Archiv für den Monat: Januar 2007

Weibliche Jugend A Laboe im Handball auf dem Vormarsch

Ich habe die Zukunft des Frauenhandballs in unserem Land gesehen, und ihr Name war Laboe.
Gut, das ist gewiß ein wenig übertrieben, aber was die jungen Damen von der Jugend A in der Bezirksklasse leisten, daß ist schon mancher Ehren wert. Man bedenke nur, daß eine Mannschaft in dieser Klasse (und dann auch noch mit positivem Punktekonto) für einen Ort dieser Größe keine Selbstverständlichkeit ist.

The Return of Klaus Kramer

Und wieder Klaus Kramer. Diesmal in den Kieler Nachrichten vom 24. Januar. Er äußert sich da zur „Staatskrise in Israel“ (ob er wohl, bezogen auf Deutschland, auch aus einer Affäre eine Staatskrise machen würde?). Und zwar tut er das just so, wie folgt:

„Mit atemberaubendem Tempo taumelt die israelische Demokratie in die Krise.“

Während Kramer in atemberaubendem Tempo im Delirium tremens am Boden liegt, nicht wahr? Also für Sie, Kramer: Wer taumelt, der taumelt stark oder kaum merklich, aber er taumelt gewiß nicht mit einer Geschwindigkeit, die jemandem den Atem rauben kann.
Weiter im Text:

„Das Staatsoberhaupt ist seit gestern wegen Vergewaltigung angeklagt – ein beispielloser Vorgang.
Der Ministerpräsident wird der Korruption in mehreren Fällen verdächtigt. Der Generalstabschef musste wegen des dilettantisch geführten Libanon-Krieges seinen Hut nehmen. Die größten Regierungparteien, die Kadima von Regierungschef Ehu Olmert und die Arbeitspatei des ebenfalls stark angeschlagenen Verteidigungsministers Amir Peretz, sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Würde morgen gewählt, fänden sie sich in der Opposition wieder.“

Daraus also, daß in Israel die rechtliche und mediale Kontrolle der politisch Mächtigen besser funktioniert als in Deutschland, macht Kramer ein Staatskrise.
Das läßt tiefer blicken, als man will.

Propst Mackensen haut in den Sack

Aber die Kandidaten für seine Nachfolge stehen Schlange:
Da wäre zum Beispiel Matthias Lenz, ein Mann der neuen Schule. Ihm werden durchaus Chancen eingeräumt. Als einen Mann, der frischen Wind bringen könnte, sehen manche auch Thomas Lienau-Becker. Aber der ist ein Lutheraner reinsten Wassers, und der alte Dr. Martin wäre stolz auf ihn. Bleibt noch Volker König. Sollte er der nächste Propst werden, dann gewiß nicht für lange, denn weit von der Pensionierung ist der ja nun nicht mehr.
Es wird keine einfache Entscheidung für die Synode dieses Kirchenkreises. Ich nehme an, man wird sich für Lienau-Becker entscheiden, denn dieser junge Mann hat beste Chancen, wenn er jetzt zu Propst gewählt wird, eine Dekade später zu Bischofsehren zu kommen.
Und ein Bischof aus den eigenen Reihen – da putzt doch ungemein.

Hauptwerke der Weltliteratur?

Die Christian-Albrechts-Universität hat eine Ringvorlesung mit dem Titel „Hauptwerke der Weltliteratur“ gestartet. Der Titel allein schon läßte nichts Gutes erhoffen. Und natürlich wird da all das vorgestellt, ws ohnehin jeder kennt. Man bestätigt den hergebrachten Bildungskanon, statt ihn infragezustellen.
Dieser Kanon beginnt immer mit den Griechen, fährt fort mit den Römern, springt über auf die italienische Literatur des 14. Jahrhunderts usw.
Ausgelassen wird üblicherweise die große nordische Literatur. Ausgelassen werden auch indische, chinesische und japanische Literatur. Denn die Söhne und Töchter der Kolonisatoren wähnen unseren Kulturkreis grundsätzlich den anderen überlegen: Am abendländischen Wesen soll die Welt genesen!

Und nun stellt Euch mal vor, daß da jedes kleine Lichtlein von Professor, das meinetwegen über die Aeneis oder was auch immer referiert und lediglich besinnungslos im Dienste des akademischen Betriebs und des Kulturbetriebs seine Funktion erfüllt, sich für geistreich hält.
Soviel Selbstbetrug ist möglich.
Sie ahnen freilich, daß ein einziger Satz von Arno Schmidt über Friedrich de la Motte Fouque, den die Kanon-Sklaven weder schätzen dürfen noch können, wertvoller ist als ihr Gesamtwerk.
Aber sie arbeiten hart daran, diese Ahnung nicht zu vollem Bewußtsein kommen zu lassen.

