Archiv für den Monat: Januar 2006

Uhr bei McDonalds

Ich neulich bei McDonalds im CAP.
(Das Folgende ist vielleicht nicht gerade Kiel-spezifisch, dennoch bemerkenswert:)
Man legt mir kommentarlos eine längliche, kleine Schachtel mit aufs Tablett.
Inhalt: eine digitale Armbanduhr inklusive Stoppuhr und Pulsmesser.
Da fragt man sich doch: Ist das nicht eine gar zu aufwendige Dreingabe?
Rentiert sich das?
Später sieht man klarer: Man hat die Uhr ausgepackt, inspiziert, zuhause irgendwohin gelegt und schon fast vergessen.
Nun aber erinnert sie zu jeder vollen Stunde mit einem sympathischen Doppelpiep an ihre Existenz und damit an den Ort, an dem man sie erhalten hat.
Das ist doch wirklich sehr geschickt, zumal die Werbestrategen offenbar antizipiert haben, dass man eine Uhr normalerweise nicht wegwirft, solange sie funktioniert – selbst dann nicht, wenn man sie nicht braucht.

Irish Bingo im Irish Pub

Und zwar am Mittwoch, dem 25.1., um 20.00 Uhr.
Was aber ist das, Irish Bingo?
Ein Glücksspiel für Hartgesottene?
Verhält es sich zum herkömmlichen Bingo wie Russisch Roulette zum herkömmlichen Roulette?
Also maile ich doch einfach mal dem Irish Pub und bitte die guten Leute, hier einen Kommentar einzustellen.

Irish Pub: Bergstraße 15

After Work Chill Out

Am Mittwoch, dem 25.1., im Havanna. Und zwar um 20.00 Uhr.
Soll sein.
Aber wer arbeitet denn bis acht (außer mir)?
Und warum der englische Titel, wenn das ganze sich Havanna nennt?
Was aber heißt Chill Out auf Spanisch?
Wer hat die Cojones, mir zu antworten?

Havanna: Harmsstraße 65

Klezmer poetisch

Am Mittwoch, dem 25.1., um 17.00 Uhr wird in der Nikolaikirche „Klezmer poetisch“ gegeben.
Diese jüdische Musiktradition lebt vor allem in den USA fort, wo sie auch bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Swing hatte.
Die Musik ist oft mollgetönt, dabei doch ausgelassen, und reich an Improvisationen.
Was aber hier nun mit „Klezmer poetisch“ gemeint ist (doch nicht etwa entsprechend dem alten Hut „Jazz und Lyrik“; oder bezieht sich die Charakterisierung doch auf die Musik selbst?) — man soll sich offenbar überraschen lassen.

St. Nikolai: Alter Markt

Eis und Kälte

Die trügerische Bläue des Himmels halte in diesen Tagen niemanden davon ab, sich wärmstens einzupacken.
Wenn übrigens die Straßen vereist sind, ist die Stadt Kiel viel zu langsam mit ihrer Reaktion darauf.
Insofern sind die unfallvorbeugenden Maßnahmen sehr dürftig.
Man hat den Eindruck, hier wird gespart, und das heißt nun wirklich: am falschen Ende.

SHFV Hallenfußball Masters

Am vergangenen Samstag in der Ostseehalle.
Wer meint, Hallenfußball sei nicht ernstzunehmmen, weil da kaum Platz für Taktik und Strategie sei, der hat nicht ganz Unrecht.
Aber andererseits wird da der Unterschied zwischen technisch begabten Spielern und den, nun ja, anderen sehr schön deutlich, und es ist jede Menge Action drin.

Stadtbücherei: Umsonst entleihen für Studenten

Viele zugereiste Studenten werden vielleicht die Stadtbücherei nicht auf der Rechnung haben, aber nur, weil sie aus Erfahrung annehmen, dass man in öffentlichen Bibliotheken für die Entleihung zahlen muss.
Erfreulicherweise ist das in Kiel nicht so. Gegen Vorlage des Studenten- und Personalausweises wird Euch sofort ein Benutzerauweis ausgestellt, und nicht mal dafür werden einmalig Kosten berechnet.
Dann darf man bis zu sechzig Medien auf einmal entleihen, und das Angebot ist wirklich nicht übel.

