Zwei schleswig-holsteinische Mannschaften machen den Titel unter sich aus – und die bessere gewinnt.
THW on top of the world. Denn außerhalb Europas gibt es ja keinen nennenswerten Vereinshandball.
Das muß nun aber tagelang gefeiert werden, und das ist mein eigentliches Anliegen:
Bislang spüre ich davon noch zuwenig – ich rede hier natürlich über Kiel insgesamt.
Die Leute sollten sich alle in den Armen liegen (oder doch zumindest die schönsten Kielerinnen mir).
Na, das geschieht dann ja vielleicht, wenn auch noch der Meistertitel dazukommt.
Oder sollten die siegesgewohnten Kieler hier dem überaus arg gebeutelten HSV Hamburg das Feld überlassen?
Nee, nich?

Endlich: Die Hurricanes dürfen zeigen, was sie können

Immer wieder hat der Kieler Football-Bundesliga-Aufsteiger in den letzten Monaten mit sensationellen Neuverpflichtungen auf sich aufmerksam gemacht.
Um so gespannter is man jetzt, wie sich die Mannschaft am kommenden Samstag ab 17.30 Uhr in ihrem Spiel gegen Weinheim präsentieren werden.
Alles andere als ein deutlicher Sieg wäre übrgens eine große Enttäuschung.

A Clockwork Orange im Sechseckbau

Und zwar heute u 20.00 Uhr.
Der Titel wird vielen bekannt sein.
Ein Film von Stanley Kubrick trägt diesen Namen, und dieser Film ist nach einem Roman von Anthony Burgess gedreht worden.
Viele, die den Titel nennen, legen übrigens den Akzent auf das Wort Orange und bekunden damit, daß sie den Titel nicht verstanden haben.
Selbstredend ist das Wort Clockwork hervorzuheben, da der Protgonist eben einer Uhrwerkorange verglichen wird.
Is übrigens gar nich mal so schlau, die Metapher.
Was uns nun aber im Sechseckbau für eine Version erwartet – da ist immer noch Spannung die Mutter der Porzellankiste.

„Mein Führer“ in der Brücke

Das Kino für den kleinen Geldbeutel zeigt in diesen Tagen „Mein Führer“.
Leider ist der Film ganz und gar mißlungen.
Ganz und gar?
Na gut, die Leistung Helge Schneiders als Hitler muß man loben, ja bewundern.
Denn man merkt ihm zwar an, daß er kein ausgebildeter Schauspieler ist, aber 1. gelingt es ihm, Hitler auf der ganzen Linie als lächerliche Figur darzustellen,
und 2. sehen wir mehrfach einen besonderen Augenausdruck bei Schneider – einen, der davon spricht, wie Hitler immer wieder mal eine Ahnung seiner Lächerlichkeit und der Absurdität seiner Weltsicht beschleicht. Und auch die leider erfolgreiche Abwehr dieser Ahnung weiß Schneider darzustellen.
Und zwar bravourös.
Also: Obwohl der Film mißlungen ist, lohnt sich der Besuch. Wegen der Leistung Schneiders.

Was macht Mario Barth in der Ostseehalle?

Mario Barth ist der Fips Asmussen unserer Zeit.
Gegen diese Aussage werden vermutlich gleich zwei Einwände laut:

1. Fips Asmussen – der lebt doch noch, oder?
Ja, ich fürchte, so ist es. Aber er spielt ja massenmedial keine Rolle mehr.

2. Das was hier so schmeichlerisch klingt – Asmussen unserer Zeit – ist doch eigentlich gar kein Kompliment, sondern ein fürchterlicher Verriß.
So ist es.
Mario Barth ist das Letze. Aber wirklich. Das kann doch nicht ernsthaft bestritten werden.
Dennoch ist nicht auszuschließen, daß er die Ostseehalle heute füllen wird, wenn er dort um 20.00 Uhr auftritt.
Womit mal wieder bewiesen ist, daß es in dieser unserer Stadt nicht nur Leuchten gibt.

Was aber nun uns Leuchten betrifft:
Wir würden uns lieber zum hundertstenmal eine Folge von Monty Python´s Flying Circus ansehen, als auch nur einmal Mario Barth (allein schon der Name hat so´n Bart) live zu sehen.
Is doch wahr, Herrschaften.