Verleumden Kieler Nachrichten Trauernicht?

Was hat es mit dem Artikel auf Seite 20 der Kieler Nachrichten vom 10. April über die schleswig-holsteinische Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht (SPD) auf sich?
Die Schlagzeile lautet:
„Krebs: Trauernicht setzt auf Vernetzung“
Nun ist ja beim Krebs das Fatale, ja Letale in der Tat oft die Vernetzung, vulgo Metastasenbildung.
Und darauf sollte eine Gesundheitsministerin setzen?
Mitleidlos, wie ihr Nachname schon ahnen läßt?
Und dabei an nichts anderes als die Entlastung der Rentenkassen durch das unermüdliche Wirken bösartiger Zellen denkend?
Das wäre doch ein Skandal.
Und ist es nicht ein Skandal, daß die Kieler Nachrichten einen derartigen Skandal nahelegen und erst im Kleingedruckten mit der Wahrheit rausrücken?:
„Die Gesundheitsministerin setzt in Zukunft nicht nur auf neue Behandlungsmöglichkeiten wie im geplanten Protonentherapiezentrum in Kiel, sondern auch auf die optimale Verzahnung von niedergelassenen Ärzten, Kliniken und Beratungsstellen – wie zum Beispiel beim Projekt ´Betrifft Brust´.“
Dort verzahnen sich niedergelassene Ärzte optimal in die Milchdrüsen ihrer Patientinnen.
Und:
„Dort werden vier Säulen für die Bekämpfung von Brustkrebs vernetzt: Die eigene Tastuntersuchung, die Mammographie, die Diagnostik nach dem Vier-Augen-Prinzip und die Behandlung nach dem neuesten Forschungsstand in acht Brustzentren und bei niedergelassenen Spezialisten.“
Nicht bösartige Geschwülste also, sondern Säulen sollen vernetzt werden. Hier nun legt die Zeitung nicht mehr nahe, daß Frau Trauernicht von nachgerade satanischer Gesinnung, sondern daß sie geistesschwach sei.
Meines Wissens hat sich Frau Trauernicht gegen diesen Hetzartikel nicht zur Wehr gesetzt.
Sehr sonderbar.