THW ist nicht so beliebt wie allgemein angenommen

Die These gilt es nun natürlich zu belegen.
Es geht mir dabei nicht darum, daß die Leute, die nach einem Spiel des THW aus der Ostseehalle kommen, trotz eines Sieges selten begeistert aussehen – der Grund dafür ist einfach, daß der Sieg meist programmiert ist.
Vielmehr glaube ich, daß der Zuschauerzuspruch, das beständige Ausverkauftsein der Ostsseehalle bei Spielen des THW also, täuscht.
In der Zeit, als die Ostseehalle nur 6700 Menschen Platz bot, führten die Schwierigkeiten, Karten zu bekommen, zu vermehrter Nachfrage. Das ist nun einmal so: Was knapp ist, wird auf einmal auch von Menschen heftig begehrt, die sich sonst kaum dafür interessieren würden.
Nur daher kommt es wohl, daß die Ostseehalle auch noch in ihrer heutigen Größe vom THW ausgelastet werden kann.
Daß die Begeisterung für den THW sich aber in Grenzen hält, sieht man, wenn man einen Blick in das Cinemaxx wirft.
Dort nämlich wurden nicht nur Spiele der Fußball-WM, sondern auch das Rückspiel des Handball-Champions-League-Finales zwischen dem THW und Flensburg-Handewitt gezeigt.
Die größte Saal war bei den WM-Spielen mit deutscher Beteiligung ausverkauft. Anders sah es beim Spiel des THW aus. Ich war zwar nicht dabei, fragte aber einige Tage später einen der dort Angestellten. Und der sagte:
„In der Loge war es gut gefüllt, aber ausverkauft war es längst nicht.“
Seht Ihr, Leute?
Es ist doch eine eng begrenzte Anzahl von Leuten, die dieses Gemeinschaftserlebnis suchte.