Archiv für den Monat: November 2006

Axel Zwingenberger war in Heikendorf

Der versierte Boogie-Pianist Axel Zwingenberger gastierte unlängst in Heikendorf.
Mächtig zugelegt hat er – mein lieber Herr Gesangsverein.
Aber die Finger sind immer noch fix auf den Tasten, das muß man ihm lassen.
Im Heikendorfer Anzeiger findet man zu dem Event folgendes:
„Mit Axel Zwingenberger, der bereits 2004 im Rathaus auftrat, konnte Bürgermeister Arnold Jesko den wohl bekanntesten deutschen Boogie-Woogie-Pianisten erneut für sich gewinnen.“
Diese ungeheure Leistung wird nicht von ungefähr ins Zentrum gestellt. Jesko selbst ist es nämlich, der die Redaktion des Blattes besorgt – und er klopft sich hier derart heftig auf die Schulter, daß kein Auge trocken bleibt.
Ja er ist sogar derart egomanisch, daß ihm die Formulierung unterläuft, er habe Zwingenberger „für sich gewinnen“ können, nicht etwa für die Heikendorfer.
Ob Jesko sein Peinlichkeit wohl noch steigern kann?

… hat wieder keiner gesehen!

Holstein hat gewonnen!!! Ich hatte Tränen in den Augen, als ich folgende Zeilen las: „Ausgerechnet bei Holstein Kiel erwischte es Osnabrück. Der bisherige Tabellen-17. war zuvor sechs Mal sieglos geblieben, gewann aber nun gegen den Spitzenreiter mit 2:0. ‚Wir haben dem VfL total den Schneid abgekauft‘, sagte Trainer Stefan Böger, der seinen ersten vollen Erfolg mit Kiel bejubeln durfte. Osnabrücks Coach Claus-Dieter Wollitz zollte den Gastgebern Anerkennung: ‚Kiel hat alles gegeben. Meine Mannschaft fand dagegen nie ihren Rhythmus und zeigte keine Zielstrebigkeit.'“

Dann legte ich das Zwiebelmesser beiseite und begann, die Bohnen zu schneiden.

Der erste Schnee

Unwillkürlich lächle ich, als die erste Schneeflocke mich auf die Nasenspitze trifft. „Märchenhaft“, denke ich.
Er hatte sich schon lange angekündigt, der erste Schnee. Seit Tagen fror es, und sein Geruch lag in der Luft. Seit heute morgen standen die Wolken tief am Himmel, dunkel und so schwer, als würden sie vom Himmel fallen wollen. Windstill war es, doch die Luft so klar, dass sie mich zu diesem Waldspaziergang verführt hatte.
Raschelnd fuhren meine Füße durch das trockene Herbstlaub; ein wenig holperig zu gehen war der gefrorene Waldweg rund um das Kieler Freilichtmuseum. Wie kleine Nebelwölkchen stob mein Atem aus dem Mund und stieg empor, so, dass mein Blick, der ihm folgte, durch die kahlen Wipfel der Buchen immer wieder den fruchtbaren Himmel erblickte.
Still war es, als hätten die Tiere sich in warme Behausungen zurück gezogen – selbst die Luft schien still zu stehen. Die erste Flocke spürte ich auf der Nase, die weiteren sah ich auf mich zufliegen – verhalten erst und ziemlich klein. Wenn man genau hinhörte, vernahm man das feine Rascheln der Schneeflocken im Laub.
Doch die Flocken wurden dicker. Fett und fruchtig und in immer größerer Zahl sanken sie um mich herum zu Boden, wurden dort zu einem feinen Schleier, der, umso dichter er wurde, die Farben des Unterholzes mehr und mehr verbarg.
Ich freute mich auf die Zeit des Nach-Schneiens – auf jene kurze Spanne, in der die Welt wie unberührt da liegen würde in ihrem weißen Kleid. Das Kind in mir würde Spuren in den Schnee treten wollen oder toben in dem feinen Pulver, das noch zu jung wäre, um aus ihm einen Schneemann zu formen.
In der Stadt würde dieser Schnee schon bald die Kinder von den Spielekonsolen ins Freie locken. Der Schlitten wäre wieder eines der Spielzeuge, das sich über Generationen bewahrt hat. Und der Verkehrslärm wäre angenehm gedämpft.
Ich muss an weiße Weihnachten denken – an das Gedicht von Matthias Claudius und einen Spaziergang durch die Straßen, die gerade am Heiligen Abend wie ausgestorben scheinen. Die Fenster, die goldenes Licht auf die Straße werfen und hinter denen man so manchen erleuchteten Baum sieht. Friedlich wirkt das, wenn man nicht darüber nachdenkt, wie es Menschen „unfriedlich“ geht. Der alten Frau zum Beispiel, die ich Samstags beim Einkaufen treffe und von der ich weiß, dass sie eigentlich niemanden hat außer dem kleinen kläffenden Hund, mit dem sie spricht. Fühlt sie jetzt friedlich? Oder die Schwester im Städtischen Krankenhaus, die kranken Menschen das Sterben erleichtern hilft. Der abgerissene Mann, der mich vor ein paar Tagen anbettelte „Hast‘ ma‘ ’n Euro?“ Oder auch die Frau, die angstvoll ihren Mann erwartet, der wieder betrunken aus der Kneipe nach Hause kommen wird? Was denken Kinder in solchen Momenten und was denken die Kinder, die Weihnachten als Waisen in Wohneinrichtungen erleben?
Was denkst du, die in meinen Gedanken am erleuchteten Wohnzimmerfenster steht und auf den Marktplatz hinunter blickt? Ja, jetzt, gerade jetzt kann ich dich sehen. Siehst du die schemenhafte, dunkle Gestalt, die still im Schneefall verharrt? Ich wünsche mir sehr, dass du mich siehst. So, wie ich dich und die anderen Menschen sehen will…
Es ist kalt geworden, die Dämmerung setzt ein und die Kälte kriecht über meine Beine den Körper hinauf. „Ich bin froh, dass es dir gut geht,“ denke ich und lenke meine Schritte heimwärts, deren Spuren der fallende Schnee schon bald überdeckt.