Diskussion über Probleme der Osteuropaforschung

Am 30.1. um 18.00 Uhr kommt es in der Leibnizstraße 8 bei den universitären Osteuropahistorikern zu einer Veranstaltung mit dem Titel:

„Zwischen Dresden und Moskau: Architektonische Konstruktion und Geschichtspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg“.
Es referiert ein Arnulf Bartetzky. Das ganze ist angelegt als offener Gesprächskreis. Es darf also mächtig mitdiskutiert werden, und man darf natürlich auch dann teilnehmen, wenn man nicht in der CAU studiert.

Godspell in der Hebbelschule

Ich weiß nicht, ob die Hebbelschule ihrem Namen gerecht wird, indem sie Stücke des Meisters aufführt.
In dem Fall wären die Nibelungen die beste Wahl.
Aber jedenfalls gibt es in der Hebbelschule eine Musical-AG. Und die führt heute um 19.00 Uhr in der Feldstraße 177 „Godspell“ auf.
Es geht also religiös zu. Aber man sollte sich davon nicht abhalten lassen, denn solches Engagement von Schülern ist dennoch zu würdigen.

Kiel und Kurnaz

Frank Lindscheid äußert sich am 27. Januar per KN-Kommentar zum Fall Kurnaz:

„Frank-Walter Steinmeier sucht die Gegenoffensive. Lange bestand die Strategie darin, abzuwiegeln. Doch dem früheren Kanzleramtschef scheint zu dämmern, dass es eng werden könnte. Zwar sind die Fakten noch nicht im Detail aufgeklärt, aber genau dazu kann der Außenminister mehr beitragen, als er zurzeit tut.“

Was ist das für ein Mensch, der bei solchen Vorwürfen schreibt, es könne eng werden? Als handle es sich um eine Sportveranstaltung?

Zeitungen in der Stadtbücherei entwendet

In der Stadtbücherei Kiel weist ein Schild darauf hin, daß in letzter Zeit etliche Zeitschriften entwendet worden seien. Daher seien die Zeitungen nunmehr diebstahlgesichert.
Wir Kiel-Blogger und Kiel-Blog-Leser sind natürlich nicht dumm genug, darauf hereinzufallen. Natürlich wäre der Aufwand für eine iebstahlsicherung von Zeitungen zu groß. Es ist eben eine kleine Flunkerei, ein alter Trick, der nur bei beschränkten Menschen funktioniert.
Bei Kiel-Blog-Lesern nicht, wie gesagt. Aber diese sind ja auch nicht schlecht genug, um Zeitungen zu entwenden.

WTC + Fußball im Billig-Kino

Was zeigt die Brücke in dieser Woche?
World Trade Center, den 9/11-Film von Oliver Stone mit dem wunderbaren Nicolas Cage.
Bis zum Einsturz des ersten Turms ist das große Filmkunst, danach wohlkalkulierte Routine. Aber wenn Ihr nur 1.50 zahlen müßt, Herrschaften, dann solltet Ihr das Angebot wahrnehmen, denn es lohnt sich für die erste knappe halbe Stunde.
Der Rest des Films krankt unter anderem daran, daß die Lage klaustrophobisch sein soll, es aber nicht ist: Nicolas Cage und sein Co. sind verschüttet. Sie kommen nicht los. Um sie herum aber ist jede Menge Freiraum. Und eben dieser Freiraum verhindert von vornherein, daß sich das Gefühl des Klaustrophobischen überträgt. Man springt als Zuschauer vielmehr immer wieder unwillkürlich vom Dargestellten auf die Darstellung: Man fragt sich, ob es nicht enorm lästig für Cage gewesen sein muß, sich für hundert Drehs immer wieder mit Staubersatz besprühen zu lassen und sich unter Betonbrocken simulierendes Leichtmaterial zu legen.
Wer wissen will, wie man wahrhaft klaustrophobische Szenen herstellt, der sehe sich den Film The Descent an.
Aber, wie gesagt, die erste halbe Stunde von WTC darf man nicht verpassen. Danach kann man gehen.

Gar nicht erst aufkreuzen sollte man in der Brücke bei Deutschland – ein Sommermärchen.
Ich habe den Film zwar nicht gesehen, aber ich bin mit der Arbeit von Regisseur Wortmann (Das Wunder von Bern) hinreichend bekannt, und ich habe den Trailer gesehen.
Deutschland feierte in diesem Sommer eine gelungene Selbstinszenierung: Die ganze Welt habe ein neues Deutschland gesehen, ein friedliches, freundliches Deutschland. In diesem Sinne hatte man ja schon seit Monaten versucht, die Massen abzurichten.
Schaut man sich aber z. B. die britische Presse an, so wird dort lediglich die gute Organisation gelobt. Von einem Neubeginn Deutschlands ist da nicht die Rede, und die Organisation war wahrscheinlich schon bei den Olympischen Spielen von 1936 gut.
Wortmann hatte also die Aufgabe, den Deutschen das Märchen vom neuen, besseren Deutschland einzuschärfen. Insofern ist der plump auf Heine anspielende Titel passend.
Der Film gibt sich dokumentarisch. Dabei wirkt Klinsmann aber – wie im Trailer zu sehen – in Mannschaftsbesprechungen so befangen, daß nur ein Vollidiot an einen authentischen Einblick glauben kann.
Also seht Euch nicht den Film an, sodern feiert statt dessen ein Fest des Handballs.

