Verfasst von Huckleberry Drachenzunge - Kategorie: Politik
In Kiel gibt es nicht nur das Cinemaxx, das Neue Studio, die Brücke, die Pumpe und die Traum GmbH – es gibt auch Todeskino.
Todeskino? fragen die Menschen, ist das ein Lichtspielhaus für Kriegsfilme?
Oder für Splatter Movies?
Oder ist es ein Kino, das ganz besondere Gimmicks wie in Leinwand-Extremsituationen ruckelnde Sitze anbietet, so daß sich die Zuschauer dem Helden und der Lebensgefahr , in der dieser sich befindet, noch näher fühlt? Derlei hat es ja in den fünfziger Jahren schon gegeben.
Aber nein, das trifft alles nicht zu.
Sondern:
Todeskino heißt mit Vornamen Peter und ist der Kieler Bürgermeister.
Wie, das ist doch die Volquartz! sagen nun meine Leser hoffentlich nicht.
Denn die hochnotpeinliche Volquartz (CDU) ist zu unser aller Leidwesen die Oberbürgermeisterin dieser Stadt.
Bürgermeister ist tatsächlich Peter Todeskino von den Grünen.
Warum aber sollte jemand Todeskino heißen?
Zu jener Zeit, als sich die Nachnamen bildeten, also im späten Mittelalter, war die Kinematographie doch noch Jahrhunderte entfernt.
Tja, man sollte mal nachdenken.
Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir nicht die erste Silbe des Namens betonten, sondern die zweite?
Nicht TOdeskino,
sondern ToDESkino.
Das täten wir aus gutem Grunde:
Denn italienisch tedesco bedeutet Deutsch(er),
und die Endung -ino dient der Verkleinerung.
Tedescino bedeutet also Kleiner Deutscher, und daß sich die Schreibweise eines Namens im Verlaufe der Jahrhunderte ein wenig ändert, ist nicht ungewöhnlich.
So wurde aus tedescino Todeskino.
Nun stelle ich mir vor, daß Volquartz ihn normalerweise ToDESkino nennt, aber “Herr TOdeskino” über die Flure des Rathauses schreit, wenn sie ihm zürnt.
Aber diese Vorstellung ist natürlich unrealistisch, weil eine solche Unterscheidung der Volquartz zu feinsinnig sein wird.
Außerdem fürchte ich, daß sie selten oder nie Grund hat, ihm zu zürnen.
Als Beleg dafür könnte ich vielleicht anführen, was man wohl nicht als Beleg anführen darf, weil E-Mails, wie man hört, beliebig manipulierbar sind.
Fahren wir also im Konjunktiv (Irrealis) fort:
Man stelle sich vor, ich hätte Bürgermeister Peter Todeskino eine Mail geschickt.
In dieser Mail hätte ich die Vermutung bezüglich seines Namens geäußert, die ich im wesentlichen in diesem Artikel wiedergegeben habe.
Außerdem hätte ich ihn auf das Kiel-Blog aufmerksam gemacht und um seine Einschätzung gebeten.
Er hätte geantwortet, ich hätte recht mit der Vermutung bezüglich seines Namens, und er hätte hinzugefügt, mein Name sei aber auch nicht ohne, und nach dessen Bedeutung gefragt.
Na, was soll der schon bedeuten?
Ich hätte ihm in einer weiteren Mail erwidert, meine Vorfahren müßten wohl mal in einem morschen Haus gewohnt haben.
Da er aber auf das Kiel-Blog noch nicht eingegangen wäre, hätte ich ihm erneut freundlich nahegelegt, sich zu dieser Publikation zu äußern und hätte dabei besonders darauf hingewiesen, wie in diesem Blog über Volquartz berichtet wird.
Darauf nun aber seinerseits eisiges Schweigen.
Seht Ihr?
Warum nur fällt mir in diesem Zusammenhang ein Satz aus der empfehlenswerten Zeitschrift Konkret ein:
“Was ist noch nicht schwarz an den Grünen?”
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