Nachts unterwegs mit der KVG

Wenn man am Wochenende nachts mit der KVG unterwegs ist, wie ich neulich vom Hauptbahnhof nach Heikendorf, dann gibt es einiges, das nervt:
Betrunkene machen Krach, randalieren und drohen einander immer mal wieder Prügel an.
Dann erbrach sich auch noch einer hinten in den Bus.
Wenig später hielt der Busfahrer an und schaute nach.
Wie zu erwarten, entspann sich ein geistreicher Dialog:
„Hast Du da hingereihert?“
„Ich hab da nich hingereihert, der is eben ausgestiegen.“
Usw.
Nach erheblicher Verzögerung ging es weiter, aber natürlich war die Weiterfahrt nicht eben angenehm.
In Heikendorf ausgestiegen, konnte ich endlich wieder durchatmen.
In so einem Fall fragt man sich:
Muß man sich das wirklich antun?
Villeicht sollte man zu diesen Zeiten wirklich auf andere Verkehrsmittel umsteigen.
Die Busfahrer, die in Wochenendnächten Dienst haben, können einem jedenfalls leidtun.
Daher ein kleiner Tip an die KVG-Fahrer zur Minimierung des Riskos:
Sanft fahren, nicht scharf in die Kurven gehen, keine Vollbremsungen riskieren – damit das Essen bei jedem drin bleibt.

Hanne Pries schreibt

Hanne Pries ist Sängerin der Kieler Band Tiffany.
Daneben schreibt sie eine Kolumne im Stadtmagazin Kielerleben. Wer da das übliche Gesülze erwartet, wir überrascht.
Unterhaltsame, erhellende Betrachtungen aus dem Kieler Leben sind das, gut gebaute Texte, an denen der Leser sein Freude haben kann.
Tatsächlich ein Grund, sich diese Zeitschrift zu holen. Kostet ja nix.

Erneuter Hinweis auf Ila Stuckenberg

Wann, wo und womit Ila Stuckenberg demnächst in Kiel zu bewundern sein wird, darüber war hier schon zu lesen:
http://kiel-blog.de/20.11.2006/attraktion-im-kulturforum/
Jetzt fällt mir noch ein, was an diesem Gesicht so faszinierend ist.
Natürlich ist die Ausdrucksintensität der Augen enorm, aber noch erstaunlicher als das ist, WAS sich in ihnen ausdrückt.
Sagte nicht mal jemand, der Mensch sei eine Mischung aus Tier und Engel?
Der hatte jedenfalls recht.
Aber Ila Stuckenbergs Augen sind SOWOHL engelsgleich ALS AUCH animalisch: von Mischung keine Spur, beides ist klar geschieden.
Es scheint also nichts Menschliches an ihr zu sein, und das ist auch gut so.

Ocean´s Twelve im Hansafilmpalast

Der Film von Steven Soderbergh, Sequel von Ocean´s Eleven, läuft am Dienstag, dem 28.11. um 20.30 Uhr im Hansafilmpalast.
Auch hierzulande war er erfolgreich, und das völlig zurecht:
eine originelle Komödie mit mehr Stars (von Clooney bis Julia Roberts), als jeder andere Film der letzten Jahre hatte. Und ein mosaikhafter, geradezu experimenteller Film.
Das Experiment ist gelungen.
Zur Freude von Millionen von Zuschauern.
Und am 28. kommen in der Hansastraße hoffentlich noch um die hundert hellauf begeisterte hinzu.