Bodo Stade contra Gewerkschaft

Kieler Nachrichten vom 25. Januar. Ein Bodo Stade kommentiert das neue Schulgesetz:

„Es ist geschafft. 20 Monate wurde in der Großen Koalition gerungen, um nach den Grabenkämpfen der Vergangenheit in der Bildungspolitik auf einen Nenner zu kommen.“

Erst Grabenkämpfe, dann Ringkämpfe, und diese mit dem Ziel, auf einen Nenner zu kommen. Ein gemeinsamer soll es offenbar nicht sein. Sonst hätte man ja nicht darum gerungen.
Weiter im Text:

„Politisch kann sich diese Leistung sehen lassen. Nur: Geschafft ist damit in Wirklichkeit noch gar nichts.“

Denn entscheidend ist nicht, daß man auf einen Nenner kommt, entscheidend ist, was man darauf macht.
Wieder Stade:

„Das gestern verabschiedete Gesetz billdet zunächst einmal nur einen rechtlichen Rahmen, der in den kommenden Monaten und Jahren ausgefüllt werden muß. Und das wird nicht einfach. Gegen die Ziele – Sicherung des Bildungsangebots, mehr Chancengleichheit und individuelle Förderung des einzelnen Schülers, kann zwar niemand etwas haben.“

Doch, ich! Ich will Chancengleichheit! Wo man aber von mehr Chancengleichheit spricht, da gibt es offenbar keine, und sie wird auch nicht angestrebt. Was für ein Irrwitz: Mehr Chancengleichheit! Mit anderen Worten: Stade ist der Auffassung, daß Chancengleichheit steigerbar sei: Alle Menschen sind chancengleich – aber einige sind chancengleicher.

Noch was, Stade?

„Der harte Widerstand gegen neue Schulreformen und die völlig übertriebene Kritik der Verbandsfunktionäre lassen jedoch nichts Gutes erwarten. Um Schule – in welcher Struktut auch immer – erfolgreich weiter entwickeln zu können, braucht man nämlich guten Willen. Für das Ministerium bedeutet das:Angesichts der immensen Anforderungen muß den Lehrkräften ein Höchstmaß an Unterstützung gewährt werden – schon um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Insbesondere für die Funktionäre der Lehrerverbände bedeutet es umgekehrt, sich wieder gemeinsamer Ziele zu besinnen.“

Daß es zur Entwicklung der Schule guten Willen braucht, bedeutet, daß sich Lehrerverbände auf gemeinsame Ziele besinnen.
Das ist aus zwei Gründen nebulös:
Erstens weil Stade nicht klar denken kann und
zweitens weil er seine Botschaft nicht deutlich formulieren will. Hat sich der Nebel gelichtet, tritt sie klar zutage:

„Schnauze, Gewerkschaften!“

FDP-SH-Chef Kubicky sagt auch was zum Fall Steinmeier -Kurnaz

Und da, was der greise Dressman mit der schnarrenden Fistelstimme zu sagen hat, keine Zeitung von Belang interessiert, muß er es den Kieler Nachrichten stecken.
Die zitieren gehorsamst:

„Schily ist in diesem Fall ein richtiger Schurke.“

Und in anderen Fällen ein falscher bzw. kein Schurke?
Kubicky weiter:

„Ein verantwortlicher Innenminister, der noch dazu von den Grünen kommt, der sich angeblich weltweit für die Achtung der Menschenrechte eingesetzt hat, durfte nicht zulassen, dass der unschuldige Kurnaz im rechtsfreien Raum von Guantanamo gefangen gehalten wird.“

Besonders hübsch ist die Bemerkung „der noch dazu von den Grünen stammt“.
Schily war mal bei den Grünen, bevor er sich der SPD anschloß.
Und?
Kubicky kann damit ja nur sagen wollen:
Die Grünen sind hierzulande doch immer die großen Kämpfer für die Menschenrechte. Bei Schily klaffen also Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.

Dabei sind sich doch dem Ansspruch nach alle im Bundestag vertretenen Parteien darüber einig, daß die Menschenrechte gewahrt werden müssen und die Menschenwürde unantestbar sei.
Dennoch stellt Kubicky hier diese Belange als Steckenpferd der Grünen dar.
Und macht damit klar, daß bei ihm und in seiner Partei Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklaffen.
Da hat er sich aber auf ganz dumme Weise verraten.
Das wäre vielleicht nicht einmal Carstensen passiert.
Tja, Herrschaften, es sind klägliche Gestalten, die im Landeshaus das große Wort führen.