Stadtbücherei: Andreas-Gayk-Straße 31

Dreigroschenoper

Seit 7. Januar ist die Dreigroschenoper (Bertold Brecht/Kurt Weil) unter der Regie von Ulrike Maack im Schauspiel Kiel zu sehen. Sie unterhält mit einer prallen Story und lockt mit Liedern, die längst Ohrwurm- und Klassikerstatus besitzen. Die Verlockung führt jedoch geradewegs in eine zynische Welt voller Machtinteressen, Egoismus, sozialem Elend und der Käuflichkeit aller Werte – eine Welt, die heute aktueller denn je erscheint.

Christian Rohlfs. Die Bernegegnung mit der Mode

Christian Rohlfs gilt als bedeutender deutscher Maler der klassischen Moderne. Das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, das Kernthema des Ausstellungsprojekts ist, zeigt den mehr als 50-jährigen Rohlfs in Auseinandersetzung mit Künstlern und Kunstrichtungen, die der modernen Kunst Impulse gegeben haben: vom Neoimpressionismus über Vincent van Gogh und Edvard Munch bis hin zu Abstraktionstendenzen.

Bis zum 17. April 2006 ist die Ausstellung in der Kunsthalle Kiel zu sehen.

Nur keine Weiber!

Wenn in einer 4-Mann WG einer auszieht, dann steht das leere Zimmer zur Vermietung an. Costa hat das Quartett verlassen und die übrig gebliebenen Mannsbilder – Olli, Manni und Bubi – suchen einen Nachfolger. Und da Frauen nur Scherereien bringen, so die Erfahrungen dieser, wenn nicht gar aller Männer, lautet die Bedingung: Es muss ein Mann sein…

Beginn der herrlichen Komödie ist heute Abend um 19:30 Uhr im Blaulichttheater.

Kieler Restaurants

Kieler, wehrt Euch!
In den meisten hiesigen Restaurants erhält man die Hauptspeise zusammen mit dem Salat.
Auch dann, wenn man glaubt, klar vermittelt zu haben, dass man den Salat als Vorspeise betrachtet (was doch eigentlich gar nicht nötig sein sollte), indem man sagte:
„ERSTMAL einen kleinen gemischten Salat…“
Was ist das nun seitens der Kellnerinnen und Kellner?
Dummheit?
Unachtsamkeit?
Schikane?
Man weiß es nicht.
Alle lassen den Gast durch Berge von Salat sich futtern, auf dass die gleichzeitig hingeknallte Hauptspeise kalt werde.
Vielleicht soll man aus Frustration darüber ein paar Bier mehr bestellen als beabsichtigt.
Dann hätte das Ganze doch einen Sinn.

Subway am Ende?

Ich neulich im Subway.
„Was möchten Sie für eine Soße?“
„Keine, danke.“
„O.K.“
Ihr hättet den Ton, in dem das untersetzte Mädel „O.K.“ sagte, hören sollen. Das klang zwar recht nett, aber auch nach: „Bitte, auf eigene Gefahr!“
Mir war halt gerade nicht nach Scharfem, und die Soßen im Subway sind halt alle scharf.
Nun wissen wir auch warum:
weil das Fleisch scheußlich schmeckt und die Soßen die Funktion haben, den Geschmack zu überdecken.
Warum nur erinnert mich das Ganze an den Gammelfleichskandal?

Na, jedenfalls gibt es im CAP, wie Ihr vermutlich wisst, nächtliche Stoßzeiten, etwa nach dem Torfrock-Konzert neulich in der Halle 400, als auf einmal viele mit Wikingerhelmen durch die Gegend liefen und sangen:

„Wir saufen den Met,
bis keiner mehr steht.
Unser Häuptling heißt Rote Locke.
Wir verbrauchen viel Fraun
und tun Leute beklaun
und haun uns orndlich auf die Glocke.“

Aber ich schweife ab.
Selbst zu solchen Zeiten, wollte ich sagen, stellen sich die Leute lieber bei Donalds Mac in die Schlange und warten eine Viertelstunde an der Kasse – und das auch noch bei geringen Chancen auf einen Sitzplatz – , als sich bequem ins Subway zu begeben, wo alles frei ist.
Man wählt eben das wesentlich kleinere Übel.