Klaus Lage Trio in Kiel

Das Klaus Lage Trio gibt sich am 28.11. um 20.00 Uhr in der Stadtgalerie die Ehre.
Die heutige Formation ist noch nicht lange zusammen, Klaus Lage aber ist ein alter Bekannter.
Vielleicht zu alt – oder zumindest liegen seine großen kommerziellen Erfolge für die Jüngeren unter uns zu weit zurück. In den Achtzigern hatte er einige Hits:
„Tausendmal berührt“, „Faust auf Faust“, „Die Liebe bleibt“ (nach Duke Ellingtons „As Time goes by“).
Auch mit diesen unerwarteten Charterfolgen entfernte sich Lage nicht gar zu weit von dem ihm gemäßen proletarischen Blues Rock.
Sehr erdig wirkt er auch heute noch, und er geht nicht als Has-Been auf Oldie-Tour, sondern macht eben nach wie vor die Musik, die ihm am nächsten liegt – und zeigt dabei einiges an Seele (auch Soul genannt).

Harry Potter im Hansafilmpalast

Harry Potter und der Stein der Weisen – dieser Film läuft am Sonntag, dem 26. November im Hansafilmpalast, kindgerecht schon um 10.30 Uhr.
Na, warum nicht.
Alfred Hitchcock zufolge ist in diesem Fall allerdings nicht unbedingt zum Kinobesuch zu raten.
Als der erste Harry-Potter-Film – und das ist eben dieser – produziert wurde, war Hitchcock schon 20 Jahre tot, werden nun einige einwenden.
So ist es, aber in dem berühmten Mammut-Interview, das Truffaut mit ihm führte, sagte Hitchcock, er würde nie ein literarisches Meisterwerk verfilmen.
Das leuchtet ein.
Der betreffende Stoff hat dann eben schon die ihm gemäße Form gefunden.
Mir ist tatsächlich kein filmisches Meisterwerk bekannt, das auf einem literarischen Meisterwerk basiert.
Das gilt auch für „Krieg der Welten“: ohne Zweifel ein großartiger Film, dessen berühmte literarische Vorlage von H.G. Wells nur wie eine Stoffsammlung wirkt.
Und, Herrschaften, Ihr ahnt es schon:
Natürlich ist auchHarry Potter und der Stein der Weisen ein literarisches Meisterwerk.
Inhaltlich wie formal vermittelt J. K. Rowling dort ihre Vision von Humanismus und Geistadel.
Im Kern ist das Buch übrigens realistischer als der allerneoneorealistischste Trübsinnskram.
Übrigens ist vielen Lesern (ich meine jetzt die erwachsenen) offenbar nicht aufgefallen, daß Rowling in ihren Roman eine Ebene über den Nationalsozialismus eingezogen hat.

Also, wie gesagt, Hitchcock zufolge kann der Film kein Meisterwerk sein.
Aber warum sollten die Kinder nicht dennoch ein wenig Spaß damit haben können?

Attraktion im Kulturforum

Am 29. November ab 19.30 Uhr bietet man im Waisenhof am Kleinen Kuhberg 14 eine besondere Attraktion: Die Schauspielerin Ila Stuckenberg zeigt ein Solo-Stück. „Brief einer Unbekannten“.
Der Titel kommt bekannt vor. Und wirklich liegt dem Monolog die gleichnamige Novelle Stefan Zweigs (des Autors auch der genialen „Schachnovelle“ und der ebenso genialen Erzählung „Ein brennendes Geheimnis“) zugrunde.
Ila Stuckenberg ist übrigens eine durchaus atemberaubnde Erscheinung.
Also, wer da hingeht, kann an sich nichts falsch machen.

Talentwettbewerb in der Halle 400

Am 25. November ab 21.00 Uhr kann man in der Halle 400 ein paar Talente der hiesigen Rockmusik hören.
Im Rahmen des John Lennon Talent-Wettbewerbs resp. der John Lennon Talent Awards.
Ob sich dort tatsächlich jemand als so talentiert erweist wie John Lennon, Paul McCartney, Ray Davies, Keith Richards, Pete Townshend, Elvis Presley, Chuck Berry, Little Richard, Buddy Holly, Jerry Lee Lewis oder Gustav, bleibt abzuwarten.

Götz Alsmann und Band im Schloß

Am 22. November um 20.00 Uhr.
Ob es wohl noch Karten gibt?
Jedenfalls ist Alsmann populär genug, um das Schloß zu füllen.
Alsmann studiert offenbar beständig die Musikstile des 20. Jahrhunderts, um dann als Sänger und Pianist gemeinsam mit seiner Band seine eigenen Versionen zu präsentieren.
Noch bekannter denn als Musiker ist er sicher einigen als TV-Entertainer.
Die Sendung Zimmer Frei gehört zu den Dauerbrenneren im TV.
Alsmann hatte und hat natürlich auch darüber hinaus TV-Präsenz.
Hier nun eine Alsmann-Anekdote:

In einer Show hatte er ein junges, außerordentlich kindisch wirkendes männliches Mitglied des Bundestages von der CDU zu Gast, dem er eine Falle stellte, indem er sagte:
„Sie waren 29, als Sie in den Bundestag gewählt wurden.“
Der kindische CDU-Mann korrigierte:
„28.“
Darauf Alsmann mit hintergründigem Lächeln:
„Wahrscheinlich 28einhalb.“

Tja, so ist er, der Alsmann.
Auch bei seinen Musikansagen im Schloß wird man wohl einiges an Komik erwarten können.