Armut in Kiel

Am Hauptbahnhof können wir besonders krasse Formen von Armut beobachten.: einen Mann z. B., hager und ausgezehrt, der beständig auf der Suche nach verwertbarem Leergut ist.
Was aber ist aus der jungen Frau mit dem Hund geworden, die alle Leute um Geld bat, aber offenbar kaum mehr etwas um sich herum wahrnahm.
Einmal gab ich ihr Geld, und fünf Minuten später bat sie mich schon wieder – nicht aus Dreistigkeit, sondern weil sie micht nicht wiedererkannte. Und immer lauter wird in dieser Stadt das Gepöbel der Ausgestoßenen, der Erniedrigten und Beleidigten.
Soviel Pathos muß sein.
Es kommen harte Zeiten auf uns zu.

KN-Redakteur Klaus Kramer wird auch ins letzte Jahr verfolgt

Und zwar von mir. Am 27. Dezember kommentierte der Unglaubliche in den Kieler Nachrichten „Friedenssignale in Nahost“. Und zwar so:

„Es sind leise Signale des Entgegenkommens, die Israel an die Palästinenser sendet: weniger Grenzkontrollen, das Räumen von Straßensperren, die Freilassung einiger Gefangener, das Auszahlen zurückbehaltener Steuereinnahmen. Es sind Signale, die sofort wieder vestummen können, wenn radikale Palästinenser weiter Raketen auf israelisches Territorium abfeuern oder Selbstmordattentäter unschuldige Menschen mit in den Tod reißen. Und doch sind es Signale der Hoffnung; man hatte sie von der israelischen Regierung nicht unbedingt erwarten können.“

Leise Signale des Entgegenkommens, die sofort wieder verstummen können? Und dann kommt man immer noch entgegen, signalisiert es bloß nicht mehr? Oder doch, dann aber mit stummen Signalen, die eben noch reden konnten?
Wie hat man sich Gespräche von Signalen überhaupt vorzustellen?
Fragen über Fragen.
Der Mann ist ein ewiges Rätsel.

Angelika Volquartz mit Konzept

Wer hätte gedacht, daß die Kieler Oberbürgermeisterin ein klares Konzept vorlegen kann?
Sie tat es unlängst, und zwar ging es dabei um den Nachwuchs. Ein kostenloses Kita-Jahr für alle schlug die Volquartz vor. Aber es sollten nicht nur alle das Recht dazu haben, es sollten auch alle dazu verpflichtet sein. Soweit die Volquartz. Der einzige Fehler an der Sache ist, daß sie da aber auch so rein gar nichts zu bestimmen hat, weil derart grundsätzliche Dinge nun einmal nicht auf kommunaler Ebene geregelt werden.
So hat sie denn versucht, sich eben mal beliebt zu machen, und kehrte dann zur Tagesordnung zurück. Das ist schon Wahlkampf, und Volquartz glaubt offenbar tatsächlich, sie habe beim nächstenmal eine Chance, obwohl sie wissen sollte, daß sie ihren OB-Posten nichts anderem als dem beispiellosen Tief der Bundes-SPD zur Zeit der letzten Wahl hier zu verdanken hat.

Namen in Kiel

Die Stadt Kiel hat bekanntgegeben, welche Namen in vergangenen Jahr für Neiugeborene am häufigsten gewählt wurden. Das Ergebnis ist schockierend. Nichts dagegen, daß Marie die Nummer 1 bei den Mädchen ist. Und daß Leon bei den Jungen die Nase vorn hat, ist in jedem Fall zu begrüßen. Ob vielleicht der Film Leon der Profi hier eine gewisse Langzeitwirkung hatte? Aber es scheinen sich hinter diesem Namen nicht weniger als drei zu verbergen: Einer, der deutsch, einer, der französisch und einer, der spanisch gesprochen wird.
Jetzt kommt aber der unangenehme Teil.:
Zu den beliebtesten Namen des Jahres in Kiel zählen auch Paul und Emma.
Und eines nicht allzufernen Tages wird dann wohl auch einer dieser Pauls eine dieser Emmas ehelichen. Was für ein schönes Paar:
Paul und Emma!
Alsowissensenee. Das riecht nach uralter Unterschicht, nach gänzlich ungebildeten Bediensteten, nach Gesinde. Merkt Ihr das denn nich, Ihr Paul- und Emma-Nenner?
Wißt Ihr nicht, daß Ihr eine hohe Verantwortung gegenüber Euren Kindern habt und daß ein glückliches Leben mit der Last solcher Namen kaum möglich ist?
Aber rechtlich har man gegen solche Eltern leider keine Handhabe.