CAP: Kaistraße 54-56

Freundlichkeit und Unfreundlichkeit in der Stadtbücherei

Unsere Stadtbücherei hat ja wirklich so einiges für sich, aber ich will hier und jetzt auf eine besondere Attraktion hinaus, ein Faszinosum geradezu:
Zwei Drittel derer, die dort an Ausgabe/Rückgabe/Information/Auskunft tätig sind, verhalten sich gegernüber den Besuchern indifferent bis pampig. Sämtliche Gesichtszüge sind auf Halbmast, und diejenigen, denen diese Menschen ihren Job verdanken, die Besucher nämlich, erscheinen ihnen offenbar als beständige Belästigung.
Die aber, die das übrige Drittel bilden, sind von außerordentlicher Freundlichkeit, Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit. Und sie sind nicht nur bereit zu helfen, sondern auch tatsächlich in der Lage dazu.
Möglichkeiten, sich zu informieren, hat man einmal am Eingang und einmal in einem ebenfalls gut sichtbaren Bereich wesentlich weiter hinten. Man hat also stets die Auswahl zwischen mehreren Informierenden.
Traut Euren Augen, evaluiert die Gesichter/Visagen, und wendet Euch an den Richtigen/die Richtige.

Stadtbücherei Kiel: Andreas-Gayk-Straße 31

China-Restaurant Hong Kong

Zugegeben, der Name ist nicht originell.
Und trotz nicht ungünstiger Lage ist es nicht gerade überlaufen.
Dem Restaurant wäre eine größere Kundschaft zu wünschen. Freundliche Bedienung und eine Einrichtung, die nicht so pseudochinesisch wirkt wie in vielen anderen Häusern dieser Art, nehmen den Besucher ein.
Die Speisen sind reichlich, und das Niveau derselben ist höher, als man es bei den Preisen erwartet.
Also, man kann, man soll, man muss es allen empfehlen, die selbst nicht besser kochen können.

Was war denn das jetzt für ein seltsamer Schlusssatz?
Dumme Frage, keiner natürlich.

Hong Kong: Am Dreiecksplatz 9

Kälte in der Traum GmbH

Wenn man sich in der Traum GmbH für einen Film nicht recht erwärmen kann, so liegt das nicht unbedingt am Film, sondern vielleicht an der Temperatur im Kino.
Besonders im Off-Kino ist es mitunter schweinekalt, und das sollte ganz entschieden nicht sein.
Oder man sollte dort nur Stummfilme bringen, weil man dann trotz der unvermeidlich schalldämmenden Ohrenschützer, die man wegen der Kälte zu tragen gezwungen ist, nichts verpasst.

Traum GmbH: Grasweg 19

Der aktuelle Preisvergleich: Internetnutzung in Stadtbücherei Kiel und Internet-Cafes

Zunächst zum Preis: Ein Chip für eine halbe Stunde kostet in der Bücherei einen Euro. In Internet-Cafes muss man für eine Viertelstunde so 70 Cent berappen.
Alles andere aber spricht gegen die Bücherei:
Während man sich in einem Internet-Cafe einfach irgendwo hinsetzen und loslegen kann, muss man in der Bücherei eben erst die Chips an der Information kaufen, davor ggf. warten, bis man seine Euros gegen Chips eintauschen kann. Das Warten setzt sich oft (besonders nachmittags) fort, weil alle Internet-Plätze besetzt sind.
Hat man dann endlich einen Platz, muss man feststellen, dass die Nutzung eine stark beschränkte ist:
Immer wieder greift ein blindwütiges Jugendschutzprogramm zu und verwehrt den Zugang zu bestimmten Sites.
Da sieht man dann zum Beispiel als Erklärung:
Forbidden keyword … (ein entsprechendes Wort werde ich hier nicht nennen. Denn dann wäre ja auch dieses famose Blog in der Stadtbücherei nicht mehr auffindbar.)
Außerdem hat man auf den Rechnern keine Bearbeitungsfunktionen und kann nicht mit Disketten und CD-ROMs arbeiten.
Und wegen des großen Andrangs darf man nur zwei Chips auf einmal kaufen.
Also insgesamt viel Ärger und Stress.
Wenn also das Geld nicht der alles entscheidende Faktor ist, sind Internet-Cafes in jedem Fall vorzuziehen.

Stadtbücherei Kiel: Andreas-Gayk-Straße 31

Oliver Kalkofe

Er nennt sich selbst das „Eitrige Furunkel am Arsch der Fernsehunterhaltung“, und als solches zeigt er uns die Highlights des alltäglichen Fernsehschwachsinns, und nimmt diese gehörig aufs Korn.

Am 26. Januar ist er ab 20:00 Uhr zu Gast im Kieler Schloss.