Fußball Champions League live im Nachtcafe

Die Fußball Champions League wird nicht nur im Irish Pub in der Bergstraße live gezeigt, sondern auch im Nachtcafe, wie ich gerade erfahre.
Das ist doch gut zu wissen.
Zum Beispiel am 21. November um, natürlich, 20.45 Uhr.
Aber wer Briten fluchen hören will, der geht doch lieber ins Irish Pub und sieht sich dort im Wechsel von Leinwand und Fernseher die Spiele der englischen und deutschen Mannschaften an.

Günter Kunert im Literaturhaus

Gerade war Walter Kempowski in Kiel, und schon wieder gibt es literarische Hochprominenz zu bestaunen:
Günter Kunert liest am 21. November ab 20.00 Uhr im Literaturhaus.
Kunert wurde 1929 geboren, verbrachte einen Großteils seines Lebens in der Deutschen Demokratischen Republik und lebt seit 1979 in der BRD.
Er ist ebenso für seine Lyrik wie für seine – mitunter satirische – Prosa bekannt.
Und obwohl Kunert Literaturinteressierten im ganzen deutschen Sprachraum (inwieweit auch darüber hinaus, ist mir unbekannt) ein Begriff ist, können solche Veranstaltungen wie diese im Literaturhaus … nein, nicht in einem Fiasko enden, sondern schon mit einem Fiasko beginnen.
Denn solche Prominenz in der Welt der Literatur schützt nicht vor leeren Zuschauerrängen.
Na, hoffentlich trifft das nicht auf diese Veranstaltung zu.

Dirty Dancing im Traum Kino 2

In der Traum GmbH im Grasweg sorgt man mitunter für Überraschungen.
Nehmen wir doch mal einen ganz gewöhnlichen Diensttag, nämlich den Dienstag, und zwar den, der auf den 21. November dieses Jahres folgt.
Da zeigt man um 19.15 Uhr im Traum Kino 2 Dirty Dancing.
Nein, nicht Dirty Dancing 2, der vor einigen Jahren meines Wissens nur auf Video erschienen ist, und mit dem man noch ein wenig aus dem alten Ruhm saugen wollte – sondern den echten, fast eine Generation alten mit Patrick Swayzee.
Das kommt überraschend. Aber es paßt dann doch, weil die Traum GmbH ja auch Tanzkurse anbietet.
Patrick Swayzee übrigens kann sich ja wirklich sehen lassen. Wie John Travolta ist er nicht nur ein guter Tänzer, sondern vor allem ein guter Schauspieler. Von letzterem kann man sich vielleicht besser als in Dirty Dancing) in dem 2005 in unseren Kinos gezeigten Film 11:14 überzeugen.

Oliver Maria Schmitt bei Thalia

Am Montag, 20. November um 20.20 Uhr liest Oliver Maria Schmitt in der Thalia Buchhandlung in der Holtenauer Straße.
Oliver Maria Schmitt – ein Mann des Wortes, das läßt sich nicht leugnen.
Und so eine Veranstaltung wird da nun angesetzt, nicht lange nachdem die Schlagersängerin Kim Fisher dor etwas aus ihrem neuen Buch zum besten geben durfte.
Kiel-Blog berichtete:

http://kiel-blog.de/26.10.2006/thalia-buchhandlung-laesst-kim-fisher-lesen/

Es ist tatsächlich ein Kontrastprogramm.
Schmitt schreibt so manches für das Satiremagazin Titanic. Und schon das allein (abgesehen von seiner aktuellen Buchveröffentlichung) bürgt dafür, daß er klar denken kann und es versteht, ein seinerseits nicht ganz verschlafenes Publikum gut zu unterhalten.

Macht Sauna impotent?

So fragt man z. B. am 20.11. um 20.00 Uhr im Schauspielhaus.
Ds ist ein sonderbarer Titel.
Auf die Frage wäre jedenfalls folgendes zu erwidern:
Beim Steigen der äußeren Hitze steigt auch die innere.
Damit steigt auch das Verlangen.
Aber natürlich muß alles sein rechtes Maß haben:
Die Hitze, die in Saunen herrscht, führt eher zum Abschlaffen des Triebs.
Aber nur vorübergehend.
Das Saunen soll ja ansonsten sehr gesund sein, und da ist es doch unwahrscheinlich, daß es der sexuellen Potenz irgend abträglich ist.
Andererseits: Wenn das Saunen gesund ist, ist dann nicht anzunehmen, daß die Finnen, die ja einen Großteil ihres Lebens in der Sauna verbringen, eine höhere Lebenserwartung haben als die Deutschen?
Da schaue ich doch mal eben nach.