Kieler Chronik vom 9. Januar – das muß sein

Auch die Kieler Chronik vom 9. Januar wollen wir uns mal genau ansehen. Sie befindet ich auf Seite 18 der Kieler Nachrichten, und folgendermaßen geht sie los:

„“Zugegeben, die Sache war nicht ohne Hintergedanken. Eine bewußte Irreführung. Aber der Leser, der davon erzählte, wusste, was er tat. Eine Spontan-Aktion. Wenige Schritte, die ihn in eine der Modefilialen in der Holstenstraße führten. Sein Begehr: Das, was in den Schaufenstern großflächig beworben wurde. Ein Pfund wünschte er davon zu kaufen …“

Na, nun wissen wir ja, wie es weitergeht. Denn die Überschrift lautet: „Ein Pfund ´sale´“.
Was haben wir gelacht. Aber nur weil man sich an eine ältere Version des Witzes erinnert, in der ein Mann eine Flasche Dregl ordert – in einem Geschäft, über dem „Spirituosen und dergl.“ steht. Dergl klingt doch komisch, sale dagegen eher nicht. Und das, was man hier Hintergedanken nennt, kann sich ja jeder Kiel-Blog-Leser selbst dazudenken.

Körperverletzung im KVG-Bus

Ich neulich an einem Samstagnachmittag unterwegs vom ZOB in Richtung aboe. Und zwar mit einem Bus der Linie 100.
Beim Einstieg am ZOB ergab sich das übliche Gedränge. Mir gegenüber setzte sich eine alte Dame und versuchte, einen Platz für ihre Bekannte freizuhalten, indem sie ihre Hand auf die Sitzfläche neben sich legte. Als sich eine ärmlich gekleidete Frau mit vollem Müllsack in der Hand anschickte, sich auf den Platz zu setzen, sagte die ältere Dame:
„Hier ist besetzt.“
Die andere setzte sich dennoch, flink und wortlos, und zwar auf die Hand ihrer Sitznachbarin, die diese nicht mehr rechtzeitig wegziehen konnte. Als es ihr dann doch noch gelungen war, ihre Hand zu retten, sagte sie:
„Dann lassen Sie mich doch wenigstens erst meine Hand wegnehmen.“
Daraufhin versetzte die Angesprochene ihr einen Ellbogen-Chek gegen den Brustkorb.
Die Geschlagene beklagte sich daraufhin zwar und bekundete, Schmerzen zu haben, zeigte aber keine Neigung, weitere Schritte einzuleiten. Ich hätte ja sonst gern als Zeuge zur Verfügung gestanden.
Wohlweislich hielt die Dame im folgenden ihre Arme derart zur Deckung erhoben, daß sie ein wenig an Graciano Roccigiani und dessen Defensiv-Taktik gegen Henry Maske erinnerte.
In Gaarden – wo sonst – stieg die Täterin, deren Gesichtszügenamnzusehen war, daß sie ganz Frustration war und daß sie Alkohol-Abusus-geschädigt ist, schließlich aus.
Nun sagt doch mal selbst, Herrschaften:
Was macht Hartz 4 aus den Menschen?

Schlachterei Steffen in Heikendorf einsame Spitze

Da muß man hin!
Nicht daß jetzt jemand sagt: Ich fahr doch nicht raus bis Heikendorf, nur um Fleisch zu kaufen.
Es ist ja nicht nur Fleisch – es sind Köstlichkeiten, wie man sie anderswo in Kiel und Umgebung vergeblich sucht (mal abgesehen davon, daß Steffen auch auf Kieler Wochenmärkten präsent ist. Wie reichhaltig das Angebot dort ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich nenne trotzdem mal Orte und Zeiten:
Exer: Mittwoch und Samstag 7-13 Uhr
Blücherplatz: Montag und Donnerstag 7-13 Uhr
Holtenau: Freitag 14-18 Uhr)
Der alte Steffen geht selbst aufs Waidwerk, also auf die Jagd, Herrschaften, so daß das übliche Angebot von Schweine-und Rindfleisch durch erlesene Schwarz- und Dammwildspezialitäten bereichert wird. Die Wildpastete dort ist paradiesisch. Wärmstens zu empfehlen unter den kalten Waren sind auch die grobe Leberwurst und die Kräuterleberwurst.
Aber ALLES ist immer herrlich frisch und aromatisch.
Was das vom Kunden noch zu bratende Fleisch betrifft, so gibt man dort immer kompetente Tips und Anregungen.
Donnerstag ist übrigens Lebertag, und natürlich ist die Kalbsleber vorzüglich. Freitag ist Mett-Tag, und Leute, die gegenüber Rohem Bedenken haben, sollten die in diesem Fall vergessen.
Unser Geschmackssinn ist schließlich im Verlauf des Evolutionsprozesses entwickelt worden als Indikator für Bekömmlichkeit. Und dieser Sinn in Verbindung mit dem Geruchssinn sagt uns hier, daß das Mett von Steffen unser Leben um mindestens zehn Jahre verlängert. Gut, ich übertreibe vielleicht ein wenig, aber es ist wirklich herrlich.
Das letzte, wovon ich bislang glaubte, man könne es noch anderswo als bei einem guten Schlachter kaufen, war das Hackfleisch. Ich dachte, weil das ja nicht im Zentrum einer Speise steht, sondern lediglich die Basis bildet, ist es fast egal, wo man es kauft. Aber auch da macht Steffen den Unterschied, und zwar deulich.
Abgerundet wird das Programm durch Salate, Remoulade und Gemüse-Relish. Alles hausgemacht und gut bis überragend.
Also, auf nach Heikendorf. Wer meint, er sei mit dem Fleischstand im Sophienhof gut bedient, der wird infolge eines Besuchs bei Steffen eines besseren belehrt werden.