Nee, is nich höher, sagt der Fischer Weltalmanach.
Was nun aber die Sache im Schauspielhaus betrifft, so habe ich vermutlich das Thema verfehlt.
Aber schön wars doch.

Rösser in Kiel!

Überschrift in den Kieler Nachrichten vom 10. November (S. 24):

„Geschichten von Reitern und Rössern“

Nein, nicht von Rössern, sondern von Rossen.
Sie können eben kein Deutsch, die KN-Redakteure.
Und erzählen beständig was vom Pferd.
(Zwar ist es laut Duden landschaftlich üblich, von „Rössern“ zu sprechen, aber für unseren Bereich kommt das nicht in Frage, und hochsprachlich ist es ohnehin nicht.)

Die Volquartz und die Kieler Woche – Herr, laß Abend werden

Man muß ja mnachmal nur zitieren.
Na ja, nicht nur, aber an sich überführen sich diese Menschen selbst.
Wer?
Die Redakteure der Kieler Nachrichten.
Und wessen überführen sie sich?
Der sträflichen Vernachlässigung einer elementaren Pflicht, der Pflicht zur journalistischen Distanz nämlich. Ich zitiere im folgenden aus den Kieler Nachrichten vom 10. November (S. 22):

„Rückenwind für die Kieler Woche: Premiumpartner BMW besiegelte seine Bereitschaft, die Kieler drei weitere Jahre zu unterstützen.
Neben mobilcom und HSH Nordbank stehen Kiels Segelwoche damit weiterhin starke Partner zur Seite.“

„Rückenwind“: eine Metapher wie aus einem Werbeprospekt.

„Premiumpartner“: Hier wird einfach kritiklos der beschönigende Ausdruck für „Hauptsponsor“, den sich die Volquartz ausdenken ließ, übernommen.

„Starke Partner“: Alle drei. Und schon wieder nichts als Werbung.

Auf dem dazugehörigen Foto sehen wir die Volquartz lachen wie eine Hexe in einem drittklassigen Kinderfilm.

Was sagt Klaus Kramer denn diesmal?

Und schon wieder hat Klaus Kramer einen Kommentar geschrieben, und schon wieder kommentiere ich ihn.
Womit hat der Mensch nur meine Aufmerksamkeit verdient?
Oder die irgend eines anderen Menschen?
Aber es ist ja mein beständiges Streben, über die Kieler Nachrichten im allgemeinen und Klaus Kramer als Prachtexemplar jener Postille aufzuklären.

Also, 10. November, S. 2, oben links. Da schreibt Kramer:

„Der Nahe Osten steht vor einer neuen Eskalation der Gewalt. Auf die unablässigen Raketenangriffe der Hamas-Milizen reagiert Israel mit Gegenschlägen, die längst nicht so gezielt sind, wie die Armee beteuert. Das Bedauern Ohmerts über den Tod von 18 Palästinensern klingt hohl, solange Israel seine Raketenangriffe auf den dicht besiedelten Gazastreifen fortsetzt, bei denen fast zwangsläufig auch unschuldige Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen werden. Mit seiner unkontollierten und unverhältnismäßigen Militäraktion spielt Israel den Extremisten unter den Palästinensern in die Hände, die nun mit neuen Selbstmordanschlägen drohen.“

Da haben wir sie mal wieder, die Gleichsetzung der Selbstverteidigung eines zivilisierten Landes mit den Attentaten barbarischer Terroristen.
Übrigens, ist Euch aufgefallen, daß das Zitierte keinen selbständigen Gedanken enthält?
Vielleicht finden wir ja im nächsten Absatz einen:

“ Zugleich befindet sich die israelische Demokratie in einer schweren Krise. Die politische Klasse wird von Sex- und Korruptionsskandalen geschüttelt:

„There´s a whole lotta shaking going on“, sang Jerry Lee Lewis schon vor 49 Jahren.
Weiter im Text:

„Die Regierung hat jegliches Ansehen in der Bevölkerung verloren. Eine Opposition, die politische Alternativen aufzeigen könnte, ist nicht in Sicht. Nicht weniger dramatisch ist die Lage in den Palästinensergebieten. Die gerade angekündigte Meldung einer Einheitsregierung von Fatah und Hamas liegt schon wieder auf Eis. Die Lage der Bevölkerung ist katastrophal, nachdem die internationale Gemeinschaft die Hilfslieferungen eingestellt hat.“

Usw.
Es sind alles Standardsätze und Worthülsen. Alles ist so unpräzise, daß sich fast jede Aussage auch auf Dutzende andere Länder beziehen ließe.
Der Grund dafür ist offensichtlich: Kramer versteht einfach nichts von der Sache, er kennt die tatsächlichen Verhältnisse ebensowenig wie die Leser seiner Zeitung sie kennen, wenn sie tatsächlich nichts anderes über Weltpolitik lesen.

Warum gewann der THW gegen Kronau-Sonstwas nicht höher?

Vorgestern gewann der THW gegen Kronau-Sonstwas mit 37:32.
Warum nicht höher?
Diese Frage wird hier im folgenden beantwortet:
Mannschaften von der Spielstärke Kronaus haben normalerweise in Kiel keine Chance.
Das wissen sie und spielen daher in Kiel nur mit halber Kraft, um die andere Hälfte für entscheidende Spiele zu sparen und außerdem das Verletzungsrisiko niedrig zu halten.
Beim THW weiß man das und spielt seinerseits nicht mit voller Kraft.
Und am Ende hat man dann das Spielergebnis, das man auch hätte, wenn sich beide hundertprozentig angestrengt hätten, ungefähr jedenfalls.
Daß so eine Mannschaft in Kiel tatsächlich mal alles gibt – wer soll denn damit rechnen?
Eben das aber taten der Trainer von Kronau und seine Jungs, und der THW wurde kalt erwischt.
Nie gelangte der THW zu gewohnter Souveränität, und eben weil die Kieler überrascht wurden, gewannen sie mit nur fünf Toren Differenz, obwohl sie Heimspiele gegen Kontrahenten dieser Stärke sonst mit 15 Toren + beenden.

Cornelia Müller – alle Achtung

In den Kieler Nachrichten vom 16. November findet sich ein Kommentar über den „Regionen-Vergleich“ von Cornelia Müller.
Dort heißt es:

„Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft legt ein Regionalranking unter dem Hauptaspekt ´Wirtschafgtstandort´ vor. Das Gesicht, das die Forscher von Kreisen, kreisfeien Städten und damit auch von den neuen Bundesländern zeichnen, muß naturgemäß unvollständig bleiben und spiegelt nicht immer das, was deren Einwohner als Qualität empfinden. Auch bleibt die Untersuchung, die ohne Zweifel eine Fleißarbeit ist, manche schlüssige Herleitung der Ergebnisse schuldig.“

Was ich dagegen wieder einzuwenden habe?
Nichts, das ist ja das Sonderbare.
Die Frau hat wirklich was zu sagen, und sie kann es auch.
Cornelia Müller – den Namen muß man sich merken: die einzige fähige KN-Redakteurin, die ich kenne.

Kieler Nachrichten propagieren Geschlechtertrennung in der Schule

Folgendes ist in den Kieler Nachrichten vom 13. November auf Seite 8 zu lesen:

„Amerika öffnet das Tor für einen Unterricht, in dem Jungen und Mädchen getrennt lernen. Ein entsprechendes Gesetz tritt Ende November in Kraft. Demnach dürfen reine Mädchen- und Jungenschulen – über die privaten Schulen hinaus – gegründet werden. Außerdem haben Schulleiter die Möglichkeit, einzelne Fächer nach Geschlecht getrennt unterrichten zu lassen, was bisher allenfalls in Ausnahmen erlaubt war. Doch Frauenrechtlerinnen laufen Sturm. Auch in Deutschland gibt es Vorbehalte und Vorurteile gegen Mädchen- und Jungenschulen. Dabei haben viele Pädagogen und Schülerinnen gute Erfahrungen mit der Geschlechtertrennung gemacht, auch eine Reihe von Studien beweisen die Vorzüge.“

Eine Reihe beweisen Vorzüge?
Beweist der Umstand, daß Annette Göder, die Verfasserin des Artikels, kein Deutsch kann, daß Koedukation Mist ist?
Also, Damen und Herren, die Koedukation ist eine wesentliche Errungenschaft des Zwanzigsten Jahrhunderts, und wenn es grundsätzliche Unterschiede in der Begabungsstruktur von Jungen und Mädchen gibt, dann ist das kein Argument gegen, sondern eines für Koedukation. Schließlich lernen Schüler in hohem Maße auch von Mitschülern, also nicht nur von Lehrern.
Die Kieler Nachrichten fügen dem wahnwitzigen, antifeministischen Propagendaartikel ein Foto aus einer Mädchenklasse im Physikunterricht bei, um die Leser davon zu überzeugen, daß in solchen Schulen nicht nur gehäkelt wird.
Das Ganze läuft übrigens unter „Familienseite“, was uns zu der Überzeugung führt, daß Mädchen und Jungen auch schon in der familiären Erziehung getrennt werden sollten.
Mädchen essen anders als Jungen, das ließe sich sicher mittels fundierter Studien belegen.
Es ist also unverantwortlich, Mädchen und Jungen an einem Tisch sitzen zu lassen.

Die Kieler Nachrichten und die NPD

Die Unterüberschrift der Kieler Nachrichten zum Bundesparteitag der NPD lautet:

„NPD vergewissert sich stolz ihrer NS-Wurzeln“

Ich weiß nicht, was sie damit meinen. Was sie damit sagen, ist jedenfalls, anders formuliert, folgendes:

Die NPD war sich bislang über ihre Wurzeln im Unklaren. Auf dem Bundesparteitag aber wurde ihr klar, was vorher nur zu ahnen war: daß sie nationalsozialistische Wurzeln hat.
Und darauf sind die Mitglieder der Partei stolz.