Table Dancing am Sophienblatt?

Table Dancing, die Kunst also, den bloßen Hintern auf Tischen für zahlende Gäste wackeln zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Meine jedenfalls nicht.
Nun scheint es eine Kaschemme, die so etwas anbietet, auch am Sophienblatt zu geben.
Zwischen der Bäckerei Johannsen und Le Buffet befindet sich die City-Apotheke. Das
steht da von rechts nach links – darüber, und zwar von oben nach unten, steht noch einmal weithin sichtbar das Wort Apotheke. Allerdings ist der oberste Leuchtbuchstabe jetzt im Eimer.
Was also bleibt, ist ein Hinweis auf Table Dancing.

Wie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger?
Das wäre jetzt gar zu albern?
Aber Blogs werden doch auch von Kindern und Jugendlichen gelesen. Auch auf die sollte man als Schreibender Rücksicht nehmen.

Heikendorf mit neuem Bürgermeister

Und jetzt also ein ehrenamtlicher.
Rolf-Werner Peters heißt er, hat stechende Habichtsaugen und führt beständig einen ausgewachsenen Schnauzer gassi.
Auf der Titelseite des Heikendorfer Anzeigers heißt es:
„Die Gemeinde Heikendorf begrüßt ihren ehrenamtlichen Bürgermeister, Rolf-Werner Peters, und wünscht ihm viel Erfolg für seine Aufgabe“

Wer aber ist in diesem Fall die „Gemeinde Heikendorf“?
Alle Bürger können es ja nicht sein.
Vielleicht ein spezielles Gremium?
Es müssen doch wohl diejenigen Menschen sein, die für die Gestaltug des Anzeigers verantwortlich sind. Und wer ist das?
Darüber klärt uns das rudimentäre Impressum hinten im Heft auf:
„Redaktion: Bürgermeister Rol-Werner Peters, Rathaus oder Vertreter im Amt“

Beglückwünscht sich der Mann also selbst?
Oder ist es das Rathausgebäude, das gratuliert (s. fehlendes Komma)?
Oder aber der ungenannte Vertreter im Amt?
Wahrscheinlich alle zwei bis drei.

Block House verlost Abendessen – aber wie!

Das kulinarische Stadtmagazin la carte präsentiert in seiner Januar-Ausgabe ein immerhin halbseitiges Kreuzworträtsel. Mittendrin befindet sich Werbung für das Block House. Wortlaut:
„Das Block House verlost ein Abendessen für zwei Personen im Wert von 60.- Euro.“
Das ist also der Lohn für die Mühe des Kreuzworträtsellösens.
Schauen wir da mal genauer hin.
Bei der geschätzten Auflage der Zeitschrift ist anzunehmen, daß ungefähr hundet Menschen das Rätsel in Angriff nehmen und lösen.
Es können natürlich auch deutlich mehr oder weniger sein, aber die Größenordnung dürfte stimmen.
Unter diesen angenommenen hundert wird das Abendeesen verlost.
Fragen wir uns jetzt doch mal, wie lange der Durchschnitts-Kieler braucht, um das Rätsel zu lösen.
Also, es ist wirklich nicht ohne: umfangreich und relativ schwierig. Also: zwei Stunden, mindestens.
Wenn nun einer dieses Abendeesen erhält und die anderen 99 leer ausgehen, wieviel haben die hundert Leutchen dann im Durchschnitt verdient?
Natürlich 60/100, also lumpige, lausige 60 Cent. Für zwei Stunden Arbeit! Dagegen muß sich ein Ein-Euro-Jobber wie Krösus vorkommen.
Na gut, dagegen läßt sich einwenden, daß die meisten Menschen das Lösen eines solchen Kreuzworträtsels nicht als Arbeit betrachten, sondern als Entertainment. Aber es ist doch wohl anzunehmen, daß viele der Teilnehmer ohne den Ansporn, ohne die Aussicht auf Gewinn auf halber Strecke schlappgemacht hätten. Also doch irgendwie Arbeit, nicht wahr?
Und was nun den glücklichen Gewinner betrifft: Der darf nun also mit seiner Angebeteten (oder sie mit ihrem Liebsten) spachteln. Da nimmt man dann also z. B. zwei Menüs und zwei Getränke, dann ist aber auch schon fast Schicht. Ein weiteres Bierchen, ein Nachtisch und ein Espresso sind nicht drin, da muß man eben draufzahlen.