Seht Ihr, das ist natürlich wieder Unsinn, denn selbstredend waren die NPD-Leute schon immer Nazis, und ihr Bewußtsein war nicht so weit getrübt, daß ihnen das nicht klar gewesen wäre.
Was nun aber die Kieler Nachrichten betrifft:
Die sind ja wenig mehr als ein Werbeblatt für die CDU.
Und daher thematisiert dieses Blatt natürlich ungern die NS-Wurzeln der Union.
Nehmt nur mal den Umstand, daß der ehemalige stellvertretende Leiter der Rundfunkabteilung im Reichsaußenministerium des Hauptkriegsverbrechers Ribbentrop später Bundeskanzler wurde: Kurt Georg Kiesinger.
Natürlich ein NSDAP/CDU-Mann.
Und ich fresse einen Besen, wenn Kiesingers NS-Wurzeln damals in den KN skandalisiert wurden.

Noch ein Beispiel:
Als der erste Mission-Impossible-Film mit Tom Cruise in die Kinos kam, startete die Junge Union Schleswig-Holstein ein Aktion dagegen:
Man stellte sich vor das Cinemaxx und rief zum Boykott des Films auf.
Begründung:
Tom Cruise ist Mitglied von Scientology.
Daß Cruise nicht das Drehbuch zu dem Film geschrieben und auch nicht Regie geführt hatte, war den Leuten von der Jungen Union ebneso klar wie der Umstand, daß der Film in keiner Weise die Lehre von Scientology spiegelt.
Die Scientology-Church fungierte hier als Ersatz-Judentum.
Und die Boykott-Aktion hatte größte Ähnlichkeit mit dem nationalsozialistischen „Kauft nicht beim Juden“.
Selbstredend wurde diese Aktion in den KN nicht skandalisiert.
Selbstredend aber wäre das geschehen, wenn es sich um eines Aktion der NPD gehandelt hätte.
Was lehrt uns das?
Daß es in Basis und Mittelbau keinen Unterschied zwischen CDU und NPD gibt.
Die Medien tun eben nur beständig so als ob.
Wenn die Politiker der CDU-Spittze mitunter leidlich zivilisiert wirken, dann deshalb, weil sie Rücksicht auf Reaktionen „des Auslands“ (mittelbar: auf die deutsche Exportwirtschaft) nehmen müssen.

Klaus Kramer: Unfug am laufenden Band

Was schreibt Klaus Kramer in einem Kommentar der Kieler Nachrichten vom 13. November?:

„Hat Roland Koch versucht, die Freien Wähler zu bestechen? Der Vorwurf ist schwer wiegend, ja geradezu ungeheuerlich. Sollte er sich als wahr erweisen, wäre der hessische Ministerpräsident erledigt.
Dass es soweit kommt, ist allerdings unwahrscheinlich. Im Moment steht Aussage gegen Aussage. Die Faktenlage ist recht dünn.
Einerseits sind der hessischen CDU die Wählergemeinschaften tatsächlich ein Dorn im Auge.“

Oder vielmehr die Wählergemeinschaften der CDU.
Das wäre deutsche Syntax.
Wie, bitte?
Dann könnte man den Satz dahingehend mißverstehen, daß die Wählergemeinschaften zur CDU gehörten?
Nein, ein solches Mißverständnis läßt der Zusammenhang nicht zu. Es gibt also keinen Grund, von der korrekten Syntax abzuweichen.
Und die „Faktenlage ist recht dünn“?
„Lage“ also im Sinne von „Situation“. Und eine Situation hat keine Ausdehnung, kann also nicht dünn sein.

Ach, Herr Kramer, Sie schreiben wirklich nur Unfug.

THW im Achtelfinale der Champions League

Aber das stand ja schon vor dem Sieg gegen Constanta fest.
Es gilt also bloß noch vier Hürden zu nehmen, und schon hat der THW jenen Titel, der mindestens fünfmal soviel wert ist wie der Titel des Deutschen Meisters. Aber manche Menschen sind ja derart Bundesliga-fixiert, daß sie diesen Werunterschied nicht einsehen.
Dabei ist es doch sonnenklar, daß der THW es gegen die Spitzenteams aus Spanien schwerer hat als gegen die Bundesliga-Konkurrenz.
Und dennoch: In dieser Saison klappt es.

Holsteins Niederlage in Ahlen

Und dann auch noch zwei Sperren.
Wie soll das nur weitergehen?
Holstein gehörte doch zu Beginn der Saison zweifellos zu den Aufstiegskanddaten.
Und die Mannschaft ist einfach zu gut, um da unten drin zu stehen.
Spätestens jetzt muß man also die Frage stellen:
Spielt die Mannschaft gegen den Trainer?
Wie Hannover 96 zu Beginn dieser Saison gegen Neururer?
Vielleicht sollte man da mal investigativ recherchieren.
Aber von den Kieler Nachrichten kann man derlei natürlich nicht erwarten.

Abi 2008?

In Heikendorf sah ich schon öfter mal einen PKW, auf dessen Heckkscheibe in dicken Lettern steht:

Abi 2008?

Das hat doch was.
Der Mensch hat Humor.
Und er ist vorsichtig optimistisch.
Wir dürfen wohl übrigens davon ausgehen, daß der Mensch einen Führerschein hat, also mindestens 18 Jahre alt ist.
Wenn er ein Abitur im Jahre 2008 anstrebt, hat er vielleicht schon die eine oder andere Ehrenrunde gedreht.
Na, dann wollen wir doch mal hoffen, daß der Mensch in anderthalb Jahren Grund hat, nicht die 8 durch eine 9 zu ersetzen, sondern das Fragezeichen zu entferenen.

Die Hitze in der Traum GmbH

Das Off-Kino in der Traum GmbH ist schlecht beheizt. Und das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Aber warum sollte man immer vorsichtig sein?
Also anders: Man friert sich da echt einen ab!
Im Restaurant dagegen, wo der Ofen als Attraktion im Zentrum steht, fühlt man sich wie in einer Sauna.
Für manche ist das vermutlich ein guter Test:
Wenn da eine Frau und ein Mann ein sogenanntes oder auch Date haben und der Mann schon in der Traum GmbH ins Schwitzen gerät, dann weiß die Frau, daß sie sich doch lieber einen anderen suchen sollte.
Aber sollte sie das nicht schon vorher wissen?
Von einem Mann in die Traum GmbH eingeladen zu werden, ist nicht gerade schmeichelhaft.
Schließlich handelt es sich um ein Restaurant der unteren Preisklasse.
Und romantische Stimmung mag da so gar nicht aufkommen, so voll und laut wie es da ist.
Was aber ist das wirkliche Motiv der Betreiber dieses Restaurants, den Gästen derart einzuheizen?
Folgendes:
Die Hitze und die Schärfe der Speisen sollen die Leute dazu bringen, mehr zu trinken.
Die Preise für die Speisen dürften knapp kalkuliert sein – den Gewinn macht man mit den Getränken.
Und da dürfte es sich eben lohnen, mehr für die Beheizung des Raumes auszugeben.
Die Schärfe der Speisen hat natürlich noch eine andere Funktion:
Das Fleisch schmeckt mitunter gar nicht gut, und dieser Geschmack soll von scharfen Gewürzen überdeckt werden.
Neulich hatte ich Medallions vom Schweinefilet, und von den drei Medaillons waren nur zwei genießbar.
Natürlich habe ich nicht das dritte in Würztunke gesuhlt, um es essen zu können.
Außerdem war und bin ich im Zweifel, ob es sich tatsächlich um Filetstücke handelte.
Aber es gibt natürlich auch Gutes in der Traum GmbH, und es ist schön, bei der wohligen Wärme einen Schwarzen Steiger nach dem anderen zu trinken … also, wie gesagt, die Rechnung des Wirts geht auf.

Die Polizei rät

An der Bushaltestelle vor dem Sophienhof ist eine Mitteilung der Polizei Kiel in mehrfacher Ausfertigung angebracht. Der Text beginnt wie folgt:

„Im Bereich des Bussteiges vor dem Sophienhof ist es in den letzten Monaten zu einer Vielzahl von Straftaten aus dem Betäubungsmittelrecht gekommen.“

Ist das nicht niedlich?
Sind denn im Betäubungmittelrecht Straftaten vorgesehen?
Wäre das nicht ein Widerspruch in sich?
Ein Recht, daß Unrecht vorsieht? Gemeint sind natürlich Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Der Text informiert desweiteren darüber, daß manche der Dealenden (und Kaufenden / Konsumierenden) des genannten Ortes verwiesen worden seien und sich dort nicht mehr aufhalten dürften.
Der Gebrauchswert dieser Bekanntmachung für die Bevölkerung ist gleich null.
Die Polizei scheint nur vermitteln zu wollen, daß sie nicht untätig ist.
Oder sollte das Ganze noch einen weiteren Zweck haben?
Sollte die Polizei die Bürger damit anspitzen wollen, die Freunde und Helfer bei gewissen Beobachtungen zu informieren?
Aber warum sagt sie das dann nicht direkt?
Denunziation war doch in diesem Lande immer eine hochrespektable Tätigkeit.

Poseidon in der Brücke

In dieser Woche läuft in der Brücke Wolfgang Petersens Poseidon.
Der Film über die Havarie eines Luxusliners, mit hohem Budget im Hintergrund, ist in den aktuellen Kinos gefloppt.
Nicht so ganz zurecht, denn er ist durchaus spannend und stringent.
Und er hat Stil.
Und schließlich hat er Kurt Russell, der wirklich ein wunderbarer Schauspieler ist.
Keine Meisterwerk, dieser Seefilm des guten alten Wolfgang Petersen von der Waterkant, aber gut.
Und natürlich reflektiert auch dieser Film 9/11.