Also, Damen und Herren, ganz schön knickrig, das.

All you can eat im El Paso

Im El Paso gibt es einerseits schöne Salate, die nicht gerade Kalorienbomben sein dürften, andererseits hat man sich da aber auch ein vielseitiges Pasta-Buffet ausgedacht, das von Montag bis Freitag für jedermann bereitsteht (12-15 Uhr) und bei dem man für 7,50 nach Herzenslust zulangen kann. Klingt gut und ist es auch. Andererseits ist es natürlich auch ein gutes Geschäft: Kaum jemand ißt gern Nudeln ohne Soße, und Soße macht durstig – und die Getränke sind nun mal das, woraus die Restaurants Profit schlagen.
Aber das soll niemanden abhalten.
Das El Paso ist ohnehin cool, was nicht zuletzt an den wohlausgewählten, immer freundlichen und aufmerksamen Bedienenden liegt.

Kielerinnen und Kieler /Handball-Experten

Denn das seid Ihr ja fast alle. Wie konnte es geschehen, daß die Deutschen gegen die Polen verloren?
Jetzt erweisen sich die Deutschen mit den souveränen Siegen gegen Slowenien und Tunesien als Turnierfavoriten, Mitfavoriten jedenfalls.
War das nur ein Aussetzer gegen Polen?
Infolge der vielen personellen Schwierigkeiten?
Fest steht, daß sich die Spanier und die Kroaten keine Niederlage gegen Polen leisten würden. Und diese Mannschaften gilt es zu schlagen.
Ich bleibe übrigens bei meinem irrwitzigen Tip, daß Island Weltmeister wird.

Nicole Seelemann-Wandke – die tut was

Wer hätte sich nicht schon einmal über Gewerkschaften geärgert. Darüber etwa, daß sie allenfalls ein wenig murren, statt auf die Barrikaden zu gehen, wenn CDU-Leute die Falle „Investivlohn“ als Allheilmittel anpreisen.
Aber über das ver.di-Präsidium des Bezirks Kiel-Plön kann man sich nicht beklagen, und das ist noch zu wenig gesagt, wenn man von Präsidiumsmitglied Nicole Seelemann-Wandke spricht: Diese Frau ist nicht nur scharfsinnig und eloquent, sie setzt sich auch mit all ihrem Talent für die Belange der ihr anvertrauten ein. Wenn Gewerkschafter grundsätzlich so wären wie diese Frau, dann wäre diese Welt durchaus eine bessere.

Was sagt Markus Günther?

Kommentar in den Kieler Nachrichten vom 12. Januar. Ein Markus Günther kommentiert „Bushs Irak-Strategie“, und ich zitiere:

„Glaubt der amerikanische Präsident tatsächlich, dass man mit 20.000 zusätzlichen Soldaten das Blatt im Irak wenden kann? Nein, derlei naiven Optimismus verbreiten nicht einmal Bush und die Seinen. Selbst im Weißen Haus ist man skeptisch, ob das alles noch Sinn hat, und Bushs Lagebeschreibung war so nüchtern und realistisch wie nie zuvor. Aber warum denn überhaupt eine Fortsetzung des Krieges? Weil die Alternativen – so jedenfalls die Argumentation der US-Regierung – noch viel schlechter sind und man es auf einen letzten, nicht allzu chancenreichen, aber auch nicht aussichtslosen Kraftakt ankommen lassen muß.“

Muß man das?
Jedenfalls tut man es nach Meinung des Kommentators, weil es nun mal nicht aussichtslos ist.
Zu Beginn des Kommentars – und ich zitierte ihn – hatte Günther das Gegenteil behauptet. Womit wohl wäre dieser Metakommentar trefflicher zu beschließen als mit den Worten:

Und solche Leute dürfen wählen.

Wunderbare Überschrift in den Kieler Nachrichten

Ich fand sie in der Ausgabe vom 11. Januar auf Seite 31.
Sie lautet:

„Musik läßt die Körper dahin fließen“

Da fragt man sich, obwohl man es besser weiß, wohin die Musik die Körper fließen läßt. Na gut, natürlich ist nicht „dahin fließen“ (u.U. wo der Pfeffer wächst oder aber sich Arsch und Geige Gute Nacht sagen) gemeint, sondern „dahinfließen“.
Und wer hätte nicht schon die Erfahrung gemacht, daß die richtige Musikauswahl bei dem, was man heute Date zu nennen pflegt, hilfreich ist.
Aber nein, auch das ist nicht gemeint. Es geht vielmehr um einen Seniorenkurs im Tanzen.
Tja, irgendwann fließen alle Körper dahin.

Sokratesplatz – Standort für das neue Audimax der FH

Das steht nun also fest.
Nur der Name ist unpassend: Angewandte Wissenschaften erfordern normalerweise keinen Geist. So scheint man wenigstens in Fachhochschulen zu urteilen, wo man denkende Menschen zu mobben pflegt, wie ich aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß.
Also, wie schon angedeutet: Daß das Ding auf dem Sokratesplatz stehen soll, paßt wie die Faust aufs Auge.

Seminar über das Anlegen einer Bewerbungsmappe

Jüngst bot das Career Center gar ein Seminar zum richtigen Anlegen einer Bewerbungsmappe an. Das halte ich nicht nur für unötig, sondern für schädlich.
Was in eine Mappe alles hineingehört, das wird ein Student doch wohl wissen.
Und wie sie aufzubereiten ist – nun ja, diese Frage ist tricky. Diejenigen, nämlich, die Schema F folgen, landen im Papierkorb.
Die Mappe sollte zwar übersichtlich sein, aber warum sollte man nicht ein wenig seine Kreativität spielen lassen und damit auf sich aufmerksam machen?
Die uniformierte Mappe dürfte den meisten Prüfenden ein Graus sein.

Klaus Kramer – ein Mann aus Stahl

Der hält was aus, das muß man ihm lassen. Immer wieder weise ich nach, daß er Unsinn schreibt, jeder Kiel-Blog-Artikel ist ein K.O. im Dienste der Aufklärung.
Aber er steht immer wieder auf. Also, auf ein Neues, Kramer. Diesmal widmen wir uns Ihrem Kommentar vom 11. Januar, und los geht es:

„In Deutschland herrschen zurzeit Temperaturen wie auf Mallorca. Das macht nicht nur die Zugvögel stutzig. Auch Bürgern, denen der Klimawandel bisher ziemlich egal war, dämmert, dass es höchste Zeit zum Umdenken ist. Klima- und Umweltschutz stehen wieder hoch im Kurs.“

Wie denn nun, Kramer?
Umweltschutz ist wichtig?
Und zugleich unwichtig?
Denn was ziemlich ist, Kramer, das ziemt sich, und was sich ziemt, das ist im Unterschied zu dem, was sich nicht ziemt, zu billigen.
Wenn Sie also von Menschen sprechen, denen der Klimawandel bislang „ziemlich egal“ war, dann sagen Sie damit, daß es richtig ist, sich nicht darum zu kümmern.
Natürlich wollten Sie das nicht sagen. Aber da können Sie mal sehen, was man mit kleinen, gedankenlosen Salopperien anrichten kann.

Sollen wir mit dieser Kolumne weitermachen, Kramer?
Na, meinetwegen:

„Doch den Bürgern begegnet eine Politik voller Widersprüche, Die Bundesregierung will Vorreiter in der Verringerung von Treibhausemissionen sein.“

Weil, wer reitet, statt zu fahren, kein Gas emittiert?

Zugleich ächtet sie die Atomenergie, ohne allerdings für – Kohlendioxid freien – Ersatz zu sorgen.“

Was, Kramer, Sie wollen Kohlendioxid freien?
Sie wollen also ein Gas heiraten?
Und diesen perversen Wunsch haben Sie derart brutal unterdrückt, daß er sich in diesem Satz als zusammenhanglose Parenthese Bahn bricht?
Aber nein, Sie meinten wieder was ganz anderes und hätten es auch gesagt, hätten Sie diesen Einschub in einem Wort geschrieben.
Weiter im Text (ich picke mit hier ja nicht die Rosinen raus, das ist alles fortlaufender Text):

„Zwar setzt sie auf den Ausbau regenarativer Energien ebenso wie auf das Auschöpfen ungenutzter Potenziale beim Energiesparen. Das sind zweifellos richtige Ansätze.“

Man setzt auf das Ausschöpfen. Kramer, versuchen Sie mal, sich das bildlich vorzustellen.
Können Sie nicht?
Sehen Sie.

Kieler mit dem Luftgewehr erfolgreich

Das Schießen mit dem Luftgewehr läßt sich auch als Wettkampfsport betreiben. Und die Leute vom hiesigen Verein Hubertus Kiel sind darin nicht die schlechtesten:
Derzeit sind sie Zweiter in der Verbandsliga Schleswig-Holstein und werden nur von Malente übertroffen. Und die Malenter haben bekanntlich schon so manche Größe hervorgebracht. Dennoch sind die Kieler ganz dicht dran.
Vielleicht wird ja auch aus Kiel bald ein Schütze internationalen Formats kommen, ein veritabler Egon Müller, bloß mit einer Puste statt einem Motorrad. Haben wir hier in Kiel nicht lange genug auf einen Weltklasse-Athleten gewartet?